Eine Flottenparade im Jahr 1937 und ein nicht mehr ganz nüchterner BBC-Kommentator

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Die HMS Admiral Nelson, von wo aus die BBC über die Flottenparade berichtete.
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Am 20. Mai 1937 fand am Spithead vor der Küste von Portsmouth in Hampshire eine Flottenparade anlässlich der Krönung von George VI. statt, wobei sich eine große Zahl von Kriegsschiffen zusammenfand. Es war besonders beeindruckend als am Abend die Schiffe alle illuminiert waren. Anwesend war auch das Schlachtschiff HMS Admiral Nelson, von wo aus die BBC für ihr Rundfunkprogramm die Parade übertrug. Kommentator war Thomas Borries Ralph Woodrooffe (1899-1978), ein Marineoffizier, der auf diesem Schiff gedient hatte und sich mit der Materie gut auskannte. 1933 hatte er die Marine verlassen und arbeitete fortan für die BBC.

Bevor sich Mr Woodrooffe ans Mikrofon setzte, um den Hörern im ganzen Land von dem Spektakel zu berichten, hatte er sich mit einigen Freunden an Bord ein paar Drinks gegönnt, die ihm stärker als erwartet in den Kopf gestiegen waren, so dass er bei der Live-Reportage nicht mehr nüchtern war. Immer wieder und mit steigender Begeisterung äußerte er die Worte „The Fleet’s lit up„, und es war deutlich zu merken, dass er nicht mehr ganz Herr seiner Zunge war. Die Verantwortlichen der BBC griffen ein und nahmen ihn nach wenigen Minuten vom Sender, was sie mit „technischen Problemen“ begründeten. Sir John Reith, der damalige BBC-Boss suspendierte Thomas Woodrooffe nach diesem peinlichen Eklat für eine Woche. Der Spruch „The Fleet’s lit up“ hatte aber Bestand und sollte noch Jahre später für Heiterkeit sorgen.

1938 hatte ein Musical im Londoner Hippodrome Uraufführung, das diesen Titel trug, komponiert von Vivian John Herman Ellis (1903-1996), das 191 Aufführungen erlebte. 1940 schrieb Hubert Gregg den Song „I’m Going To Get Lit Up (When The Lights Go Up In London)„, der sich in der Wortwahl auf Thomas Woodrooffes inzwischen berühmt gewordenen Satz bezog.

Die Londoner Band Public Service Broadcasting unterlegte ihren 2013 veröffentlichten Song „Lit Up“ mit dem Originalkommentar Woodrooffes aus dem Jahr 1937.

Published in: on 30. Juni 2025 at 02:00  Comments (2)  

George Cowling (1920-2009) – Der erste „weatherman“ des britischen Fernsehens

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Es geht auch ohne den Fernsehwetterbericht…
Photo: cosmik.debris.
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Es war der 11. Januar 1954 um 19.55 Uhr als die BBC eine Neuerung im britischen Fernsehen einführte: Der tägliche Wetterbericht wurde von nun an von einem Mann vor laufender Kamera abgegeben. George Cowling (1920-2009) war der erste „weatherman“, dem noch viele weitere folgen sollten. Es dauerte noch bis zum Jahr 1974, als auch eine Frau für die BBC das Wetter für den nächsten Tag präsentierte, es war Barbara Edwards.

George Cowling war sein ganzes Leben lang mit dem Thema Wetter beschäftigt. Im Zweiten Weltkrieg arbeitete er für die Royal Air Force, nach dem Krieg schloss er sich dem London Weather Centre an und begann dann in den Londoner Lime Grove Studios in Shepherd’s Bush für die BBC den täglichen Wetterbericht zu präsentieren, im Wechsel mit einem anderen Meteorologen, Tom Clifton. Sehr lange blieb John Cowling aber nicht bei der BBC; 1957 verließ er den Sender und wechselte erneut zur Royal Air Force, wo er als Meteorologe für die RAF Bomber Command arbeitete, unter anderem auch in Deutschland. Seine weiteren Stationen waren das Met Office College, wo er als Lehrer tätig war, der Flughafen London Heathrow, und nach seiner Pensionierung im Jahr 1981 arbeitete er als Berater für das Schiffbauunternehmen Noble Denton. Am Heiligen Abend des Jahres 2009 starb George Cowling im Alter von 89 Jahren.

In diesem Film, anlässlich des 25-jährigen Bestehens der BBC-TV-Wetterberichte, ist George Cowling zusammen mit seinen Nachfolgern zu sehen.

Heute gibt es einige Fernsehsender in der Welt, die ihre Wetterberichte nicht mehr so staubtrocken darbieten wollen und haben dafür sehr attraktive junge Damen engagiert, die als „weather girls“ vor der Kamera stehen, wie dieser Film zeigt.

Published in: on 29. Juni 2025 at 02:00  Kommentar verfassen  

John Gilroy (1898-1985) und seine originellen Werbekampagnen für die Guinness-Brauerei

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Photo © Albert Bridge (cc-by-sa/2.0)

Die weltberühmte irische Guinness-Brauerei erachtete es 170 Jahre lang nicht für nötig, für ihre Produkte zu werben. Die Qualität ihrer Biere spricht für sich, so die Meinung der Eigentümer. Doch im Jahr 1929 wollte man dann doch in die Werbung einsteigen, wobei hohe Ansprüche an die Qualität gestellt wurden. Der noch heute gültige Werbespruch „Guinness is Good for You“ entstand, und die Firma engagierte die Londoner Werbeagentur S.H. Benson und den aus Northumberland stammenden Künstler und Illustrator John Gilroy (1898-1985), um eine Werbekampagne zu entwickeln. Von den 1930er bis zu den 1960er Jahren prägte John Gilroy mit seinen lustigen Werbeplakaten das Image der Brauerei. Bei einem Zirkusbesuch kam ihm die Idee, Tiere für die Kampagne zu verwenden; besonders der Dressurakt der Seelöwen, die Gegenstände auf ihren Schnauzen balancieren konnten, hatte es ihm angetan. Eines seiner Guinness-Plakate zeigte dann auch einen Seelöwen, der seinem Wärter zu entfliehen versucht und dabei ein Glas Guinness auf der Schnauze balanciert; ein neuer Werbespruch war geboren „My Goodness My Guinness„.

Aber noch viel erfolgreicher war ein anderes Tier, das zahllose Guinness-Plakate zierte: Der Tukan. Diese Vögel mit dem riesigen Schnabel kommen in Süd- und Mittelamerika vor und eignen sich hervorragend dazu, auf diesen Schnäbeln Biergläser zu transportieren. Später erschienen diese Tiere auch in TV-Werbespots wie zum Beispiel in diesem und in diesem aus dem Jahr 1981. Auch Zoowärter waren auf den Plakaten und den Werbespots häufig zu sehen wie beispielsweise dieser TV-Spot zeigt. Eine weitere Werbekampagne lief unter dem Motto „Guinness For Strength“ und zeigte zum Beispiel einen Mann, der spielend leicht einen Eisenträger auf dem Kopf transportiert oder zwei baumstammfällende Arbeiter.

Eine Zeit lang arbeitete John Gilroy mit der berühmten Autorin von Kriminalromanen Dorothy Sayers zusammen, die offensichtlich ebenfalls Spass daran hatte, lustige Werbekampagnen zu initiieren. Sie arbeitete für dieselbe Werbeagentur wie Gilroy, bevor sie sich auf das Schreiben von Kriminalromanen verlegte.

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Der Ribs of Beef Pub in Norwich in Norfolk.
Photo © Evelyn Simak (cc-by-sa/2.0)

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Photo © P L Chadwick (cc-by-sa/2.0)

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Photo: foshie.
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Published in: on 28. Juni 2025 at 02:00  Kommentar verfassen  

Der Oxford Covered Market – Magnet für Touristen und Einheimische

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Photo © Roger Templeman (cc-by-sa/2.0)

Es macht immer wieder Spaß, in der Universitätsstadt Oxford dem Covered Market einen Besuch abzustatten. Seit mehr als 250 Jahren steht mitten in der Stadt dieses von dem Architekten John Gwynn entworfene Gebäude, das täglich geöffnet ist; montags bis freitags ab 8 Uhr, samstags und sonntags ab 10 Uhr.

Ähnlich der Budapester Markthalle, die in meiner Erinnerung etwas großzügiger geschnitten ist und breitere Gänge hat, dient die Markthalle in Oxford hauptsächlich zur Versorgung der Bewohner mit frischen Lebensmitteln.

