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Carl Laszlo: «Ferien am Waldsee» (Neuauflage 2020 bei DVB und 2023 bei Penguin)

6 Jun

Als unser Redaktionsfotograf Carl Laszlo das erste Mal in seinem Baseler Domizil portraitierte, hatte er seinen Fotografengesellenschein gerade erst seit ein paar Tagen in der Tasche. Das war 1986 während der «Art Basel». Tagsüber auf der Messe unterwegs; abends las er im Gästezimmer, umgeben von Portraitbildern verschiedener Künstler, die alle Carl Laszlo zeigten, «Ferien am Waldsee». So wurde er zum Mentor unseres Redaktionsfotografen.

Im noch recht jungen Verlag «Das vergessene Buch» (DVB) des ebenfalls noch recht jungen deutschen und in Wien lebenden Verlegers Albert C. Eibl, der es sich nach eigenem Bekunden zur Aufgabe gemacht hat, zu Unrecht vergessene Werke der deutschsprachigen Literatur dem Lesepublikum erneut zugänglich zu machen, wurde im Oktober 2020 auf Anregung des Publizisten Alexander von Schönburg Carl Laszlos «Ferien am Waldsee» mithin erneut aufgelegt und erreichte dort inzwischen die 2. Auflage – nunmehr erweitert um eine größere Bildstrecke unseres Redaktionsfotografen. Einige dieser Bilder fanden bereits in seinem Nachruf auf ihn im Jahre 2013 Verwendung.

Im Juni 2023 wurden Carl Laszlos Konzentrationslager-Erinnerungen dann auch als Paperback beim «btb Verlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH» veröffentlicht, diesmal auch mit einem Portraitfoto von Carl Laszlo auf dem Buchumschlag:

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Nur kurze Zeit später erschien Laszlos Werk bei «speaklow» als Hörbuch:

Imagespeaklow: Hörbuch-CD-Cover – Carl Laszlo: «Ferien am Waldsee»
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Erfreulicherweise erreichen Laszlos «Ferien am Waldsee» nun endlich jene größere Aufmerksamkeit, die sie schon längst verdient haben. So schrieb Hans Ulrich Obrist (HUO), der künstlerische Direktor der Serpentine Galleries in London, am 04.12.2020 in «Das Magazin», dem Supplement des Schweizer «Tagesanzeiger»: «Noch erschütternder ist dies: ‹Was den Titel des Buches betrifft, so gibt es diesen Waldsee in Wirklichkeit natürlich nicht. Aber bekannt war er eine Zeit lang, denn als einige Gruppen von Verhafteten damals aus Ungarn nach verschiedenen Konzentrationslagern verschleppt wurden (…), erhielten einige ihrer Familienmitglieder gelegentlich Postkarten mit vorgedrucktem Text und eigenhändiger Unterschrift der Deportierten. Dies vermochte die Angehörigen umso mehr zu beruhigen, als der Stempel der Karte lautete: ‹Am Waldsee›.›»

ImageKolumne Hans Ulrich Obrist: «Was niemals vergessen werden darf» – Die Erinnerungen des KZ-Überlebenden Carl Laszlo verdienen eine große Leserschaft.
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Ebenfalls am 04.12.2020 schrieb Alex Rühle in der «Süddeutsche Zeitung» im letzten Absatz seiner Rezension: «Gewidmet ist das Buch dem Berliner Arzt Benno Heller, der sich in Auschwitz wo er konnte für Mitgefangene einsetzte und dabei jedes mal sein Leben aufs Spiel setzte. ‹Er sprach nie von Moral, er berief sich nie auf Gott oder die Gerechtigkeit, sondern bekämpfte den Mord, so gut er konnte, mit einer Selbstverständlichkeit, wie man beim Tennisspielen die Bälle zurückschlägt.› Tennis in Auschwitz, Ferien am Waldsee, Mengele, der an der Rampe mit seinem Zeigefinger Tote von Weiterlebenden scheidet ‹wie ein Postbeamter seine Briefe sortiert› – hier spricht tatsächlich eine sehr eigene Stimme und man kann nur hoffen, dass sie gerade in ihrer merkwürdigen Eigenartigkeit diesmal wirklich hörbar wird.»

