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Posts Tagged ‘archive.org’

Moderner Klassiker aus Italien. Fantasiereich und klug, witzig und melancholisch entfaltet Italo Calvino in seinem Roman aus dem Jahre 1957 einen Raum der Wunder, wie ihn nur die Literatur erfinden kann. Ein abenteuerlicher Fall von Eskapismus und poetischem Protest in Zeiten des gesellschaftlichen Umbruchs.

Am 15. Juni 1767 beschliesst der zwölfjährige Baron Cosimo Piovasco di Rondò, das dekadente Milieu seiner aristokratischen Familie zu verlassen, um fortan auf den Bäumen zu leben. Er erhebt sich von der Familientafel, klettert auf eine Steineiche und wird bis zu seinem Tod die Erde nicht mehr betreten. Cosimo baut sich in den Baumkronen eine eigene Welt auf: Er isst und schläft, wächst und entwickelt sich, er lernt und arbeitet, liest und kommuniziert, ohne jemals den Boden zu berühren. Er unternimmt sogar Reisen durchs Land, entlang von Alleen, und nimmt an gesellschaftlichen und politischen Ereignissen teil. Sein Dasein auf den Bäumen wird zum Symbol der Freiheit und des Widerstands gegen Konventionen und Zwänge. Im Laufe seines Lebens begegnet Cosimo vielen Menschen, auch berühmten Persönlichkeiten wie Voltaire und Napoleon. Und er verliebt sich in die geheimnisvolle Viola.

Die Hörspielbearbeitung des Schauspielers Wolfgang Stendar, der auch die Hauptrolle spricht, entstand 1968 im Radiostudio Zürich. Es ist ein Fundstück aus dem SRF-Archiv und wurde letztmals 1985 gesendet

https://archive.org/details/der_baron_auf_den_baeumen_1968

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„Unmerklich vergeht ein Jahr. Der erste Schnee, Weihnachten, die langen Leseabende, die Besuche im Dorf, Kinderspiele, Tod und Begräbnis, Kirche und Schule, das Frühjahr mit den Schwalben, die ersten Rosen, die ersten Erdbeeren, der Leierkastenmann, der Geburtstag, Sommerbesucher, Ernte, das Jahr hat sich gerundet, und doch ist es kein dörfliches Jahr … In der Welt Herman Bangs spricht alles dieselbe Sprache, Mensch, Natur und Gerät. Wenn die Menschen trauern, trauert auch die Natur, das Glück von Blüte und Frucht ist auch das Glück der Menschen, wenn die Uhren stillestehen, steht auch das Leben still, der bestirnte Himmel ist eine Projektion der Seele, alle Handlungen Projektionen des Herzens. Auf den ersten Blick geschieht nicht viel, und sie reden auch nicht viel, obgleich unaufhörlich gesprochen wird.“ (Walter Boehlich

https://archive.org/details/das_weisse_haus_1983

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Der Hörspielmonolog des italienischen Nobelpreisträgers Dario Fo erzählt die Geschichte eines chinesischen Soldaten, der nach einer schweren Verletzung von einer Tigerin und ihrem Jungen aufgezogen wird. Das allegorische Stück wurde von einer Chinareise Fos im Jahr 1975 inspiriert. Voller anarchischem Witz, inszeniert als Mischung aus Schauspiel und Pantomime – ein einziger Schauspieler verkörpert alle Figuren – feiert es die Widerstandskraft und den unermüdlichen Kampf gegen Unterdrückung

https://archive.org/details/tigergeschichte_1982

Und als, nachdem sein Ende schon unausweichlich zu sein scheint, dieser Soldat vor einem Unwetter Schutz in einer Höhle sucht, begegnet er dem Tiger. – Wolfgang Reichmann

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London, 1879. Der moderne Spiritismus ist auf dem Höhepunkt seiner Popularität. Tausende erhoffen sich mittels spirituell empfänglicher Menschen, den Medien, Kontakt zu ihren Verstobenen. Parker, ein Buchhalter, der nach dem Tod seiner Mutter aus der Provinz nach London gekommen ist, um dort die großen Medien seiner Zeit zu erleben, wird von Thomson als Assistent engagiert. Thomson gilt als eines der bedeutendsten Medien Europas. Parker verehrt ihn wie keinen anderen und bleibt an seiner Seite. Sein Meister sagt ihm eine große Zukunft als Medium voraus. Einige Jahre später sitzt Parker auf dem Bahnsteig in Bremen. Er wartet auf den Zug aus Brüssel. Jahre des Herumreisens liegen hinter ihm, in denen er tatsächlich zu einem geschickten Medium geworden ist. Jetzt wartet er auf Thomson, der seine Ersparnisse aus Brüssel holen und mit ihm ein neues Leben beginnen wollte. Ein Leben in Wahrheit, fern spiritistischer Zirkel, so wie Parker es sich gewünscht hat. Doch Parker weiß, dass er vergebens wartet und lässt sich schließlich wegführen. Er ist ein anderer, als er damals in London war. Er erzählt seine Geschichte.

https://archive.org/details/gestaendnisse_eines_mediums_2010

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Edgar Allan Poe hat den modernen Detektivroman erfunden, seine traumverlorenen, pittoresken Welten haben den Symbolisten und Surrealisten den Weg gewiesen. Die Ahnungen und Sehnsüchte seiner unheimlichen inneren Welten sind Ausgangspunkt für die Text-Musik-Komposition «A Dream Within a Dream».