Neben Ständen mit Obst und Gemüse, Backwaren, Fisch, Fleisch und Geflügel finden sich mehrere Imbissstände wie Brown’s Café, die Sushi Bowl oder Pieminister, wo man „pies with mash and gravy“ bekommt.

Man erhält im Covered Market aber auch zahlreiche andere Dinge wie Textilien (The Woolhound), Schmuck (John Gowing Jewellers), Blumen (Jemini Flowers) oder Schuhe (The Oxford Cobbler). Gulp Fiction ist ein Indie Buchladen mit angeschlossener Bar. Was ich leider bei meinem letzten Besuch nicht mehr gefunden habe, war der Second Hand-Buchladen, der früher über eine riesige Auswahl gebrauchter Bücher verfügte. Weiterhin kann man sich im Covered Market die Haare schneiden lassen (Oxford Market Barbers), Souvenirs kaufen (Oxford Souvenirs) und ein Eis essen (iScream).

Der Oxford Covered Market ist hauptsächlich von der High Street und der Market Street zugänglich. Hier ist ein Rundgang durch den Markt zu sehen.

Oxford Covered Market
Market Street
Oxford OX1 3DZ

Das Buch zum Artikel:
Marilyn Yurdan: The Changing Faces of Oxford Covered Market. Robert Boyd Publications 2008. 96 Seiten. ISBN 978-1899536894.

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Photo © Philip Halling (cc-by-sa/2.0)

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Photo © Bill Nicholls (cc-by-sa/2.0)

Mein Buchtipp – Martin Brisland: Secret New Forest

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Foto meines Exemplares.

Martin Brisland (Jahrgang 1953) wurde in Southampton in der Grafschaft Hampshire geboren, und die Stadt hat in seinem Leben immer eine große Rolle gespielt. Er kennt sich in der Hafenstadt bestens aus, ist er doch schon seit über zehn Jahren qualifizierter Tour Guide, und er hat bereits mehrere Bücher über Southampton geschrieben, alle im Verlag Amberley Publishing erschienen.

Doch Martin Brislands Kenntnisse gehen auch über die Stadt Southampton hinaus, so hat er 2022 ein Buch über den benachbarten New Forest geschrieben mit dem Titel „Secret New Forest„. Auf 95 Seiten informiert er über Bekanntes und weniger Bekanntes dieser faszinierenden Region im Süden Englands, über die ich in meinem Blog schon häufig geschrieben habe. Martin Brisland warnt in seinem Buch zum Beispiel vor dem Roger Penny Way, einer der gefährlichsten Straßen im New Forest, wo es immer wieder zu Kollisionen mit den vielen frei herumlaufenden Ponies, Eseln und Schafen kommt (siehe dazu auch meinen Blogeintrag). Wir erfahren so einiges über das Management des New Forests, bei dem die Verderers, die Agisters und die Commoners eine Rolle spielen. Martin Brisland nimmt uns mit nach Burley, dem Ort der Hexen, in den Küstenort Hythe, wo es die älteste Pier-Eisenbahn der Welt gibt und wo der Hovercraft entwickelt worden ist, in den ehemaligen Schiffbauort Bucklers Hard, zum Grab der Alice Hargreaves (die für „Alice in Wonderland“ Pate gestanden hat) und berichtet von den vielen Spukerscheinungen, die es in den Dörfern des New Forests gegeben haben soll. Angereichert ist der schmale Band mit zahlreichen ansprechenden Fotos, die Lust darauf machen, dieses ganz besonders interessante Gebiet in England zu besuchen.

In diesem Film ist Martin Brisland zu sehen, der darin über besondere Persönlichkeiten seiner Heimatstadt Souhampton informiert.

Martin Brisland: Secret New Forest. Amberley Publishing 2022. 95 Seiten. ISBN 978-1-3981-1108-0. Das Buch ist auch als eBook erhältlich.

Published in: on 26. Juni 2025 at 02:00  Kommentar verfassen  

Die Pub Design Awards 2025 der Campaign For Real Ale (CAMRA)

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The Swan in Stratford St Mary in Suffolk.
Photo © Roger Jones (cc-by-sa/2.0)

Die CAMRA, die Campaign For Real Ale, schreibt jedes Jahr, gemeinsam mit Historic England, die Pub Design Awards aus, “ to recognise the highest standards of architecture in the refurbishment and conservation of existing pubs as well as in the construction of new ones in the UK„. Historic England ist die staatliche Denkmalpflegebehörde Englands.

Hier sind die Preisträger des Jahres 2025:
Der Historic England Award for Conservation ging in diesem Jahr an den Swan in Stratford St Mary in Suffolk. Dem denkmalgeschützten Pub aus dem 17. Jahrhundert, der zur Gruppe der Boudica Inns gehört, wurde ein Anbau mit einer Stahl- und Glasfassade hinzugefügt, der einen markanten Kontrast zu den älteren Elementen des Pubs bildet.  

In der Kategorie Conversion to Pub Use gibt es in diesem Jahr zwei Sieger. Hiermit werden Pubs ausgezeichnet, die neu in einem für ursprünglich andere Zwecke konzipierten Gebäuden entstanden sind. Da ist eimmal das Borough Beer House in Farnham in Surrey, ein Umbau des ehemaligen Gerichtsgebäudes im historischen, denkmalgeschützten Rathausgebäude aus dem Jahr 1674. Der zweite Preisträger ist Pythons Arms in Lyonshall in Herefordshire, der aber leider schon wieder geschlossen worden ist.

Der Refurbishment Award geht an Pubs, die komplett saniert oder umgestaltet worden sind. Neben dem Druid Inn in Gorsedd in Wales erhielt die Peasants‘ Tavern in North Walsham in Norfolk den Pub Design Award der CAMRA, die besonders von der Verwendung alter Landkarten angetan war, die dem ansonsten eher dunklen Innenraum eine besondere Note verleihen.

Der Community Local Award „is reserved for outstanding refurbished street-corner locals“ und den erhielt in diesem Jahr der Forester im Londoner Stadtteil Ealing. Der denkmalgeschützte Pub ist sorgfältig renoviert worden, wobei die historischen Besonderheiten sorgfältig erhalten geblieben sind.

In der Kategorie New Build ist der diesjährige Sieger der bod in Lichfield in Staffordshire, der komplett neu gebaut worden ist und der Titanic Brewery in Stoke-on-Trent gehört, gestaltet im „industrial chic design, which makes use of recycled wood, distressed paintwork, quirky light fittings and exposed ceiling pipes“.

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In die ehemalige Bailiff’s Hall in Farnham in Surrey ist das Borough Beer House eingezogen.
Photo: BabelStone.
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The Druid Inn in Gorsedd in Wales.
Photo © Eirian Evans (cc-by-sa/2.0)
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The Forester in Ealing (London).
Photo © Mark Percy (cc-by-sa/2.0)

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bod in Lichfield in Staffordshire.
Photo © Mark Percy (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 25. Juni 2025 at 02:00  Kommentar verfassen  

Mells in Somerset und seine Verbindung zu dem Stararchitekten Sir Edwin Landseer Lutyens (1869-1944)

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Mells und die St Andrew’s Church.
Photo. Stewart Black.
Creative Commons 2.0.

Mells ist ein hübsches kleines Dorf in der Grafschaft Somerset; es ist so hübsch, dass es von dem Lifestylemagazin Condé Nast Traveler zu einem der „20 most beautiful villages in the UK and Ireland“ gekürt worden ist. Wenn man durch die Straßen von Mells spaziert, trifft man auf einige Bauwerke, die dem Stararchitekten Sir Edwin Landseer Lutyens zuzuschreiben sind, der von 1869-1944 lebte, und der eine enge Beziehung zu dem kleinen Dorf hatte.

Sir Edwin war mit den Bewohnern von Mells Park befreundet, über das ich in meinem Blog schon einmal geschrieben habe, deren Country House er 1925 im neoklassizistischen Stil wieder aufgebaut hatte. Die Anlage der Gärten entwarf Lutyens ebenfalls, gemeinsam mit der berühmten Gartendesignerin Gertrude Jekyll.