ImageAlex Rühle: «Wo man nicht schweigen darf»
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Bereits am 26.11.2020 schrieb Margarete Affenzeller in «Der Standard» im ersten Absatz: «Wie über den Holocaust schreiben? Die Beantwortung dieser Frage hat insbesondere einer nicht abgewartet, der selbst mehrere Konzentrationslager überlebt und bereits 1955 seine Erinnerungen publiziert hat: Carl Laszlo (1923–2013), ungarischer Jude aus der Nähe von Pécs, aus dessen Familie 53 Personen in Auschwitz ermordet wurden und der nach dem Krieg im Furor des Überlebens ein schillerndes Leben als Kunsthändler und Psychoanalytiker in der Schweiz begonnen hat. Das Echo auf sein bescheiden schmales Bändchen war damals, zehn Jahre nach dem Kriegsende, gleich null. 1955 blickte man lieber nicht zurück auf eine traumatisierende Vergangenheit. Auch ein zweiter Publikationsanlauf 1998 (im Doppelpack mit dem Memoirenband Der Weg nach Auschwitz) blieb resonanzlos. Jetzt aber will der Wiener DVB-Verlag den fiktionalisierten Erlebnisbericht dem Vergessen entreißen. Völlig zu Recht.»

ImageMargarete Affenzeller: «Das Überleben ein Leben lang feiern»
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Am 31.03.2021 schrieb Roman Bucheli in der «Neue Zürcher Zeitung» (NZZ) im ersten Absatz: «Er war ein begnadeter Exzentriker. Keiner der eitlen, dünkelhaften Sorte. Vielmehr ein Gaukler – und ein Seiltänzer, wie er sich manchmal nannte, einer, den das Leben das Fürchten gelehrt hatte bis zu dem Punkt, wo er nichts mehr zu fürchten brauchte. Carl Laszlo war ein Gezeichneter, und er wollte, dass jeder es sah. Aber er allein bestimmte, wie man ihn sehen sollte. Sein einstiger Lehrer, der grosse Leopold Szondi, Begründer der Schicksalsanalyse, fragte ihn einmal, warum er sich so auffällig kleide. Er glaube, gab Laszlo zur Antwort, er wolle in erster Linie sagen: ‹Ich bin da, sie haben mich nicht kaputtgemacht.›»

ImageRoman Bucheli: «Ich habe Hitler besiegt»
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Ebenfalls am 31.03.2021 reagierte Alexander von Schönburg in seiner BILD-Kolumne unter der Überschrift «Ruhm mit Verspätung» u.a. auch auf die Rezension von Roman Bucheli in der NZZ vom selben Tag:
ImageAlexander von Schönburg: «Ruhm mit Verspätung»
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Einige Tage zuvor, nämlich am 21.03.2021, publizierte Wolfgang Paterno im österreichischen «profil» seine Rezension unter der Überschrift «Asche atmen» über drei Seiten. An das Telefonat mit dem Autoren kann sich unser Redaktionsfotograf noch lebhaft erinnern:
ImageWolfgang Paterno: «Asche atmen»
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Im März 2021 wurde «Ferien am Waldsee» auch im ORF, in 3sat sowie im ZDF in der Sendung «kulturzeit» ausführlich besprochen:
Image3sat: «Ferien am Waldsee»
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In der Ausgabe 2/2021 des Magazins «Lesart» veröffentlichte Michael Rohrwasser seine Rezension unter der Überschrift «Aus der Hölle in die Bohème» auf einer Doppelseite:
Image«Aus der Hölle in die Bohème»
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Auf «Holocaustliteratur.de» schreibt Charlotte Kitzinger von der «Arbeitsstelle Holocaustliteratur» (JLU Gießen) im zweiten Absatz:

«Laszlo erzählt in zehn Kapiteln episodenhaft einzelne Begebenheiten oder Begegnungen in den Lagern. (…) In einem weiteren Kapitel erinnert sich der Ich-Erzähler an ein junges deutsches ‹Zigeunermädchen› in Auschwitz-Birkenau, das ihn, als er krank und geschwächt im Krankenbau liegt, mit zusätzlichen kleinen Brotrationen versorgt – sie arbeitet in der Küche des Krankenbaus – und ihm so das Leben rettet. Sie wird zusammen mit den übrigen Gefangenen des ‹Zigeunerlagers› in Auschwitz-Birkenau eines Tages vergast.»

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Bazon Brock bespricht auf seiner Website die Wiederholung des Radiobeitrags «Der Kunstsammler Carl Laszlo» mit Bezug auf «Ferien am Waldsee» am 21.06.2022 im ORF: «Der studierte Mediziner flüchtet sich nach der Befreiung nach Basel zu seiner Schwester, schreibt psychiatrische Aufsätze, Theaterstücke, verlegt eine Zeitschrift – verschuldet sich. Hans Arp hilft ihm aus der Patsche, überlässt ihm Bilder zum Verkauf und entzündet damit eine Besessenheit für die Kunst. Carl Laszlo erfindet sich neu, beginnt frühe Expressionisten, Jugendstil und Art Déco zu sammeln, gründet eine Galerie. Plötzlich Kunsthändler nutzt er das Trauma von Auschwitz zur eigenen Wiedergeburt. Er feiert rauschende Feste in seiner Villa am Sonnenweg. Stets eine Havanna zwischen den Fingern füttert Laszlo Generationen angehender Künstler mit Kaviar und Kokain. Er entdeckt die Beatniks und die Popart in New York, verliert sich im Rausch und kommt dafür, sechzigjährig, in Haft. Der gebürtige Ungar betrachtet alles mit jüdischem Humor, ist religiös, gebildet – Weltbürger. Nie ist die Kunst Investment, sondern stets reine Neugier. Weil die Villa vor Werken bald aus den Nähten platzt, mitbegründet er die «Art Basel» und gibt damit der Stadt, die ihn einst nur geduldet hat, etwas zurück. Doch bis zum Schluss bleibt diese ‹undurchdringbare Wand›, die ihn vom Rest der Menschen seit seiner Jugend trennte.»