Der Mensch Poe taumelte von Katastrophe zu Katastrophe, magisch angezogen von jenen Abgründen, die er so kunstvoll beschrieb. Die Spannung zwischen Macht und Ohnmacht, zwischen Kontrolle und Hingabe charakterisiert auch die drei Texte, die Barbara Frey und Lukas Bärfuss ausgesucht haben. «Feen-Eiland» erzählt die Geschichte eines Mannes, der auf einer seiner Wanderungen in ein verwunschenes Tal kommt und dort in einem Fluss eine Fee entdeckt, die mit ihrem Kanu in einen Strudel gerät. «Das verräterische Herz» ist eine von Poes berühmten Horrorgeschichten. Ein Mord geschieht, der Mörder wird verhaftet und rechtfertigt seine Tat und sein Motiv in einer Rede. In «Die Flaschenpost» gerät ein Seemann während eines Sturmes auf ein geheimnisvolles Schiff. Die Besatzung besteht aus uralten Matrosen, die seit ewigen Zeiten die schwersten Stürme der Weltmeere durchsegeln, ohne dass ihr Schiff untergehen würde. Sie sind gefangen im Sturz, ohne je den Untergang zu erleben. «A Dream Within a Dream» basiert auf der gleichnamigen Theaterinszenierung, die mit denselben Künstlern im Dezember 2010 am Schauspielhaus Zürich herauskam. – Sprecher: Robert Hunger-Bühler https://archive.org/details/a-dream-within-a-dream

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Eines Tages, noch im Morgengrauen, brechen drei Männer zu einer wundersamen Expedition auf. An einer Angelschnur tragen sie einen Goldkäfer vor sich her, auf den Schultern liegen Spitzhacke und Schaufel. Nur einer von ihnen, Will Legrand, weiß wohin die Reise führen soll. An einem Baum heißt er seinen alten Diener Jupiter mit der Angelschnur auf das Geäst hinaufzuklettern. Als Jupiter in der Baumspitze einen Totenkopf entdeckt, glaubt er endgültig, sein Herr sei vom Wahnsinn befallen. Wer denkt da noch, dass weniger Aberglaube, denn detektivischer Spürsinn hinter dieser Geschichte steckt… https://archive.org/details/der-goldkafer

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by A. L. Kennedy – London, 1879. Der moderne Spiritismus ist auf dem Höhepunkt seiner Popularität. Tausende erhoffen sich mittels spirituell empfänglicher Menschen, den Medien, Kontakt zu ihren Verstobenen. Parker, ein Buchhalter, der nach dem Tod seiner Mutter aus der Provinz nach London gekommen ist, um dort die großen Medien seiner Zeit zu erleben, wird von Thomson als Assistent engagiert. Thomson gilt als eines der bedeutendsten Medien Europas. Parker verehrt ihn wie keinen anderen und bleibt an seiner Seite. Sein Meister sagt ihm eine große Zukunft als Medium voraus. Einige Jahre später sitzt Parker auf dem Bahnsteig in Bremen. Er wartet auf den Zug aus Brüssel. Jahre des Herumreisens liegen hinter ihm, in denen er tatsächlich zu einem geschickten Medium geworden ist. Jetzt wartet er auf Thomson, der seine Ersparnisse aus Brüssel holen und mit ihm ein neues Leben beginnen wollte. Ein Leben in Wahrheit, fern spiritistischer Zirkel, so wie Parker es sich gewünscht hat. Doch Parker weiß, dass er vergebens wartet und lässt sich schließlich wegführen. Er ist ein anderer, als er damals in London war. Er erzählt seine Geschichte. – Südwestrundfunk 2010

https://archive.org/details/gestaendnisse_eines_mediums_2010

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Am 5. Juli 1914 übermittelt Wilhelm II. eine Blankovollmacht an Österreich-Ungarn, in der er im Kriegsfall „die volle Unterstützung Deutschlands“ verspricht. Am Tag darauf fährt der Kaiser in Urlaub. Es ist seine jährliche „Nordlandfahrt“, die er auf der Staatsyacht Hohenzollern in den norwegischen Fjorden verbringt. An Bord eine reine Männergesellschaft aus Höflingen und zwei militärischen Beratern. Es herrschen Uniform- und Humorzwang: morgendliche Turnübungen, infantile Streiche, feucht-fröhliche Abende im Rauchersalon. Die Launen des Kaisers sind oberstes Gebot. Währenddessen versuchen die militärischen Berater verzweifelt, in dem abgelegenen Fjord mit den politischen Entwicklungen Schritt zu halten. Aus Briefen, Tagebuchaufzeichnungen, Memoiren rekonstruiert das Hörspiel diese groteske Fußnote der Weltgeschichte, die im Kleinen von Versagen und Selbstüberschätzung größter Tragweite erzählt.

https://archive.org/details/die_nordlandfahrer_2014

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Tolstois Erzählung stellt eine Frage von bedrängender Aktualität: Wohin führen uns Gier und stetiges Wachstum? In einer Welt mit endlichen Ressourcen betrifft die Beantwortung dieser Frage jeden Einzelnen von uns und die Gesellschaft im Ganzen.

https://www.hoerspielundfeature.de/wieviel-erde-braucht-der-mensch-100.html

https://archive.org/details/wieviel_erde_braucht_der_mensch_2023

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