Auch in dem nicht weit entfernten Mells Manor hatte der Architekt Hand angelegt und Erweiterungen vorgenommen und den Garten neu angelegt. Neben dem Manor House steht die Dorfkirche, die St Andrew’s Church. Dort ist eine Reiterstatue des Bildhauers Alfred Munnings zu sehen, deren Unterbau Sir Edwin gestaltet hat. Sie zeigt Edward Horner, dessen Familie im benachbarten Manor House wohnte und der im Ersten Weltkrieg gefallen war.
Auf dem Kirchhof von St Andrew’s ist übrigens auch das Grab des Schriftstellers Siegfried Sassoon (1886-1967) zu finden.

Auch das mitten im Ort stehende Kriegerdenkmal von Mells wurde von Sir Edwin geschaffen, gemeinsam mit dem nicht minder berühmten Bildhauer Eric Gill. Es erinnert an die im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten des Ortes und besteht aus einer Marmorsäule, die von einer Skulptur des Heiligen Georg gekrönt wird und Steinplatten mit den Namen der Gefallenen.

Gegenüber vom Postamt ist ein weiteres Bauwerk von Sir Edwin zu finden, das Mark Horner Memorial, ein dreieckiges Gebäude, das er im Auftrag von Lady Horner ausführte und das an ihren 1908 verstorbenen Sohn Mark erinnern soll.

Dieser Film zeigt das hübsche Dorf Mells und seine Sehenswürdigkeiten.

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Mells Manor.
Photo © Derek Hawkins (cc-by-sa/2.0)

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Das Reiterstandbild von Edward Horner in der St Andrew’s Church von Mells.
Photo © Michael Garlick (cc-by-sa/2.0)

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Das War Memorial von Mells.
Photo © Neil Owen (cc-by-sa/2.0)

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Das Mark Horner Memorial.
Photo © Roger Gittins (cc-by-sa/2.0)

Die Wytham Woods – Ein naturbelassenes Waldgebiet bei Oxford

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Photo: naturalengland.
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1992 erschien der Kriminalroman „The Way Through the Woods“ (dt. „Der Weg durch Wytham Woods“) von Colin Dexter, der zehnte Band aus der „Inspector Morse“-Serie, der mit dem Golden Dagger Award der Crime Writers‘ Association ausgezeichnet worden ist. Drei Jahre später wurde das Buch unter demselben Titel in der TV-Serie „Inspector Morse“ verfilmt, mit John Thaw in der Rolle des Detective Chief Inspectors. Der Roman beziehungsweise der Film beziehen sich mit den „Woods“ auf die Wytham Woods, die nordwestlich von Oxford liegen, wo auch die Dreharbeiten stattgefunden haben; hier ist die Epiosde zu sehen.

Die Wytham Woods sind schon seit vielen Jahren in Privatbesitz, wechselten immer mal wieder den Eigentümer. 1920 übernahm der schwerreiche Goldmineneigner und Philanthrop Raymond Ffennell das Waldgebiet. Raymond und seine Frau Hope wurden in dem Dörfchen Wytham sehr geschätzt, denn sie waren die Wohltäter des Dorfes. Ein Grund, warum Raymond Ffennell Wytham Woods gekauft hatte, war, dass der Wald nicht in die Hände von Baulöwen fallen sollte, die auf dem Grund Häuser hätten bauen können. Kurz vor seinem Tod vermachte Ffennell den Wald der Universität von Oxford, mit der Auflage, für den Erhalt des Wytham Estates Sorge zu tragen, was die Universität auch bis heute tut. In dem naturbelassenen Wald finden sich unter anderem über 500 Pflanzenarten und 800 Schmetterlings- und Mottenarten. Die Universität betreibt hier in Zusammenarbeit mit dem Earthwatch Institute und dem UK Centre for Ecology & Hydrology Langzeitstudien an allen möglichen Tier- und Pflanzenarten.

Für Spaziergänge in den Wytham Woods ist eine Genehmigung von der Universität Oxford erforderlich, die kostenlos und drei Jahre gültig ist. Ein Online-Antragsformular gibt es hier.

Dieser Film vermittelt einen Eindruck von Wytham Woods.

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Photo: FlickrDelusions.
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Foto meines Exemplares.

Published in: on 23. Juni 2025 at 02:00  Comments (2)  

The Falkland Islands Memorial Chapel in Pangbourne (Berkshire)

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Photo © andy dolman (cc-by-sa/2.0)

1982 zog Großbritannien auf den Falklandinseln in den Krieg gegen Argentinien, das die Malwinen, wie die Inselgruppe auch genannt wird, versucht hatte zu annektieren. Premierministerin Margaret Thatcher schickte Kriegsschiffe in diese weit entfernte Region, und das britische Militär eroberte die Falklandinseln zurück. Am 14. Juni 1982 erklärte Großbritannien den Krieg für beendet. Fazit: Es starben 649 argentinische und 255 britische Soldaten, es wurden 1657 argentinische Soldaten und 777 britische Soldaten verwundet. In Stanley, der Hauptstadt der Inseln, wurde 1984 ein Ehrenmal für die gefallenen britischen Soldaten errichtet, an dem an jedem 14. Juni, dem Liberation Day, ein Gedenkgottesdienst abgehalten wird.

Auch in England ist eine Gedenkstätte eingerichtet worden, zu Ehren der gefallenen britischen Soldaten, und zwar auf dem Gelände des Pangbourne College in der Grafschaft Berkshire. Pangbourne ist eine kleine Stadt an der Themse.
The Falkland Islands Memorial Chapel wurde im März 2000 von niemand Geringerem als der Queen eingeweiht. Die in Form eines Schiffes gebaute Kapelle ist von Crispin Wride entworfen worden, einem international tätigen Architekten, der auch einige Bauwerke in Deutschland (Köln, Düsseldorf) erstellt hat.

Im Inneren der Kapelle fällt sofort ein Buntglasfenster ins Auge, das die Falklandinseln im Kreuz Christi in leuchtenden Blautönen darstellt, geschaffen von dem schottischen Künstler John Clark. Er fertigte dieses beeindruckende Glasfenster in den Derix Glasstudios in Taunusstein in Deutschland an. Die Kapellenbibliothek hat eine Sammlung von Büchern über den Falklandkrieg. Einige Jahre nach der Einweihung der Kapelle sind neben ihr drei bronzene Albatrosse des Bildhauers Mark Coreth aufgestellt worden. Im Foyer findet sich eine Tafel mit den Namen der im Krieg gefallenen britischen Soldaten.
Die Kapelle ist täglich zwischen 9.00 und 17.00 Uhr geöffnet.

Siehe auch diese beiden Blogeinträge über Pangbourne.

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Photo © andy dolman (cc-by-sa/2.0)

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Photo © andy dolman (cc-by-sa/2.0)

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Die drei Albatrosse neben der Kapelle.
Photo © andy dolman (cc-by-sa/2.0)


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Die Gedenkstätte in Stanley auf den Falklandinseln.
Photo: John5199.
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Published in: on 22. Juni 2025 at 02:00  Kommentar verfassen  

The Ufton Dole – Eine uralte Tradition, die in Ufton Nervet in Berkshire gepflegt wird

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Ufton Court.
Photo © Mr Ignavy (cc-by-sa/2.0)

Einer der Gründe, warum ich England mag, ist die Aufrechterhaltung von alten Traditionen, auf die man immer wieder im ganzen Land stößt und die ich in meinem Blog hin und wieder vorstelle.

In dem kleinen Dorf Ufton Nervet, zehn Kilometer südwestlich von Reading gelegen, gibt es eine Tradition, die bis in das Jahr 1581 zurückreicht. Am Gründonnerstag wird im Ufton Court, einem Tudor-Herrenhaus, der Ufton Dole ausgegeben, das sind Textilien wie Bettwäsche und Handtücher und über hundert Laibe Brot, die sich die Dorfbewohner dort abholen können.

Wie kam es dazu? Lady Elizabeth Marvyn, die Besitzerin von Ufton Court Ende des 16. Jahrhunderts, hatte sich einmal auf dem Heimweg zu ihrem Haus in den umliegenden Wäldern total verlaufen und fand nicht mehr zurück. Die Dorfbewohner machten sich auf den Weg, um sie zu suchen, fanden sie auch und brachten die Dame wohlbehalten wieder in ihr Manor House. Aus Dankbarkeit für die Hilfsbereitschaft der Dörfler legte sie testamentarisch fest, dass eine bestimmte Summe Geldes nach ihrem Tod alljährlich für den Ufton Dole ausgegeben werden sollte, das damals aus Brot und Leinen für die Armen der Gemeinde bestand.