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ImageAuktionskatalog Hampel Fine Arts Auctions: «Sammlung Carl Laszlo»
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Im Zuge seiner Recherchen über die inzwischen erfolgten Rezensionen mußte unser Redaktionsfotograf bedauerlicherweise auch feststellen, daß eines seiner Carl-Laszlo-Portraits vom Münchner «Auktionshaus Hampel» ungenehmigt, ohne Namensnennung, beschnitten, in schlechter Druckqualität und zudem ohne jegliche Honorarzahlung nicht nur im Auktionskatalog selbst, sondern auch über Jahre hinweg illegal im Internet genutzt wurde. Eine jeden Nutzer urheberrechtlich geschützter Werke verbindlich verpflichtende Recherche über den Rechteinhaber, die in diesem Falle auch für das besagte Auktionshaus noch recht bequem verlaufen wäre, weil zum Zeitpunkt der unerlaubten Bilderstnutzung im Jahre 2016 die Carl-Laszlo-Portraits unseres Redaktionsfotografen bei der Google-Suche auf den vordersten Plätzen gelistet waren, erfolgte offenbar nicht. Auf die nach Kenntnisnahme dieser widerrechtlichen Bildnutzung an das Auktionshaus gerichtete Aufforderung, ein entsprechendes markt- und branchenübliche Honorar zu entrichten, beauftragte es überraschenderweise einen seltsamen Rechtsanwalt, der sich zum einen im Rahmen eines unangekündigten Adhoc-Anrufes zu nachmittäglicher Zeit in mutmaßlich stark übermüdetem Zustand für eine Artikulationsmethode entschied, die zu der eines zur Hysterie neigenden Nachtclub-Türstehers durchaus gewisse Parallelen aufwies; und zum anderen kurze Zeit danach per Mail einen «Schriftsatz» übersandte, den selbst eine noch so unvollkommen arbeitende KI in puncto Rechtschreibung, Grammatik und inhaltlicher Bewertung des Sachverhaltes unter juristischen Gesichtspunkten sicherlich wesentlich professioneller auf die Beine gestellt hätte.

Die Auktion bei Hampel erfolgte im April 2016. Seinen viel beachteten Vortrag hielt unser Redaktionsfotograf auf der «QVED 2016» (Quo Vadis Editorial Design?) zum Thema «Corporate Photography Means Executives Look Good» nur zwei Monate zuvor im Februar 2016 in der «Alten Kongresshalle» in München. Es hätte sich mithin angeboten, für alle Beteiligten weiterführende Synergien zu schaffen. Aber wie das eben so ist: Mit Kulturgütern zu handeln, bedeutet eben nicht notwendigerweise selbst über Kultur zu verfügen. Die Sache ist erst Anfang nächsten Jahres verjährt. Bis dahin wird die Klage längst anhängig sein. Darauf zu verzichten, würde auch bedeuten, von Carl Laszlo nichts gelernt zu haben – und dieses Bild möchte ihm unser Redaktionsfotograf nun wirklich nicht zumuten müssen. Auch nicht postum.

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Im Gespräch: Andreas Baier und «Design made in Germany»

5 Sep

ImageAndreas Baier weiß: «Wenn man Dinge plant,
gehen sie garantiert schief».
Foto: Michael Eibes

Auf der diesjährigen QVED 2016 (Meerschweinchenreport berichtete) präsentierte unser Redaktionsfotograf Andreas Baier nicht nur einen Vortrag über seine Arbeit, sondern er unterhielt sich ebenfalls mit Viola von Zadow von «Design made in Germany». Zum Beispiel über Sir Ernest Henry Shackletons Polarexpedition, über Vitamin-B-Injektionen, über einen Ratschlag Gerhard Richters, warum einem etwas weniger Planung die selbstgesetzten Ziele entspannter und besser erreichen lassen – und, last but not least: warum das «Scheitern» als Karriereprinzip gnadenlos überschätzt wird.

Außerdem zeigt die zugehörige Bildstrecke Baier-Portraits von Hermann Nitsch, Michael und Helga Conrad, Klaus Staeck, Bazon Brock, Markus Lüpertz, Kasper König, Klaus Honnef, Carl Laszlo, Klaus Klemp und Hans Ulrich Obrist. Eine Digital-To-Go-Version der besagten Veröffentlichung ist hier erhältlich.

