Nach dem „Paprikasamen-sammeln“-Blogeintrag nun ein kleiner Rückblick auf die Ernte vergangener Jahre. Alle Pflanzen wurden selbst gezogen. Und nicht nur das… die Samen wurden auch in Heimarbeit gewonnen. Das hört sich jetzt schwieriger an, als es ist… :-)
Tomaten:
Wie schon im Blogeintrag vom 23. Juli 2012 geschrieben steht, lassen sich Tomaten gut aus dem Inneren einer Tomatenfrucht ziehen.

Drei Rispen an der Tomatenpflanze aus eigener Samengewinnung – und das im Zimmer unterm Dach
Einfach beim nächsten Schneiden einer Bio-Tomate für den Salat oder fürs Brot den Restsaft auf dem Teller trocknen lassen. Wer konventionelles Gemüse mag, kann das natürlich auch verwenden…
Ich versuche die „Suppe“ immer auf ein Küchentuch zu bekommen, aber das klappt nicht immer ganz reibungslos ;-) Nach dem Trocknen kann man die Samen vorsichtig auseinander ziehen – das rote Fruchtfleisch, was evtl. noch an den Samen klebt, muss nicht entfernt werden.
Anschließend einfach in kleine Aufzuchtbehälter bzw. unter Frischhaltefolie (Löcher mit einer Gabel hineinstechen, sonst besteht Schimmelgefahr) geben, ordentlich Wässern und warten, bis sich die kleinen Pflänzchen zeigen.
Zucchini:
Gleiches gilt auch für die Zucchini (siehe Blogeintrag vom 30. August 2012). Die Kerne lassen sich meist ganz gut aus dem Inneren der Frucht herauskratzen. Dabei aufpassen, dass nicht zu viel Fleisch abgescharbt wird – schließlich möchte man ja die Zucchini auch noch essen :-) Die Kerne kann man dann ebenfalls auf einem Küchentuch gut durchtrocknen lassen und anschließend wie bei den Tomaten beschrieben einpflanzen.

Paprikapflanzen aus eigener Samengewinnung – hier gabs nur eine Frucht
Paprika:
Und genauso funktioniert es auch mit der Paprika. Wie im vorherigen Blogeintrag beschrieben die Samen sammeln und ebenfalls in gut feucht gehaltener Erde groß ziehen. Aufpassen sollte man bei Abdeckungen mit Frischhaltefolie. Eine ausreichende Luftzufuhr ist wichtig, damit die Erde oder die Pflanzen nicht schimmeln.
Gurke:
Meine aufmerksame Blogleserin Steffi fragte nach dem Vorgehen mit einer Gurke. Leider habe ich dazu noch keine Erfahrungen gemacht. Da eine Zucchini aber genauso wie eine Gurke zu den Kürbisgewächsen zählt, gehe ich davon aus, dass es ebenso funktionieren wird, wie mit der Zucchini.
Evtl. muss man bei der Gewinnung der Samen etwas vorsichtiger sein, da die Gurkensamen in dem zu kaufenden Gemüse oft doch sehr fragil zu sein scheinen. Aber wenn man behände mit einem Löffel vorgeht, sollte alles gut gehen. Ich werde es jedenfalls dieses Jahr ausprobieren, liebe Steffi :-)