Es heißt, dass ein Fluch über den Landlord kommen werde, der diese Tradition nicht mehr weiterführt und da viele Engländer abergläubisch sind, hat bisher auch noch niemand der Ufton Court-Besitzer es gewagt, am Gründonnerstag kein Brot und keine Textilien auszugeben.
Hier ist ein Film über den Ufton Dole.

Der Name des Dorfes Ufton Nervet ging im Jahr 2004 durch die britischen Medien, als dort am 6. November auf einem Bahnübergang ein Zug der Linie London – Plymouth ein Auto erfasste, wobei sieben Menschen ums Leben kamen. Es stellte sich heraus, dass der Autofahrer absichtlich auf den Schienen geparkt hatte, um Selbstmord zu begehen.
Hier ist ein Film über das Unglück.

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Photo © Des Blenkinsopp (cc-by-sa/2.0)

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An diesem Bahnübergang ereignete sich der schreckliche Unfall am 6. November 2004.
Photo © Michael Robinson (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 21. Juni 2025 at 02:00  Kommentar verfassen  

Mein Buchtipp – David Meara: 50 Gems of Oxfordshire

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Foto meines Exemplares.

David Meara kennt sich in Oxford und in Oxfordshire sehr gut aus, hat er doch einen großen Teil seines Lebens hier verbracht. Er studierte am Oriel College und arbeitete als Geistlicher der Church of England unter anderem in Oxford, Reading und London. In der Hauptstadt war er Rektor an der St Bride’s Church in der Fleet Street. Jetzt ist er pensioniert und hat mehr Zeit, sich dem Schreiben von Büchern zu widmen, in denen er sich zum Beispiel mit Oxford, Messing-Gedenktafeln und Schlafwagenzügen beschäftigt.

Heute möchte ich sein Buch „50 Gems of Oxfordshire“ vorstellen, das 2022 erschienen ist und zu der Reihe „50 Gems of…“ des Verlages Amberley Publishing gehört, in der die Grafschaften Großbritanniens jeweils in fünfzig Einzelporträts präsentiert werden. David Mearas Buch beinhaltet bekannte „gems“ von Oxfordshire wie Henley-on-Thames, Dorchester, Blenheim Palace und Stonor Park, und das Ashmolean Museum, das Pitt Rivers Museum und den Covered Market in der Stadt Oxford. Für mich interessanter sind die weniger bekannten „Edelsteine“, als da sind die Dörfchen Ewelme, Iffley, Rotherfield Greys und Stoke Row; fast alle von ihnen habe ich im Laufe der Jahre bereist und in meinem Blog vorgestellt. Das Buch ist mit zahlreichen, stimmungsvollen Farbfotos illustriert.

In der selben Buchreihe hat David Meara erst vor wenigen Tagen seinen Band „50 Gems of Berkshire“ veröffentlicht, der schon auf meinem Schreibtisch liegt.

David Meara: 50 Gems of Oxfordshire. Amberley Publishing 2022. 94 Seiten. ISBN 978-1-3981-0952-0. Das Buch ist auch als e-book erhältlich.

Published in: on 20. Juni 2025 at 02:00  Comments (1)  

Meine Lieblingspubs – The Llandoger Trow in Bristol

Eigenes Foto.
Eigenes Foto.

Ein historischer Pub und eines der schönsten Häuser Bristols ist  The Llandoger Trow in der King Street, nicht weit von den Docks entfernt. Im Jahre 1664 wurde das Haus erbaut und es spielte in der englischen Literatur eine Rolle.
Daniel Defoe soll hier den schottischen Seemann Alexander Selkirk getroffen haben, der ihn zu einer der berühmtesten Figuren der englischen Literaturgeschichte inspirierte: Robinson Crusoe.
Weiterhin soll der alte Inn für Robert Louis Stevenson das Vorbild für den Admiral Benbow Inn gewesen sein, in dem Jim Hawkins, wohnte, der Erzähler der „Schatzinsel„.

Ich habe den Llandoger Trow an einem eiskalten Februartag besucht und es war dort sehr gemütlich: Offene Kamine, Eichenbalken, Holzfußböden, also alles, was man sich von einem alten Pub erhofft. Meine Empfehlung!

Im Pub soll es auch einen Hausgeist geben und zwar einen humpelnden, der ein Bein nachzieht, und die Überwachungskameras haben auch einmal zwei Gestalten im Bild festgehalten, die verschwunden waren, als das Personal nachsehen kam.

Im April 2019 wurde der historische Pub leider für einige Zeit geschlossen, dann glücklicherweise von der Bloomsbury Leisure Group übernommen und 2021 wieder eröffnet.

Die Folkgruppe The Long Johns haben dem Pub mit ihrem Song „The Llandoger“ ihre Ehre erwiesen.

The Llandoger Trow
King Street
Bristol BS1 4ER

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Photo © Neil Owen (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 19. Juni 2025 at 02:00  Comments (5)  

Florence Nightingale (1820-1910), „The lady with a lamp“ – Eine kleine Spurensuche

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Photograph by Henry Hering.
This work is in the public domain.

Die Krankenschwester Florence Nightingale, die von 1820 bis 1910 lebte, wurde auch „The lady with the lamp“ genannt, weil sie bei ihren Einsätzen des Nachts verwundete und pflegebedürftige Soldaten mit einer Lampe in der Hand aufsuchte und nach dem Rechten sah.
Sie war so etwas wie die Mutter aller Krankenschwestern und ihr Name ist bis heute bekannt geblieben.

Was erinnert heute noch in England an ihr Wirken? Da ist einmal das Florence Nightingale Museum an der Lambeth Palace Road auf dem Gelände des  St Thomas’ Hospitals. Es ist dienstags bis sonntags von 10 Uhr bis 17 Uhr geöffnet und erzählt die Geschichte der Begründerin der modernen Krankenpflege im Vereinigten Königreich, von ihrer viktorianischen Kindheit und ihren Erlebnissen während des Krimkriegs.

Erinnerungssstücke an die Frau, die nach ihrer Geburtsstadt Florenz benannt worden ist, finden sich auch im Claydon House in Buckinghamshire, wo sie häufig bei ihrer Schwester zu Gast war; siehe dazu meinen Blogeintrag.

Am Waterloo Place in London, nahe der Straße Pall Mall, hat man Florence Nightingale als Statue verewigt, die am 24. Februar 1915 eingeweiht worden ist und von dem Bildhauer Arthur George Walker (1861–1939) geschaffen wurde. Die Statue zeigt die Krankenschwester mit einer Lampe in der Hand. Weitere Statuen von ihr, nämlich gleich drei, gibt es in der Stadt Derby, wo man auch ein Krankenhaus nach ihr benannt hat.

Der Familiensitz der Nightingales war Embley Park in Hampshire, in dem kleinen Dorf Wellow am Rand des New Forests gelegen. Hier wuchs Florence auf und hierhin kehrte sie immer wieder gern zurück. Eigentlich sollte sie nach ihrem Tod am 13. August 1910 in der Westminster Abbey in London beigesetzt werden, doch ihre Angehörigen meinten, es wäre mehr in ihrem Sinne, wenn sie in Wellow auf dem Kirchhof der St Margaret’s Church ihre letzte Ruhestätte finden würde. Ihr Grabstein dort trägt lediglich ihre Initialen und ihre Lebensdaten.

Selbstverständlich gibt es in London auch eine blaue Plakette für sie, in der South Street Nummer 10 in Mayfair, dort, wo sie wohnte und starb.

Das Buch zum Artikel:
Mark Bostridge: Florence Nightingale – The Woman and Her Legend. Penguin 2020. 704 Seiten. ISBN 978-0241989227.

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Das Londoner Florence Nightingale Museum.
Photo: Joyofmuseums.
Creative Commons 4.0

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Florences Statue am Waterloo Place.
Photo © Jim Osley (cc-by-sa/2.0)

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Embley Park in Wellow (Hampshire).
Photo: Elisa.rolle.
Creative Commons 4.0

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Florences Grab in Wellow in Hampshire.
Photo © Maigheach-gheal (cc-by-sa/2.0)

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10 South Street in Mayfair.
Photo: nick.harrisonfli.
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Published in: on 18. Juni 2025 at 02:00  Comments (3)  

All Saints‘ Church in Dibden (Hampshire) – Die erste Kirche, die im Zweiten Weltkrieg einem deutschen Bombenangriff zum Opfer fiel

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Photo © David Martin (cc-by-sa/2.0)

In der Nacht vom 19. auf den 20. Juni 1940 kam es zu einem Bombenangriff der deutschen Luftwaffe auf Ziele im Süden Englands. Hauptangriffspunkte waren die Stadt Southampton und der gegenüberliegende Marinehafen Marchwood. Nicht alle Bomben trafen ihre geplanten Ziele; eine Fünfzentner-Brandbombe zum Beispiel verirrte sich in den kleinen Ort Dibden in Hampshire, der unweit südlich von Marchwood liegt. Die Bombe schlug in die Dorfkirche All Saints‚ ein und richtete große Zerstörungen an. Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Kirche geriet in Brand, die Flammen fraßen sich in die uralten Holzbalken, wodurch das Gotteshaus die Stabilität verlor, und die acht Glocken aus dem Turm nach unten stürzten und für noch mehr Verwüstung sorgten. Damit ging die Dorfkirche von Dibden in die Geschichte ein, als erste Kirche in England einem deutschen Bombenangriff im Zweiten Weltkrieg zum Oper gefallen zu sein.