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Eva Beuys, Sie eingefleischte Kannibalismuskritikerin!

28 Jul

ImageHommage à Joseph Beuys
mit dem Titel: «Knäckebrot nach 48 Stunden morgens»
flashlight paintings by Andreas Baier

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Eigentlich dachten wir ja, Sie seien nach Ihrer Schlappe vor dem BGH und der aufmerksamen Lektüre unseres kleinen Besinnungsfotoaufsatzes bezogen auf die aktuelle Ausstellung im ZKM «Beuys Brock Vostell» – zumindest was Ihre legendäre Prozeßfreudigkeit angeht –, irgendwie etwas ruhiger geworden, aber mitnichten: «Man hat meinen Mann in der Öffentlichkeit lächerlich gemacht», so werden Sie wortwörtlich auf dem Portal von RP-Online zitiert.

Doch was war passiert? Ganz einfach: Die drei Künstler Andree Korpys, Dieter Schmal und Markus Löffler haben in einer künstlerischen Aktion im Düsseldorfer Museum Kunstpalast laut art – Das Kunstmagazin aus den über 30 Jahre alten Margarineresten einer der berühmten Fettecken Ihres Mannes Joseph mit einer Apothekerdestille erst 80-prozentigen Alkohol gebrannt und diesen dann zu etwa vier Litern 50-prozentigem Schnaps verdünnt – und sodann einen kleinen Teil davon sogar andächtig selbst verinnerlich, sprich: getrunken. «Der Geschmack», so einer der drei an dieser Aktion beteiligten künstlerischen Entscheidungsträger, «erinnere ein bißchen an Parmesan».

Die Vorgeschichte: Im Jahre 1982 bringt Joseph Beuys in seinem Atelier, Raum 3 der Düsseldorfer Kunstakademie, auf Bitten seines Schülers Johannes Stüttgen dort eine Fettecke an, die jedoch, wie das mit Beuys-Werken schon häufiger passiert ist, 1986 vom zuständigen Hausmeister als Müll erkannt und in dem aus seiner Sicht zuständigen Eimer entsorgt wird. Stüttgen rettet die Überreste und lagert sie im Keller seines heimischen Reiches. Außerdem erstreitet er vor Gericht einen Schadenersatz von DM 40.000,-, womit juristisch bereits geklärt sein dürfte, daß die hier gegenständlichen Beuyschen Fetteckenüberreste keinen Status mehr als Kunstwerk genießen und somit auch nicht den besonderen Schutz des Urheberschutzgesetzes.

ImageHommage à Joseph Beuys
mit dem Titel: «Knäckebrot nach 48 Stunden mittags»

Ihre freimütige Selbstauskunft klingt so: «Beim Anblick des Schnapsfläschleins, auf dessen Etikett der Name meines Mannes steht, ist mir der Scheck, quatsch, Shreck in die Glieder gefahren.» Really? Außerdem seyen Sie zutiefst aufgewühlt und legen, weil dem unvermeidlicherweise so zu sein hat, nochmals gehörig ein anständiges Schippchen Tobak obendrauf: «Das ist der Akt des Kannibalismus, der nicht zu Beuys und seine Kunstauffassung paßt. Niemand hat bis heute die Fettecke meines Mannes verstanden».

Puh, mit dieser unzutreffenden Analogie haben Sie sich tief in die Ackerfurchen eines ganz besonderen und hoch deliziös-religiösen Disputes katapultiert, den schon die Sponti-Fraktion der 68er-Bewegung spaßeshalber gerne mit kirchlichen Traditionalisten führte: «Erfüllt der Verzehr einer gewandelten Hostie den Tatbestand des Kannibalismus?

Um diesem Gedankengang jedoch mit einiger Berechtigung Gehör verschaffen zu können, ist es zwingend erforderlich, daß ein – wie auch immer zubereiteter – menschlicher Körper zum Verzehr zur Disposition steht. Also: Jesus, ein Mensch aus Fleisch und Blut, verstirbt, fährt auf in den Himmel und seine Jünger sowie etwas später alle sich dem christlichen Glauben Zugetane verzehren kleine Brotstücken, denen zuvor ein katholischer Geistlicher eingeredet hat, in aller Tatsächlichkeit das Fleisch Christi zu sein.

