Einst kam er für 500.000 DM an Neujahr 1997 zu Hertha BSC und es sollte eine langjährige Beziehung werden. Was er für ein Sportsmann war und ist, das erklärte erst kürzlich sein ehemaliger Mitspieler und zeitweiliger Vorgesetzter bei Hertha BSC Arne Friedrich. Sie spielten einige Jahre zusammen bei Hertha und Arne Friedrich war einige Zeit Sportdirektor bei Hertha und nicht nur ich würde Arne gerne in einer führenden Rolle bei Hertha sehen.
„Pal ist jemand der immer die Ärmel hochgekrempelt hat, der viele Meter auf dem Platz gemacht hat und immer wieder harte Zweikämpfe geführt hat. Er war ein wichtiger Anker, der das Mentale auf den Platz gekriegt hat“, so beschreibt Arne Friedrich den Spieler, mit dem er 191 Mal auf dem Platz stand.
Pal lehnte damals sogar ein Angebot von Bayern München ab. Seine Profikarriere als Profi bei Hertha endete 2012 nach insgesamt 373 Pflichtspielen. Natürlich ist er Herthas Rekordspieler.
2015 übernahm Pal erstmals die Profimannschaft von Hertha BSC als Trainer. Es folgten die wahrscheinlich ruhigsten 4 Jahre bei Hertha BSC. Die Mannschaft erreichte mit ihm zweimal den Europapokal und das DFB-Pokalhalbfinale.
Als er 2019 aus dem Amt gedrängt wurde, begann für Hertha BSC ein dunkles Kapitel. Das jedoch soll heute nicht das Thema sein, als Trainer sich bei Hertha die Klinke in die Hand gaben.
2021 hatte Arne Friedrich eine Idee. Als Sportdirektor sollte er einen Trainer für den Abstiegskampf gewinnen. Es musste schnell gehen und die Strukturen des Vereines sollten dem Trainer bekannt sein. Es holte Pal als Cheftrainer zurück und trotz damaliger Quarantäne und widrigen Verhältnissen gelang es Pal, die Mannschaft in der Bundesliga zu halten. Pal feierte es mit einem Glas Rotwein und einer Zigarre als das ZDF abends ein Interview mit ihm brachte. Darüber zerrissen sich einige die Mäuler. Sei es drum. Doch das Verhältnis zwischen dem Cheftrainer und den Kluboberen kühlte sich mächtig ab und er musste seinen Trainerstuhl erneut abgeben.
Im April 2023 unterschrieb er ein drittes Mal als Trainer, konnte den Absturz in die Zweite Liga jedoch nicht mehr verhindern und den erneuten Aufstieg nicht realisieren. Somit war seine dritte Amtszeit auch beendet.
Mittlerweile arbeitet er als „Head of Football“ bei Ujbest FC in Ungarn.
Als Tribünengast wird er jedoch oft im Olympiastadion gesehen und fiebert mit seiner alten Liebe.
Heute wird Pal 50 Jahre jung. Herzlichen Glückwunsch und weiterhin viel Gesundheit.