Vierzehn Jahre lang mussten die Menschen von Dibden den traurigen Anblick ihrer ausgebrannten Kirche ertragen, bis 1954 der Auftrag vergeben wurde, All Saints‘ wieder aufzubauen. Das gelang auch sehr zügig, denn am 2. April 1955 konnte die Kirche durch den zuständigen Bischof von Winchester wieder eingeweiht werden.

All Saints‘ Church
Main Road
Dibden
Southampton
SO45 5TD

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Photo © Maigheach-gheal (cc-by-sa/2.0)

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Das Taufbecken aus dem frühen 13. Jahrhundert wurde durch die herabgestürzten Glocken stark beschädigt, konnte aber wieder restauriert werden.
Photo © Maigheach-gheal (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 17. Juni 2025 at 02:00  Comments (2)  

Journey’s End Inn – Ein Pub in Ringmore (Devon), der nach einem Theaterstück benannt worden ist

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Photo © Stephen McKay (cc-by-sa/2.0)

Es kommt nicht oft vor, dass ein englischer Pub nach einem Theaterstück benannt worden ist; in dem Dörfchen Ringmore im Süden Devons ist das aber der Fall. Eigentlich hieß der Dorfpub New Inn (wahrscheinlich weil er so alt war, denn er stammt aus dem 13. Jahrhundert…), doch dann nannte man ihn in The Journey’s End Inn um, nach dem Theaterstück „Journey’s End“ (dt. „Die andere Seite“) des englischen Dramatikers Robert Cedric Sherriff (1896-1975), der es im Jahr 1928 verfasste und das viele Jahre lang sehr erfolgreich war, nicht nur im Königreich. Der Grund für die Umbenennung des Pubs: Mr Sherriff hatte damals Teile seines Theaterstücks in diesem Pub geschrieben. Im Londoner Apollo Theatre ist es am 9. Dezember uraufgeführt worden, dann wurde es zwei Jahre lang in anderen Theatern des Londoner Westends gespielt. Die Handlung ist in einem Offiziersunterstand einer britischen Infanteriekompanie in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs in Nordfrankreich angesiedelt. Das Stück wurde 1930 unter dem gleichen Titel auch verfilmt.

Robert Cedric Sherriff arbeitete in den 1940er Jahren als Drehbuchautor in Hollywood, und am bekanntesten ist er sicher geworden durch das Drehbuch zu dem Film „Goodbye, Mr. Chips“ (dt. „Auf Wiedersehen, Mr. Chips“), nach einem Roman des englischen Schriftstellers James Hilton. Der Hauptdarsteller des Films, Robert Donat, erhielt für seine Darstellung des Mr Chips einen Oscar.

Zurück zum Pub in Ringmore: Er ist ein Free House, also brauereiunabhängig, und bietet in seiner Nelson Bar regelmäßig wechsende regionale Biere aus Devon an. Er ist mittwochs bis sonntags geöffnet, liegt ganz nah an der Küste und ist einen Besuch wert.

The Journey’s End
Ringmore, Nr Kingsbridge TQ7 4HL

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Photo: R~P~M.
Creative Commons NC-ND 2.0.

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Das Dörfchen Ringmore in Devon.
Photo © Christine Johnstone (cc-by-sa/2.0)

Craster in Northumberland und seine Kippers

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Photo: amandabhslater.
Creative Commons 2.0

Wenn ich mehrere Tage hintereinander im Hotel das typisch englische Frühstück mit Rührei, Schinken, Würstchen undsoweiter zu mir genommen habe, möchte ich auch einmal etwas anderes essen, und so bestelle ich mir dann meistens einen Kipper.

Ein Kipper ist ein kalt geräucherter, vorgesalzener Hering mit oder ohne Kopf, der vom Rücken her gespalten wird und nur noch an den Bauchseiten zusammen hängt„, so das Lebensmittel-Lexikon. Der Kipper wird zum Frühstück warm serviert, ist sicher nicht jedermanns Sache, aber man sollte ihn einmal probieren.

Die besten Kipper kommen aus der kleinen Hafenstadt Craster in Northumberland. Dort ist die Fischräucherei der Firma L. Robson & Sons  schon seit 1906 tätig, die die Kippers auf traditionelle Weise herstellt. Etwa 16 Stunden hängen die Heringe in der Räucherei, deren Feuer durch Sägemehl aus Eichenholz genährt wird, das wiederum den Fischen ihren typischen Geschmack gibt. Ein gutes Hotelrestaurant weist auf der Frühstückskarte extra darauf hin, dass seine Kipper aus Craster kommen.

Außer den Kippers räuchert die Firma Robson & Sons auch noch Lachs, Schellfisch und Dorsch. Wenn man schon einmal in Craster ist, sollte man die Produkte der Firma auch vor Ort probieren und zwar in deren „Craster Fish Restaurant„, das auf dem Gelände der Räucherei liegt.

Dieser Film zeigt einen Besuch in Craster in Northumberland.

Das Buch zum Artikel:
Colin Biott: We Can Mind the Time – Memories of Craster People. Craster Community Development Trust 2005. 160 Seiten. ISBN 978-0955085901.

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Photo © Iain Lees (cc-by-sa/2.0)

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Der Hafen von Craster.
Photo © Jennifer Petrie (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 15. Juni 2025 at 02:00  Comments (2)  

The Royal Philatelic Collection und die Royal Philatelic Society London – Briefmarkensammeln auf königliche Art

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Das Hauptquartier der Royal Philatelic Society London im Abchurch Lane.
Photo: Philafrenzy.
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Briefmarkensammeln war auch einmal ein königliches Hobby und Vergnügen, und so ist mit der Royal Philatelic Collection eine riesige Sammlung entstanden, deren Wert auf um die hundert Millionen Pfund geschätzt wird. Mitte des 19. Jahrhunderts begann die königliche Leidenschaft des Briefmarkensammelns und Alfred, Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha, war einer der ersten. König Georg V. widmete seinem Hobby sehr viel Zeit und brachte die königliche Sammlung in 328 roten Alben unter; er war auch stolzer Besitzer der legendären blauen Mauritius, die er für einen für die damalige Zeit astronomischen Preis erwarb.

Ende der 1890er Jahre wurde der Posten eines „Philatelist to the King“ geschaffen, der später in „Keeper of the Royal Philatelic Collection“ umbenannt worden ist. Michael Sefi war bis zum Jahr 2018 der letzte Keeper; seitdem ist der Posten vakant. Die Sammlung befindet sich im Buckingham Palace.

Die Royal Philatelic Society London (RPSL) ist die älteste „Briefmarkensammelgesellschaft“ der Welt und wurde bereits 1869 noch unter dem Namen The Philatelic Society London gegründet, ehe sie 1905 ihren jetzigen Namen erhielt. Ihr Hauptquartier ist in London, im Abchurch Lane Nummer 15. König Edward VII. hatte dafür gesorgt, das sie sich „Royal“ nennen durfte, was ihr natürlich sehr viel mehr Würde verlieh. Das Sprachrohr der Gesellschaft ist The London Philatelist, eine Zeitschrift, die zehnmal im Jahr erscheint. Seit Anfang diesen Jahres ist Simon Richards der Präsident der Gesellschaft, nachdem sein Amtsvorgänger Michael J.Y. Roberts zu Weihnachten 2024 gestorben war.

Dieser Film zeigt einen Besuch in der Royal Philatelic Society London im Abchurch Lane.