So ißt die Grundlage, um überhaupt von Kannibalismus reden zu können, wir wiederholen uns: menschliches Fleisch und Blut. Und nicht etwa ranzige Margarinereste. Denn im logischen Umkehrschluß behaupten Sie mit Ihrem Kannibalismus-Margarine-zu-Schnaps-Vergleich nichts anderes, als daß Ihr verstorbener Mann Joseph zu Lebzeiten aus nichts anderem bestanden habe, als aus Margarine, dessen Verfallsdatum schon lange hinüber war. Und so erklärte Ihnen Museumschef Beat Wismer konsequenterweise und der Logik folgend am Telefon: «Wir haben die Reste einer zerstörten Fettecke von Beuys destilliert. Wir haben keinen Beuys destilliert.» Oder, um extra für Sie und zu Ihrem besseren Verständnis ein weiteres Beispiel zu bemühen: Angenommen eine Gruppe geistig zart überspannter Pilgerer schickte sich an, gemeinsam das weltberühmte Leichentuch von Turin zu verspeisen, so wäre dieser Vorgang möglicherweise als Gotteslästerung, Reliquienschändung oder ganz schlicht als Sachbeschädigung zu werten, keinesfalls jedoch – und da sind auch wir uns als Nichtjuristen ziemlich sicher – wäre durch den Stofftuchverzehr der Tatbestand des Kannibalismus erfüllt. Und auch dann nicht, wäre das Turiner Leichentuch zuvor destilliert worden, um in den zusätzlichen Genuß eines leichten Parmesangeschmacks zu kommen. Ganz bestimmt nicht.

ImageHommage à Joseph Beuys
mit dem Titel: «Knäckebrot nach 48 Stunden abends»

Worauf Sie natürlich hinauswollen, daß ist die Gleichsetzung Ihres toten Mannes mit Gott – schon klar. Aber Sie sollten das unseres Erachtens nicht zu laut sagen, denn andernfalls könnte man möglicherweise zu dem Schluß kommen, daß Sie, nun ja, vielleicht ein bißchen verrückt sind. Wir können uns nicht vorstellen, daß Sie das allen Ernstes wollen.

Apropos Gott und Definition: Auf Bazon Brocks Denkerei-Startseite ist ein Foto zu sehen, das auf einer der Denkerei-Fensterscheiben eine Formel nach Friedrich Schlegel präsentiert und die sich mit dem «poetischen Ideal, mit Gott sowie mit einem Term beschäftigt, der im wesentlichen auf der mathematisch unzulässigen Teilung durch Null basiert» auseinandersetzt. Zur Erläuterung heißt es dort begleitend: «Formel für das poetische Ideal nach Friedrich Schlegel • 1/0 steht für ‹unendlich groß›; F=Fantastik, S=Sentimentalität und M=Mimik. Gestaltung: Adler & Schmit, Berlin 2011». Und falls Sie tatsächlich unserer Empfehlung folgen sollten, sich etwas näher mit dieser Formel auseinanderzusetzen, so halten wir den Besuch der Seiten Der mathematische Sinn der Null sowie Stupedia mit dem Artikel Durch 0 teilen ebenfalls für ratsam. Jedenfalls würden Sie sich damit etwas Abwechslung verschaffen, ohne sich zu sehr vom Thema zu entfernen, denn auf der Stupedia-Seite heißt es u.a.: «Physiker sind bekanntermaßen etwas eigen. So ist das ‹Durch Null teilen› in der Physik seit Langem ein beliebter Weg, um das Unendliche zu beschreiben. Der den Physikern feindlich gesinnte Stamm der Mathematiker verklagte somit die Physiker und forderte ein striktes Verbot des ‹durch Null teilens›. Derzeit ist ein Ergebnis der im Geheimen verlaufenden Verhandlungen noch nicht abzusehen.»

Abschließend zitieren wir abermals aus RP-Online: «Als der Direktor des Museum Kunstpalast, Beat Wismer, vor Monaten bei Johannes Stüttgen anfragte, ob er das Fett für eine alchemistische Aktion hergeben würde, tat er dies. Zu den Künstlern, die im Verlaufe einer Performance die Reste zu Schnaps destillieren und in ein Glas mit Etikett füllen wollten, hatte er Vertrauen gefasst. ‹Die Umwandlung in einen anderen, befreiteren Aggregatzustand stand jetzt in Aussicht›, sagt Stüttgen und nennt den Vorgang einen ‹Fingerzeig des Himmels›. Er würde sich freuen, wenn die Idee der sozialen Plastik von Beuys durch eine solche Aktion wieder zum Tragen käme. Etwas schon einmal Zerstörtes, das er aus einem Putzeimer in der Akademie geborgen hatte, sagt Stüttgen, würde aus seinem ‹würdelosen Zustand befreit und macht mit Blick auf Beuys Sinn›.»

