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Intermezzo: Gruß aus der Küche

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Heute mal keine Schwänke aus meinem Leben, sondern ein paar hervorragende Kochideen.      Letzten Samstag hatte niemand einenn Wochenendeinkauf gemacht. In England kein Problem, weil die Supermärkte jeden Tag geöffnet sind - in Portugal übrigens auch! Was auch heißt, dass in London jeden Tag Verkehrsstau und nie wirklich Ruhe ist. Für mich ist das einer der Vorteile des Lebens in Bayern, denn da hört man am Sonntag tatsächlich nur die Kirchenglocken.  Also, nix eingekauft. Ich machte trotzdem ein köstliches Sonntagsessen aus zwei Pastaresten, einem halben Fetakäse und einem Rest Zitronenpesto vom R*we - das ist so gut, ich könnte es selber nicht besser. Kurz im Ofen überbacken. Geadelt wurde das Notfallessen durch die blauen Teller von VilleroyBoch, die ich gestern von Freunden geschenkt bekommen habe. Die Zwei sind genau solche liebevollen Porzellansammler wie ich. Sie erzählten mir, dass der Name "Zwiebelmuster" auf einem Irrtum beruht - das Muster stammt aus China...

Resisters - only Rock'n'roll

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Ein weiteres Kapitel in meiner Autobiographie! *** Another auto-biographical chapter 1976 zog ich nach London. Schnell fand ich eine Wohngemeinschaft.  Ein Jahr darauf spielte ich Bass in einer Band. So einfach war das: Freunde wussten, dass ich Gitarre spielen konnte, und fragten ob ich mir vorstellen könnte, in einer gerade sich formenden Band Bass zu spielen. Vorstellen kann man sich alles! Und so wurden wir The Resisters :     I moved to London in 1976. By 1977, I had become a bass player in a band. My new found friends had noticed that I had arrived toting a guitar, and decided playing bass would be a doddle for me. After all, it was the punk era, anyone who could play three chords... So, I went to Denmark street, spent £200 on a Fender bass guitar and we became The Resisters.     Pete, Geoff, Ilse, Suzy, Dave - und Kim, der das Foto macht. Das Vehikel dahinter war unsere umfunktionierte Ambulanz, mit der wir in den nächsten Jahren auf Tournee gingen....

Regenwettergeschichten - rainy day stories

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  Vor langer Zeit, fast 30 Jahre ist es her, lebte ich ein knappes Jahr in Andalusien. Ich war die älteste Studentin (47) in meinem Kurs und durfte ein Erasmusjahr in Sevilla verbringen, um das Spanischmodul meines Studiums - European Studies - zu vollenden.  (was mir total gut gelang, aber den Mann am Zeitungsstandl nicht überzeugte. Als ich zum ersten Mal El País kaufte, sagte er zögernd "Sie wissen schon, dass diese Zeitung auf Spanisch ist"). "Yá lo sé!"   Ich kam Anfang September an, Es war heiß nach fünf Jahren ohne Regen, ich schlich an den Häuserwänden entlang durch die Stadt. „La sequía“ , die Dürre, hatte Andalusien im Griff. Darüber wollte ich meine Bachelorarbeit schreiben.    D ie schrieb ich übrigens auf einem der ersten Laptops, dem von meiner computer-fitten Freundin Lola. *** I wrote my bachelor essay on one of the first laptops, that of my computer literate early adopter friend, Lola.      A long time ago, about 30 years now...

Was mich freut

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Zu allererst danke ich euch allen sehr für eure Kommentare und Wünsche. Es tut gut, nach so einem Schrecken viele Streicheleinheiten zu bekommen - ich bin gerührt und geschüttelt! Hat wirklich viel geholfen!  Ich fange langsam an, mich in meinem Gestell wieder zuhause zu fühlen.  Dass es in diesem besonders schiachen Winter passiert ist hat mich lang an die Wohnung gefesselt - bloß nicht nochmal ausrutschen und hinfallen… Und kein Auto zu haben, hat meinen Radius eingeschränkt. Trotzdem: super privilegiert im vergleich zum Rest dieser völlig aus dem Gleichgewicht geratenen Welt, wo sich die Erwärmung der Ozeane in hemmungslosem Regen niederschlägt.  Und zwar überall, von Aberdeen über Cork und Cortona bis auf die durchnässte iberische Halbinsel. *** I have been pretty slack with translating the blog now that AI allows instant translation. If there are any English language friends out there who feel hard done by - let me know and I promise I will make the effort again!...

Verpasster Winterzauber

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Ich hab schon wesentlich angenehmere, aktivere Winter erlebt. Dieser herrlich frostige, schneeweiße, rutschige Januar geht heuer an mir vorbei. Mein geprellter Körper mag keine Rutscherei riskieren, also tapse ich jeden Tag einmal um das Viertel und verbringe den Rest der Tage in der Küche (siehe unten), abends früh im Bett und auf dem Sofa. Der Schmerz lässt immer mehr nach, ich kann schon auf dem Rücken liegen und schlafe fast normal, aber unnormal viel. Erinnert mich an die Zeit des lockdown… Zum Glück gibt es viele Bücher zu lesen: ich lese gleichzeitig den neuen Thursday Murder Club, das faszinierende "Playground" von Richard Powers und ein japanisches Büchlein über Food Detectives. Zu glotzen gibt's auch unanständig viel. Wir haben jetzt "White Lotus" auf Pr**me entdeckt, eine Serie die in englischen Medien in den Himmel gelobt wird und trotz fast nur unsympathischer Figuren süchtig macht. Mit Staffel 1 versöhnte mich der Junge, Quinn, der zum Schluss (Vor...