Einen so leuchtend blauen Himmel wie heute über Berlin sah ich schon lange nicht mehr.
Berlin
Berlin
Fischer-Z
1. Mai (3)
Hier in Berlin sind so viele Menschen/Arschlöcher unterwegs, dass ich meinen kleinen Ausflug abbrach und schnell wieder nach Hause ging.
Von Seite zu Seite
Ich schreibe ab von einem Buch, das täglich vor mir liegt. Nicht immer kann ich die Schrift gut entziffern. Meine Sehkraft lässt langsam nach. Und manchmal kommt mir das Buch so schwer vor, dass ich es gar nicht erst aufschlagen will. Das Buch nennt sich mein Leben. Jeder Tag eine Seite. Die Story ist alles andere als spannend. Und dann diese elend langen philosophischen Monologe. Am liebsten würde ich einige Seiten überspringen. Warum passiert nicht mal wieder was Entscheidendes? Viele Bücher haben diese Hängepartien, wo es nicht weitergehen will. Ich befinde mich gerade in einer, in etwa auf Seite 22.000. So genau kann ich es nicht sagen. Ich sehe aber, dass ich inzwischen um einiges über die Mitte des Buches hinaus bin. Hoffentlich zieht sich das Ende nicht zu sehr.
Viel mehr ist heute nicht drin. Es ist Samstag, der 13. Mai 2023, nach der Zeitrechnung, die mein Leben taktet. In Berlin scheint die Sonne. Köln gewann gestern Abend 5:2 gegen Hertha. So ist das Leben. Wozu sich das Ganze angucken, wenn man schon vorher weiß, wie mies das Ergebnis wahrscheinlich ausfällt?
Von Verlierer zu Verlierer sage ich: „Macht weiter Jungs. Das Buch wird erst nach der letzten Seite zugeklappt.“
Der Schnee hat Berlin gefunden

zumindest ein wenig, Montagmorgen
Die Berliner Wetterlage

seit Tagen
Auf dem Spree-Radweg (1)
Aller Anfang ist schwer – das ist auch bei Radreisen nicht anders. Der Sonntag begann trübe. Der Himmel sah aus wie ein Leichentuch. Ich ließ mir mit dem Aufbruch ausgiebig Zeit. Als ich mich dann mit vollbepacktem Fahrrad auf den Weg machte, war der Vormittag schon fortgeschritten.
Erstmal galt es, aus dem Moloch Stadt zu kommen. Das dauerte gefühlt ewig. So weit wie möglich versuchte ich an der Spree entlangzufahren, den Weg, den mein Radtourenbuch vorgab. In Köpenick legte ich meine erste Pause ein und trank in einem Biergarten lecker Bier.
Fortan fuhr ich viel durch Wald. Nun ging es darum, einen Campingplatz auszusuchen, den ich geschätzt gut erreichen konnte. Besonders groß ist die Campingplatzdichte an der Strecke nicht. Inzwischen riss die Wolkendecke auf. Der Campingplatz, den ich schließlich am späten Nachmittag anfuhr, lag wunderschön an einem Seitenarm der Spree. Einziger Wermutstropfen: die Autobahn führte unweit vorbei. Ich zeltete direkt am Wasser. Außer mir waren auf der Zeltwiese nur noch ein paar Kanufahrer. Von denen sollte ich in den kommenden Tagen noch jede Menge sehen. Die erste Etappe war geschafft.





Frauentag
Frauentag! – Feiertag in Berlin!… Strahlend blauer Himmel – Sonnenschein!… Fehlt nur noch die Frau!
Stadtaffen
TV-Tipp
„Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm“, 20 Uhr 16, 3sat
Kann eigentlich nicht schlecht sein.