ImageHommage à Joseph Beuys
mit dem Titel: «Knäckebrot nach 48 Stunden nachts»

Well, sicherheitshalber geben wir Ihnen noch diesen Link zur STIFTUNG |7|0|0|0 EICHEN an die Hand. Dort erfahren Sie alles über eine ganz bestimmte Joseph-Beuys-Performance während dieser Ihr ehemaliger Göttergatte eine massivgoldene Replik der Zarenkrone Iwans des Schrecklichen öffentlich einschmolz und in einen Friedenshasen umwandelte. Wir zitieren: «Beuys hatte die Grundprinzipien seiner ‹Theorie der PLASTIK›, bezogen auf die drei Aspekte ‹Chaos – Bewegung – Form› (die schon bei Paracelsus als ‹sulphur – mercurius – sal› auftreten), diesmal nicht am Fett, sondern am Gold vorgeführt; herausgekommen war der Hase, das Tier, das er Zeit seiner Aktionen immer wieder als Zeichen der Liebesverbindung von Himmel und Erde, der Beweglichkeit und des Friedens, sowie des Zusammenhangs von Ost und West (EURASIA) eingesetzt hatte. Und aus dem noch restlichen Gold goß er eine kleine Sonnenkugel.»

Und mit Bezug auch auf Hochprozentiges wird Joseph Beuys wie folgt zitiert: «Es kommt alles auf den Wärmecharakter im Denken an. Das ist die neue Qualität des Willens

Mit Rechtsanwalt Prof. Dr. Peter Raue haben Sie einen Top-Mann zur Wahrung Ihrer rechtlichen Interessen beauftragt – und das ist sehr gut so. Schließlich ist er nicht nur ein erstklassiger Jurist, er bringt dank seines ausgeprägten Kunstsachverstandes zudem jenes zwingend notwendige Wissen mit, daß neben der Erörterung formaler juristischer Fragestellungen auch dabei behilflich sein wird, einen Weg zu finden, den künstlerischen Intentionen und dem Werk Ihres Mannes nach allen Richtungen hin gerecht zu werden.

Sehr verehrte Eva Beuys, es liegt uns fern, Sie abzukanzeln oder uns über Sie lustig zu machen. Es ist nur so, daß, wenn Sie so weitermachen, niemand mehr etwas mit Ihnen und dem Werk Ihres Mannes zu tun haben wollen wird. Oder heißt es «… wird zu tun haben wollen?» Oder gar: «… zu tun haben wird wollen?» Sie sind doch Lehrerin, helfen Sie uns bitte!

Mit freundlichen Grüßen
Ihre Meerschweinchenreportredaktion

***UPDATE – 1. August 2014***

Wie das Fakten-Magazin Focus berichtet, wurde vor wenigen Stunden zwischen beiden Parteien eine außergerichtliche Einigung erzielt: «Beide Seiten vereinbarten eine Änderung der Angaben auf dem Etikett der Schnapsflasche: Statt ‹Joseph Beuys, Reste einer staatlich zerstörten Fettecke› soll hier nun stehen: ‹Geist. Reste der zerstörten Fettecke von Joseph Beuys (1982, Raum 3, Staatliche Kunstakademie Düsseldorf. Edition 1-16, Korpys/Löffler/Schmal 2014, 50 % Vol)›.» Na bitte, es geht doch!

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ZKM: «Beuys Brock Vostell»

28 Jun

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«Dampfender Eiscafé mit zart angedeutetem Bärchengesicht auf der Crema». Dies ist keine künstlerische Arbeit der drei rubrizierten Herren sondern ein schickes Schmuckbildchen, welches auf den besonders schmackhaften Kaffee des ZKM-Cafés verweisen möchte.

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Zensur? Ja! Sogar Selbstzensur? Sogar sehr: Ja! Und der Grund hierfür trägt auch einen Namen: Eva Beuys. Es kann mit einiger Berechtigung durchaus angenommen werden, daß der Eröffnungsbesucher, rechts im Bild, mittels Gebärdensprache bemüht ist, sich mit seinem Kommunikationspartner über die Größe sowie die Art und Beschaffenheit der legendären «Holzpostkarte» von Joseph Beuys auszutauschen. Die Gefahr, daß bei der visuellen Übermittlung der formalen Feindaten ein Fehler unterlaufen sein könnte und somit Eva Beuys darin wegen ungenau wiedergegebener Größenverhältnisse eine eklatante und keineswegs hinzunehmende Urheberrechtsverletzung am Werk ihres verstorbenen Mannes Joseph erkennen könnte, ist zu groß, um die von uns Abgebildeten einem solchen Prozeßrisiko grob fahrlässig auszusetzen. Wir bitten unsere Leserinnen und Leser höflich um Verständnis!

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Das Beuys-Werk «Dreifaltigkeitsübung: Reden – Hören – Sagen» dürfen wir hingegen gefahrlos zeigen, weil es sich glücklicherweise dann doch nicht um ein Beuys-Werk handelt.

