Selbstliebe

Heut bin ich echt schlecht drauf, obwohl sich die Sonne Vormittag durch den Nebel gekämpft hat und es ein strahlend schöner Frühlingstag geworden ist.

Habe eine furchtbare Laune und will aber nicht jammern. Sind die Hormone schuld? Keine Ahnung… jammern und Selbstmitleid sind im Grunde schrecklich. (Wir Deutschen jammern eh viel zu viel).

Kennt das außer mir noch jemand, dass man sich von Zeit zu Zeit schmerzhaft bewusst wird, wie durchschnittlich, banal, mittelmäßig und im Grunde unbedeutend man selber bzw. das eigene Leben ist?

Wie gesagt, ich will nicht herumjammern und kein Mitleid erregen bzw. auch nicht um aufmunternde Worte „betteln“.

Ich frage mich einfach, wäre das der Umkehrschluss:

Selbstliebe bedeutet die eigene Durchschnittlichkeit und Unbedeutendheit ohne Selbstmitleid zu akzeptieren.

???

Der Gartentroll

Hyanzinth und Krokusbecher
Haselbirne, Erdumstecher

Tulpenglocke, Märzenschuft
Grüner Troll in Gärtnerskluft

Sonnenschieber, Wolkenstrahl
Felsenzweige überall

Hüte dich vor manchem Wicht,
der dein Blumenbeet umsticht!

Auch die langen Tulpenstängel
kennen längst den wüsten Bengel

Stängel zittern, Erde bebt
Nur die holde Elfe schwebt

Hebt die zarte Hand zum Schutz
und schickt Troll zum Frühjahrsputz

 

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Suppenküche interviewt die Zeit

S: „Lieber Herr Tempus, herzlich willkommen in meiner Suppenküche! Schön, dass Sie heute die  – ääääh –  Zeit für ein Interview gefunden haben! Ich freue mich sehr, ein Gespräch mit so einem berühmten – äääääääh –  Zeitgenossen führen zu können. Soviel ich weiß, sind Sie ja meist auf der Flucht „Tempus fugit“ oder wie sehen Sie das selbst?“

H.T.:  „Ach wissen Sie, Frau Suppenküche, ich mag ein guter Arzt, aber schlechter Kosmetiker sein.“

S: „Ah ja. Man sagt Ihnen ja nach, Sie seien Geld. Können Sie uns dazu mehr verraten?“

H.T.:  „Zinsspanne ist jene feine Differenz, die Bankiers zu allen Zeiten ein sorgenfreies Leben garantierte.“

S (nickt zustimmend): „In der vergangenen Nacht haben wir Sie ja wieder umgestellt. Wie kommen Sie ganz persönlich damit zurecht?“

H.T.:  „Alles ist sich gleich, ein jeder Teil repräsentiert das Ganze. Ich habe zuweilen mein ganzes Leben in einer Stunde gesehen.“

S: „Sehr tiefsinnig, Herr Tempus. Kommen wir doch einmal auf das unliebsame Thema der „Zeitdiebe“ zu sprechen.“

H.T. (etwas ungehalten): „Sie meinen die „Grauen Herren“? Da möchte ich Sie bitten, sich persönlich an Momo zu wenden. Ich spreche sehr ungern darüber.“

S: „Lieber Herr Tempus, ich danke Ihnen für diese aufschlussreichen Worte und wünsche Ihnen eine gute – ääääh – alles Gute für die Zukunft!“

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Frau Suppenküche in derselbigen

Hohe Berge

Obwohl ich eigentlich nicht so gern backe (wenn ich muss), backe ich in letzter Zeit relativ häufig.
Momentan meistens Muffins, nach verschiedenen Rezepten. Die Marillen-Muffins nach dem Rezept von der Senta, also der Senta Berger, sind übrigens nix, aber das erzähl‘ ich vielleicht ein andermal.

Heute also ein Versuch mit Grieß. Das ergab ziemlich hohe Berge (Grieß-Schoko-Bananen-Muffins):

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Plötzlich waren sie eingeschneit:

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Netterweise kam dann meine alte Bekannte Frl. Menke zum Kaffee, wir quatschten etwas über die 80er und trällerten fröhlich gemeinsam:

 

P.S. Frl. Menke, die natürlich noch Fräulein ist, zog extra ihr Dirndl an. Ich hab‘ immer noch keins. 😉
Nostalgische Grüße aus der Suppenküche 🙂

Gartenhochzeit

Mein Garten feiert Hochzeit und deshalb findet man nach alter Tradition…

… etwas Neues:

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… etwas Altes:

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… etwas Geliehenes:

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und etwas Blaues:

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Wahrheit

Meine Wahrheit unterscheidet sich von deiner Wahrheit.

Deine Wahrheit schmerzt mich

und ich füge dir Schmerzen mit meiner zu.

Wenn es verletzt, ist es keine Liebe, heißt es.

Ich möchte dir nicht wehtun

und ich möchte auch nicht, dass du mir weh tust.

Ich habe dir meine Wahrheit ins Gesicht geschrien,

weil ich verzweifelt bin und das Gefühl habe,

nicht gehört zu werden.

Dafür möchte ich um Verzeihung bitten.

Im Namen der Liebe lasse ich deine Wahrheit bei dir

und meine bei mir.

Ich möchte dich mit dem Herzen sehen,

doch manchmal versperren mir

hässliche Bilder die Sicht.

.

Von ganzem Herzen wünsche ich mir,

– wenn auch du es willst –

dass wir diese Hürde überwinden

und danach auf einer sonnigen Wiese ausruhen.

 

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„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“  (Der Kleine Prinz, Antoine de Saint- Exupéry… oft zitiert, aber einfach und wahr)

Veilchen vs. Rose

Fragt das Veilchen ungeniert,

warum die Rose sich so ziert.

Ihr hundsgemeiner Duft

taugt nur als Hofstaat

und verpufft

vor soviel Glanz und Gloria.

Arme Viola canina!

 

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P.S. Ich liebe Veilchen und ihren Duft und ich freue mich über jedes einzelne, das im Garten wächst.

Die Suppenköchin wünscht eine frühlingshaft-duftige Woche!

🙂

 

Vroni, ach Vroni oder Liebe macht blind

Liebe Vroni,

Liebe ist schön. Aber Dein Carsten wird vermutlich an Deiner Seite nicht zum Paulus, nur weil Du ihn liebst. Das glauben Frauen nämlich nur.

Das ist ungefähr so als würde die sizilianische Ehefrau eines Mafiabosses öffentlich seine Herzensgüte preisen, aber ich mag mich ja durchaus täuschen.

Herzliche Grüße aus der Suppenküche

P.S. Mein Typ ist es ja gar nicht, da liegt mir der Helmut schon viel mehr. Servus.