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In den Räumen der RPSL.
Photo: Philafrenzy.
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The Eton Boating Song

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Photo: farouq_taj.
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Etons alljährliche „procession of boats“ bei der Bootsregatta findet immer am 4. Juni statt, dem Geburtstag König Georgs III (1760-1820). Am 4. Juni 1863 erlebte „The Eton Boating Song“ seine Uraufführung, dessen Text von William Johnson Cory (1823-1892) geschrieben worden ist, der selbst die Eliteschule besucht hat und nach dem Abschluss seines Studiums am King’s College in Cambridge, Lehrer in Eton wurde. Die Melodie komponierte ein anderer ehemaliger Etonschüler, Algernon Drummond (1844-1932).
Das Lied wird immer anlässlich der Bootsprozession und bei anderen wichtigen Anlässen der Schule in Eton gespielt. William Johnson Cory hatte in Eton eigentlich einen guten Ruf gehabt, wurde aber entlassen, weil seine Nähe zu seinen Schülern ein wenig zu eng gewesen sein soll, beziehungsweise, weil sein Gedankengut in einem streng autoritären Umfeld wie das in Eton zu liberal war. Da sich William Cory Johnson auch dichterisch betätigt hatte, war es für ihn kein Problem den Text zum „The Boating Song“ zu schreiben. „Die Textzeile „Swing swing together, With your bodies between your knees“ sorgte allerdings in gewissen Kreisen für Stirnrunzeln, da sie auch anders ausgelegt werden konnte.

Die Melodie des Liedes ist sehr eingängig und lässt sich gut in einer Gruppe singen, und so ist es nicht verwunderlich, dass sie zur Hymne des Fußballvereins Coventry City unter dem Titel „The Sky Blues Song“ erkoren wurde, natürlich mit einem anderen Text. Die Titelmelodie des US-amerikanischen Horrorfilms „Society“ (dt. „Dark Society“) aus dem Jahr 1989 basiert ebenfalls auf dem „Eton Boating Song“.

William Johnson Cory starb am 11. Juni 1892 im Londoner Stadtteil Hampstead. An seinem ehemaligen Wohnhaus am Pilgrim’s Lane Nummer 8 erinnert eine Plakette an ihn, auf der auch vermerkt ist, dass er den Text zum „Eton Boating Song“ verfasst hat.

Hier ist „The Eton Boating Song“ zu hören.

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William Johnson Cory.
This work is in the public domain.

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William Johnson Corys ehemaliges Wohnhaus in Hampstead mit der an ihn erinnernden Plakette. Die Gallionsfigur links hat mit ihm wohl nichts zu tun.
Photo © Natasha Ceridwen de Chroustchoff (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 13. Juni 2025 at 02:00  Kommentar verfassen  

Malmaison Oxford – Ein außergewöhnliches Hotel in einem ehemaligen Gefängnis

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Photo © Bill Nicholls (cc-by-sa/2.0)

Ich habe eine Vorliebe für ungewöhnliche Hotels; so war ich kürzlich in einem umgebauten, ehemaligen Krankenhaus in Valenciennes in Frankreich (Royal Hainault Spa & Resort) und in Mons in Belgien in einer früheren Kirche (Martin’s Dreamhotel). In Oxford gibt es ein Hotel, das in einem ehemaligen Gefängnis untergebracht ist, das Malmaison Oxford, das zur Gruppe der Malmaison Hotels gehört. Die Hotelgruppe wurde 1994 in Schottland gegründet und umfasst heute achtzehn Hotels in allen Teilen Großbritanniens.

Das Malmaison Oxford diente bis 1996 als Gefängnis und wurde zwischen 2003 und 2005 als Hotel umgebaut, wobei typische Gefängniselemente erhalten geblieben sind wie das dreistöckige zentrale Atrium, die langen Gänge und die Metalltüren zu den Hotelzimmern, die aus mehreren zusammengelegten, früheren Zellen entstanden sind. Der ehemalige Raum, in dem die Todesstrafen durch Hängen ausgeführt worden sind, ist in eine Küche umgewandelt worden. Dort, wo heute die Zimmer 401 bis 415 sind, fand man bei den Umbauarbeiten 58 Skelette. Die alten Mauern des Gebäudes müssen Schreckliches gesehen haben.

Das Hotel gehört in die Luxuskategorie und lockt Besucher aus der ganzen Welt an. Es gibt 95 Zimmer, vom Standard Room House of Correction bis zur Signature Suite. Die Übernachtungspreise schwanken stark, je nachdem ob man in der Woche oder am Wochenende hier bucht. Ein Beispiel bei booking.com: Die Übernachtung von Samstag, dem 19. Juli auf Sonntag kostet €676, von Sonntag auf Montag dagegen €395, jeweils plus €32 für das Frühstück, und dabei handelt es sich um ein Standardzimmer, die Signatursuite liegt im Preis deutlich höher. Bei Direktbuchungen über das Hotel kann man möglicherweise zu günstigeren Übernachtungspreisen kommen.

Das Hotelrestaurant heißt Chez Mal Brasserie & Bar („modern British brasserie vibes meet a subtle French twist“). Es gibt einige Parkplätze auf dem Hotelgelände, die aber vorab reserviert werden müssen und die £34 kosten.

Hier sind einige Impressionen aus dem Hotel im Film.

Malmaison Oxford
3 New Road
Oxford OX1 1AY

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Photo: doug.neiner.
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Photo © Richard cattel (cc-by-sa/2.0)


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Ein Club Cell Room
Photo: Malmaison Hotels & Brasseries.
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Eine Juniorsuite.
Photo: Malmaison Hotels & Brasseries.
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Published in: on 12. Juni 2025 at 02:00  Comments (3)  

Die Trump Street in der City of London

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Photo © Robin Sones (cc-by-sa/2.0)

Ich glaube nicht, dass der Präsident der USA Donald Trump weiß, dass es in London eine Straße gibt, die seinen Namen trägt. Die Trump Street liegt in der City of London, ihr Postcode lautet  EC2V 8AF, sie ist recht schmal und auch nicht sehr lang. Es gibt nur einige wenige Geschäfte, sonst nur jede Menge Bürogebäude. Fazit: Eine gesichtslose, uninteressante Straße. Würde Donald Trump von der Trump Street erfahren, würde er den Bürgermeister von London möglicherweise unter Druck setzen und einen Deal mit ihm machen: Die Straßenschilder werden abgenommen und stattdessen an Londons Prachtstrasse The Mall angebracht; die ursprüngliche Trump Street könnte dann zum Beispiel in Little Street umbenannt werden. Was bekommt Londons Bürgermeister bei diesem Deal? Einen freundlichen Händedruck des Präsidenten.

Doch kommen wir zurück zum Namen der Trump Street, die nach dem Großen Brand von 1666 angelegt worden ist. Hier sind früher einmal Trompeten (trumpets) produziert worden, und daher rührt der Name. Im Zweiten Weltkrieg ist die Straße durch deutsche Bomben in Schutt und Asche gelegt und komplett neu aufgebaut worden.

Nicht ganz ohne Witz ist, dass die Verlängerung der Trump Street Russia Row heißt… Sie soll ihren Namen um 1804 erhalten haben, kurz bevor Russland beschloss, auf der gleichen Seite wie Großbritannien gegen Napoleon zu Felde zu ziehen. Sie ist genauso langweilig, gesichtslos und von Bürohäusern geprägt wie die Trump Street.

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Trump Street.
Photo: Ymblanter.
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Photo: Edwardx.
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Russia Row.
Photo © Basher Eyre (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 11. Juni 2025 at 02:00  Comments (1)  

Der River Windrush – Ein idyllischer Nebenfluss der Themse, der sich durch die Cotswolds schlängelt

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Auf ihrem 346 Kilometer langen Weg von Gloucestershire in die Nordsee wird die Themse von vielen Nebenflüssen gespeist, von denen einige sehr kurz und deren Namen kaum bekannt sind; ich denke da zum Beispiel an The Ember und The Rythe in Surrey. Einer dieser Nebenflüsse hat den schönen Namen Windrush, er ist 65 Kilometer lang und mäandriert durch einen großen Teil der Cotswolds. Ja, dieser Fluss ist nicht in der Lage, mal einige Kilometer geradeaus zu fliessen, er windet und schlängelt sich durch die Landschaft, und ich finde, er ist ein besonders schönes Exemplar der Themsezuflüsse mit einigen sehr idyllischen Passagen.