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Auf diesem Foto könnte Eva Beuys im dominierenden Bildvordergrund den leicht unscharf abgebildeten Geist Hannah Arendts erkennen, der nach Ansicht der Künstler-Witwe im Werk ihres verstorbenen Mannes möglicherweise so rein gar nichts verloren oder gar zu suchen habe, weshalb wir vorsorglich den im rechten Teil der Aufnahme abgebildeten Kunstsammler und zugleich Leihgeber sicherheitshalber wegzensiert haben.

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Auch ist es nicht restlos auszuschließen, daß sich gemäß der Beuys-Doktrin «Jeder Mensch ist ein Künstler» die Künstler-Witwe Eva Beuys selbst zur Künstlerin erklärt und auch, daß expresis verbis alle Besucherinnen und Besucher, die sich hic et nunc gemeinsam mit ihr im ZKM-Atrium aufhalten, aus diesem Grunde und ganz automatisch zu einem festen Bestandteil eines künstlerischen Adhoc-Happenings geworden sind, weshalb Eva Beuys sämtliche hieraus resultierenden Verwertungs- und Urheberrechte für sich reklamieren und gegebenenfalls prozessual durchsetzen könnte.

Deshalb haben wir nicht nur sämtliche Personen auf vorstehenden Fotos unkenntlich gemacht sondern insbesondere darauf verzichtet, mittels Übersichtsaufnahmen die tatsächliche Füllmenge an Eröffnungsbesuchern zu dokumentieren, um ihnen pauschal jegliches eventuell entstehende Risiko, von Eva Beuys auf was auch immer verklagt zu werden, zu ersparen. Unserer Beobachtung und Schätzung folgend, dürften es zur Eröffnung gefühlte und wohl auch tatsächliche 500 bis 600 Besucher gewesen sein.

Alle nachfolgenden Bilder können und wollen wir jedoch unzensiert zeigen, weshalb wir für nicht eben wenig Geld diese Aufnahmen von der international anerkannten Geistheilerin Gesine Gürtelfräckler digital haben entbeuysifizieren lassen.

Und bevor unser eigentlicher kleiner «Beuys Brock Vostell»-Bericht startet, möchten wir noch einen uns in diesem Zusammenhang quälenden Gedankengang loswerden: So wie man den alljährlich wiederkehrenden Konsum sieben- bis neunstündigen intergalaktischen Kampfgejaules auf dem Bayreuther Festspielhügel unseres Erachtens als nichts anderes als eine besonders seltsame Form von gesellschaftlicher Mutprobe einstufen muß; so wie die in die Filmgeschichte eingegangene zwanghafte Zusammenarbeit zwischen Werner Herzog und Klaus Kinski durchaus auch als eine Art Kräftemessen zweier qualitätsvernarrter Egomanen zu bezeichnen ist, so sehr fragen wir uns, ob das Planen nebst der Durchführung einer Ausstellung, die Werke von Eva, quatsch, Joseph Beuys beinhaltet, und durch das damit zwingend verbundene und stets klagefreudig über der ganzen Veranstaltung drohend baumelnde Damoklesschwert, das auf den Namen «Einstweilige Verfügung» hört, den verantwortlichen Kuratoren nicht ebenfalls jenen Kick verschafft, der Bergsteiger ereilt, wenn sie erfolgreich einen Achttausender ohne Sauerstoffmaske erklommen haben?

Auf jeden Fall kann das Lob an die Ausstellungsmacher, die sich trotz vorstehend grob skizzierter Widrigkeiten nicht davon haben abschrecken lassen, diese richtige, wichtige, großartige und längst überfällige Ausstellung auf die Beine zu stellen, gar nicht groß genug sein.

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Der Leiter «ZKM | Museum für Neue Kunst», Andreas Beitin, eröffnete den Redereigen im akustischen Retro-Look: Gefühlte und wohl auch tatsächliche 250 bis 300 Verantwortliche, die in irgendeiner Weise und Form am Zustandekommen der Ausstellung beteiligt waren, wurden namentlich einzeln genannt und gewürdigt. Großes Kino!

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Der Übersichtsplan zur Ausstellung «Beuys Brock Vostell», für dessen architektonisches Erscheinungsbild das Architekturbüro «Holzer Kobler Architekturen» verantwortlich zeichnet. Da sich das ZKM auch und gerade um die interaktiven Aspekte des Lebens und in der Kunst kümmert, also um jene Merkmale, die mit den Besuchern des ZKM ab dem Betreten des Gebäudes visuell kommunizieren, ist es nicht verwunderlich, daß bereits der bloße Anblick dieses Übersichtsplans bei unseren Redaktionsmitgliedern starke Erinnerungen an das gute, alte Asteroids-Computerspiel hervorruft.

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Die Fachbereichsleiterin Bildende Kunst der Kunststiftung NRW, Dr. Barbara Könches, erklärte die fraglos besondere Förderungswürdigkeit der Ausstellung «Beuys Brock Vostell».

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Hier entstand ein Bazon Brock to go. Vielleicht sogar als App?

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Barbara Holzer (Architekturbüro «Holzer Kobler Architekturen») wurde nach der Eröffnung zu der gelungenen Gestaltung des Ausstellungsraumes beglückwünscht.

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Prof. Bazon Brock, (Fluxuskünstler, Ästhetikprofessor sowie Direktor des Himmels) hielt eine faszinierende, frei vorgetragene, großartige und zudem druckreife Rede, die ihm das Publikum konsequenterweise mit stehenden Ovationen quittierte.

Einer der Punkte in seinen Ausführungen betrafen die Aspekte der unbedingten Freiheit des Künstlers. Diese eigentlich selbstverständliche Position kann gerade in Bezug auf das Werk und Wirken Joseph Beuys’ jedoch gar nicht oft genug repetiert werden. Nehmen wir beispielsweise die Beuys-Schilderung, mit der er versuchte, seinen Drang und Hang zur Verwendung von Fett und Filz als Arbeitsmaterialien zu erklären: Er sei während des zweiten Weltkrieges über Russland abgeschossen worden. Krim-Tataren hätten ihn gefunden und zum Schutz vor der entsetzlichen Kälte mit Fett eingerieben und in Filzdecken gehüllt. Das habe ihm das Leben gerettet.

Nicht schlecht! Und, wie wir spätestens seit Veröffentlichung der Beuys-Biografie von HP Riegel im aufbau-Verlag wissen: frei erfunden. Aber das ist vollkommen in Ordnung, denn freie Künstler sind keine Organe der Rechtspflege. Es geht nicht, einerseits Antoine de Saint-Exupérys kleinem Prinzen die Schaffung einer eigenen Traumwelt zuzugestehen, andererseits dieses Recht einem Joseph Beuys oder welchem Künstler auch immer abzusprechen.

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Die künstlerische Leiterin des «Consorcio Museo Vostell Malpartida» Mercedes Guardado Vostell war mit der Laudatio auf das Werk ihres verstorbenen Mannes Wolf Vostell zufrieden.

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(V.l.n.r.): Marina Sawall, Monika Hoffman-Brock and Corry Müller-Vivil.

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Intellektuelles Fingerhakeln mit Bazon Brock.

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Hier war selbst Gesine Gürtelfräckler machtlos: Werner Schmalenbach gewährt seinem digitalen Notizbuch Kraft entschlossenen Fingerkuppendrucks ausnahmsweise ein Autogramm. Da jedoch das Verhältnis zwischen Joseph Beuys, Werner Schmalenbach und nicht zuletzt auch zu Johannes Rau nicht immer zwingend als harmonisch zu bezeichnen war, könnte die Beuys-Witwe eventuell auch hier gesteigerten Klagebedarf sehen, weshalb wir dieses Foto vorsorglich und in einem (fast) unerklärlichen Anfall von vorauseilendem Gehorsam ergebnisorientiert zensiert haben.

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Chairman and CEO of the ZKM, Prof. Dr. h.c. Peter Weibel and Corry Müller-Vivil honouring Duane Michals’ «Self Portrait Shaking Hands With My Father» from 1973.

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Ein Blick in die Ausstellung.

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Ein Blick in die Vitrine.

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Da wir es in diesem Kontext ohnehin nicht lassen können: Unser Redaktionsfotograf schwört Stein und Bein, daß er weder kurz vor noch kurz nach dieser Aufnahme irgendetwas von einer Gliedmaße bemerkt haben will, die «da so komisch im Bild rumhängt». Schlußfolgerlich kann es sich eigentlich nur um den verlängerten Arm von Künstlergottvater Joseph Beuys höchstrichterlichselbst handeln, der urplötzlich in Erscheinung trat, um uns allen über diese happeningeske Momentaufnahme unmißverständlich zu verstehen zu geben: «Dieses Bild da! Ja, genau das da! Sofort abhängen!» Restlos auszuschließen ist das jedenfalls nicht.

***Über den Autoren***

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Andreas Baier wurde direkt in die Kunstszene hineingeboren. Seine Eltern publizierten Anfang der 1960er Jahre die Zeitschrift «KUNST», für dessen grafisches Erscheinungsbild Wolfgang Schmidt verantwortlich war. In dieser Zeit war «KUNST» IVW-geprüft die größte Zeitschrift für zeitgenössische Kunst im deutschsprachigen Raum. Ab 1970 wurde sie in «MagazinKUNST» umbenannt. Der an ihre Galerie angeschlossene Grafikkreis brachte jeden Monat limitierte Editionen bekannter Künstler heraus. Vorstehend abgebildetes Titelbild befindet sich auch in der Tate Collection.

Nachfolgend ein Bericht über Wolf Vostell aus dem Jahre 1966 in «KUNST».

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Bazon Brock: «Direktor des Himmels»

22 Jan

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Website Bazon Brock.

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