Der River Windrush entspringt in Gloucestershire; nördlich des Dorfes Guiting Power liegt seine Quelle und von dort macht er sich auf den Weg durch eine der landschaftlich schönsten Gegenden Englands. Am bekanntesten dürfte der Windrush in dem Touristenort Bourton-on-the Water sein, der in den Ferienmonaten ziemlich überlaufen ist. Hier hat man den Fluss allerdings in ein Korsett gepresst, sozusagen eingemauert; auf mehreren steinernen Fußgängerbrücken kann man ihn überqueren. Doch sobald der Windrush Bourton durchflossen hat, scheint er einmal tief aufzuatmen und dann nimmt er fröhlich seine mäandrierende Fortbewegungsweise wieder auf. Er bewegt sich jetzt durch Oxfordshire und stattet den Orten Burford und Witney einen Besuch ab, dann geht es auf die Zielgerade und südlich von Standlake direkt an der Newbridge, einer alten Steinbrücke aus dem 14. Jahrhundert, wird er mit offenen Armen von der Themse aufgenommen.

Angler lieben den Windrush, denn hier können sie Forellen, Barsche und Rotaugen fangen. In Bourton-on-the Water wird der Fluss einmal im Jahr missbraucht, wenn in ihm ein Wasserfußballspiel ausgetragen wird, bei dem es, auch für die am Rand stehenden Zuschauer, ziemlich feucht zugeht wie dieser Film zeigt.

Was gibt es Schöneres, als in einem Fluss-Pub ein Pint zu sich zu nehmen? Am Windrush haben sich einige sehr hübsche Gasthöfe niedergelassen; da ist zum Beispiel The Fox in Great Barrington (Oxfordshire), ein paar Kilometer westlich von Burford gelegen, ein altes Haus aus Cotswoldsteinen erbaut. Oder The Swan Inn in Swinbrook, ebenfalls in Oxfordshire. Dieser Gasthof gehörte der verstorbenen Dowager Duchess of Devonshire, einer der Mitford-Schwestern, deren Vater sich hier in Swinbrook niedergelassen hatte und wo seine Töchter aufgewachsen sind. Am Ende seiner Reise wird der River Windrush von zwei Pubs verabschiedet, die jeweils auf einer Seite der Newbridge am Zusammenfluss mit der Themse stehen. Da ist einmal The Rose Revived (was für ein schöner Name für einen Pub) auf der Nordseite der Themse und The Maybush auf der Südseite.

Dass der gemächlich fließende Windrush auch anders kann, zeigte er im Jahr 2007, als er Teile der Innenstadt von Witney überschwemmte, aber ich habe den Eindruck, dass ihm das ziemlich peinlich war; irgendwohin musste er ja schließlich mit dem vielen Wasser und da traf es eben Witney… Hier ist der Windrush außer Rand und Band.

 

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Der Windrush in Bourton-on-the-Water.
Photo © Paul Gillett (cc-by-sa/2.0)

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Die Newbridge.
Photo © Philip Halling (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 10. Juni 2025 at 02:00  Kommentar verfassen  

Pubnamen – The Ape and Apple in Manchester

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Photo © Gerald England (cc-by-sa/2.0)

Der Pub mit dem merkwürdigen Namen The Ape and Apple liegt in der John Dalton Street in Manchester, einer Straße, die nach dem berühmten Naturforscher John Dalton (1766-1844) benannt worden ist, der in Manchester arbeitete. An der Außenwand des Pubs ist im Jahr 2016 für den „Vater der modernen Chemie“ eine blaue Plakette angebracht worden, die an ihn erinnert.

The Ape and Apple ist einer der vielen Pubs, die zu der in Manchester ansässigen Holt Brewery gehören. Sein Pubschild zeigt einen auf einem Bierfass sitzenden Affen, der einen Apfel in der Hand hält; auf einem zweiten Bierfass neben ihm steht ein frisch gezapftes Glas Bier. Das Design des Schildes stammt von einem zehnjährigen Mädchen namens Jane Kershaw, einer Nachfahrin des Brauereigründers Joseph Holt, die später selbst in das Brauereigeschäft eingestiegen ist und heute zu den führenden englischen „master brewers“ gehört.

Der Pub wurde 1997 eröffnet und zwar von dem berühmten schottischen Fußballspieler Denis Law, der von 1962 bis1973 für Manchester United gespielt hatte und der in diesem Jahr im Alter von 84 Jahren gestorben ist.

Im ersten Stock des Pubs findet sich eine Bühne, auf der jeden Mittwoch eine Comedy Night stattfindet, wo schon einige spätere erfolgreiche Comedians ihre Karriere begonnen haben.

The Ape and Apple
28-30 John Dalton Street
Manchester M2 6HQ

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Photo: Adam Bruderer.
Creative Commons 2.0

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Gedenkplakette für John Dalton an der Außenwand des Pubs.
Photo: Dunk.
Creative Commons 2.0

Published in: on 9. Juni 2025 at 02:00  Kommentar verfassen  

Brownsea Island in Dorset – Eichhörnchen, Pfadfinder und William Shakespeare

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Photo © Paul Gillett (cc-by-sa/2.0)

Brownsea Island liegt im wahrsten Sinne des Wortes in einem sicheren Hafen, nämlich dem Poole Harbour in Dorset. Von Poole aus ist die Insel in etwa 40 Minuten mit der Fähre zu erreichen, von der Sandbanks-Halbinsel in circa 30 Minuten.

Auf Brownsea Island haben sich die einheimischen roten Eichhörnchen zurückgezogen, weil sie hier nicht von den „zugezogenen“ grauen Eichhörnchen verdrängt werden. Die Zahl der roten ist in den letzten Jahren in England drastisch zurückgegangen und so kann man nur hoffen, dass die grauen nicht irgendwann einmal schwimmen lernen oder eine Fähre entern…

1907 wurde auf Brownsea Island von Robert Baden-Powell die Pfadfinderbewegung gegründet. Ausgangspunkt war, dass B.P. 22 Kinder aus der näheren Umgebung mit auf ein Zeltlager auf die Insel nahm. Von dort aus verbreitete sich die Scout Movement weltweit.

Das Brownsea Castle im Osten der Insel gehört heute dem National Trust, dem auch die ganze Insel gehört, und der es der John Lewis Partnership verpachtet hat, einer milliardenschweren Firma zu der die John Lewis Kaufhäuser und die Waitrose Supermarktkette gehören. Im Schloss dürfen Mitarbeiter der Firma übernachten; sonst ist das Übernachten auf der Insel nur Pfadfindern, ähnlichen Jugendorganisationen und den Mietern eines National Trust Cottages  gestattet.

Jedes Jahr im Juli und August wird auf der Insel ein Theaterstück von William Shakespeare aufgeführt, vom Brownsea Open Air Theatre, das in Poole beheimatet ist. In diesem Jahr, vom 9. bis zum 22. August, wird „The Winter’s Tale“ ( dt. „Das Wintermärchen“) gezeigt. Die Eintrittskarten kosten £28. Hier ist ein Ausschnitt aus der „Romeo und Julia“-Aufführung zu sehen.

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Das Brownsea Castle.
Photo © Oast House Archive (cc-by-sa/2.0)

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Ein rotes Eichhörnchen auf Brownsea Island.
Photo © Peter Trimming (cc-by-sa/2.0)

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Brownsea Open Air Theatre.
Photo: Alwyn Ladell.
Creative Commons NC-ND 2.0

Published in: on 8. Juni 2025 at 02:00  Kommentar verfassen  

Der Wetterhahn auf der Turmspitze der Kirche von St Mary’s in Ottery St Mary in Devon

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Ottery St Mary’s Church. Rechts oben auf der Turmspitze ist das Habitat des Wetterhahns.
Photo © Arjen Bax (cc-by-sa/2.0)

Ottery St Mary ist eine hübsche Kleinstadt in der Grafschaft Devon, die ich einmal besuchte und über die ich in meinem Blog geschrieben habe. Darin erwähnte ich auch die Kirche St Mary’s und ihre Glocken. Heute möchte ich dazu noch eine Ergänzung hinzufügen, denn die Kirche besitzt den ältesten Wetterhahn Englands, manche sprechen auch davon, er sei der älteste der Welt. Dieser „weathercock“ thront in luftiger Höhe auf der Spitze des Kirchturms und muss von dort oben einen grandiosen Blick auf die Landschaft von Devon haben. Das Alter des Wetterhahns wird auf etwa siebenhundert Jahre geschätzt. Der 70cm lange und 40 cm hohe Wetterhahn verrichtet noch immer seine Pflicht und zeigt die Windrichtung an. Er konnte sogar einst pfeifen, denn im Inneren des Hahns ist eine Vorrichtung angebracht, durch die, wenn der Wind durch ihn hindurch fegt, ein sirenenartiger Ton erzeugt wird. Je stärker der Wind, desto lauter meldete sich der Wetterhahn von der Turmspitze. Das ist aber abgestellt worden, wahrscheinlich hatte es die in der Nähe der Kirche wohnenden Bürger zu sehr genervt.

Im Zuge einer Erneuerung der Turmspitze Anfang des 20. Jahrhunderts wurde auch der Wetterhahn restauriert, dabei entdeckte man, dass er mehrere Einschusslöcher aufwies, zurückzuführen wohl auf die Truppen von Oliver Cromwell, die 1645 in St Mary’s untergebracht waren, und die seinerzeit Schießübungen vor der Kirche abhielten (und offensichtlich sehr treffsicher waren).

Dieser Film zeigt die Kirche St Mary’s und ihren Wetterhahn.

Ottery St Mary ist im ganzen Land vor allem durch seine Tar Barrels, brennende Teerfässer, bekannt geworden, die einmal im Jahr, zuletzt am 5. November 2024, durch den Ort getragen werden.

Siehe auch meinen Blogeintrag über englische Wetterfahnen und Wetterhähne und über diese ungewöhnliche „Wetterfahne“ in Great Ponton in Lincolnshire.

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Photo © John Salmon (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 7. Juni 2025 at 02:00  Kommentar verfassen  

Mein Buchtipp – Rob Cowen: The North Road

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Foto meines Exemplares.

Die A1 beziehungsweise die A1(M) ist Großbritanniens längste Fernverkehrsstraße, die sich von London bis nach Edinburgh zieht und das über 660 Kilometer. Das „M“ in Klammern bezeichnet die Teilstrecken, die als Autobahn ausgebaut sind. Wer lange Strecken möglichst schnell zurücklegen möchte, kommt an der A1 meist nicht vorbei, obwohl Staus nicht gerade selten sind.

Es sind bereits mehrere Bücher über die Fernstraße geschrieben worden wie „A1: The Great Northern Road“ von Paul Graham (1983) und „The Great North Road“ von Frank Goddard (2004); jetzt ist in diesem Jahr ein weiteres dazugekommen: „The North Road“ von Rob Cowen.

Rob Cowen hat schon mehrere Bücher verfasst, arbeitet für mehrere große Tageszeitungen und für die BBC. Er ist die A1 und die A1(M) mit einem Freund entlanggewandert und berichtet in seinem Buch von seinen Begegnungen mit Menschen, die entlang der Fernstraße wohnen. Eingestreut sind Remineszenzen an seine Familie, die einen recht großen Teil des Buches einnehmen. Ich hätte stattdessen lieber noch mehr von den Städten und Dörfern erfahren, die Rob Cowen auf seiner Reise durchquert hat.
Die A1 beginnt in der City of London an der U-Bahnstation St Paul’s und endet am Bahnhof Edinburgh Waverley in der schottischen Hauptstadt. Rob Cowen hat auf dem langen Weg bekannte Städte wie Stevenage, Huntingdon, Stamford und Doncaster aufgesucht, aber auch weniger bekannte Orte wie Ickwell Green in Bedfordshire oder Scrooby in Nottinghamshire.

Dieses sehr persönlich gehaltene Buch ist laut Verlag eine „…journey through history, place, people and time“.

Hier hören wir den Autor, der aus seinem Buch liest und dieser Film nimmt uns auf eine Fahrt mit auf der A1(M) in Yorkshire.

Rob Cowen: The North Road. Hutchinson Heinemann 2025. 415 Seiten. ISBN 978-1-529-15243-2.

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Photo © David Dixon (cc-by-sa/2.0)

Spukorte: The Schooner Hotel in Alnmouth in Northumberland

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Photo © Ian Capper (cc-by-sa/2.0)

Über Alnmouth in Northumberland habe ich in meinem Blog bisher noch nicht geschrieben, über das nur wenige Kilometer weiter gelegene Alnwick dagegen schon mehrmals. Wie unschwer zu erkennen, ist der kleine Ort nach dem River Aln benannt worden, der sich hier in die Nordsee ergießt. Alnmouth ist sogar schon von dem Lifestylemagazin Condé Nast Traveler zu einem der „20 most beautiful villages in the UK and Ireland“ ernannt worden.

Wer hier einmal übernachten möchte, dem bietet sich beispielsweise das The Schooner Hotel an, eine ehemalige Kutschenstation, die im 17. Jahrhundert erbaut worden ist. Zu den illustren Gästen, die hier schon einmal genächtigt haben, zählen König Georg III., der Schauspieler Basil Rathbone und…man mag es kaum glauben, auch Charles Dickens. Wo der überall in England schon übernachtet haben soll!

Dass die Nachtruhe im The Schooner Hotel garantiert ist, daran habe ich meine Zweifel, denn es zählt zu den absoluten Spukhotels in England. Die Paranormal Society und die Poltergeist Society haben es zum „The Most haunted hotel in Britain“ ernannt…und das bei dieser starken Konkurrenz auf der Insel. In dem Hotel sollen gleich sechzig Geister ihr Unwesen treiben, keines der 32 Zimmer scheint verschont zu sein. Ganz Mutige sollten Zimmer 28 buchen, denn dieser Raum scheint das Zentrum der nächtlichen geisterhaften Aktivitäten zu sein. Hier sollen Morde, Selbstmorde und sogar das Massaker einer ganzen Familie stattgefunden haben. Gäste berichten immer wieder von einem Gefühl der Angst und von einer unsichtbaren Präsenz, die sie in diesem Zimmer gespürt haben. Auch in den benachbarten Zimmern 29 und 30 gibt es Berichte von Gästen, die sich des Nachts äußerst unwohl gefühlt haben. Auf den Fluren und Treppen will man einen Soldaten und ein geisterhaftes Dienstmädchen gesehen haben.

Hin und wieder bietet das Hotel Ghost Tours für ihre Gäste an. Das Geisterjäger-Team der „Most Haunted“ TV-Serie war hier auch schon zu Gast, in Episode 8 der 3. Staffel, hier zu sehen.

Die Übernachtungspreise beginnen bei £40 pro Person und beinhalten das Frühstück. Sollte man die ganze Nacht nicht geschlafen und von merkwürdigen Gestalten und Geräuschen wach gehalten worden sein…das Geld gibt es nicht zurück.

The Schooner Hotel
8 Northumberland Street
Alnmouth NE66 2RS

Dieser Film zeigt den hübschen Ort Alnmouth.

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Photo: Effervescing Elephant.
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Published in: on 5. Juni 2025 at 02:00  Kommentar verfassen  

Tears for Fears: Shout – Ein Musikvideo, das an der Durdle Door in Dorset gedreht worden ist

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Photo © N Chadwick (cc-by-sa/2.0)

Roland Orzabal und Curt Smith stecken hinter dem Bandnamen Tears for Fears, einer Band, die 1981 in Bath (Somerset) gegründet wurde und die vor allem in den 1980er Jahren international erfolgreich war. „Shout„, aus dem Album „Songs From the Big Chair„, erschien 1984 und erreichte im Jahr darauf in 25 Ländern die Top Ten der jeweiligen Charts.
Über den Hintergrund des Songs sagt Roland Orzabal: „It came out in 1984 when a lot of people were still worried about the aftermath of the Cold War and it was basically an encouragement to protest“.

Das dazugehörige Musikvideo wurde an der Jurassic Coast von Dorset gedreht; genauer gesagt, am Durdle Door bei Lulworth. Dieses Felsentor aus Kalkstein ist eine der Sehenswürdigkeiten an der Küste Dorsets und wurde schon mehrfach in Filmen und Videos als Hintergrund verwendet. Cliff Richard nahm hier sein Weihnachtslied „Saviour’s Day“ auf und einige Szenen des Films „Wilde“ (dt. „Oscar Wilde) mit Stephen Fry wurden 1997 hier gedreht.

Tears for Fears haben sich hier also einen sehr schönen Schauplatz für ihr Musikvideo ausgesucht, das hier zu sehen ist.

Siehe auch diesen Blogeintrag über Tombstoning an der Durdle Door.

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Photo © Lewis Clarke (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 4. Juni 2025 at 02:00  Kommentar verfassen  

Littledean in Gloucestershire und eine höchst eigenartige Kirchturmuhr

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Photo © Pauline E (cc-by-sa/2.0)

Über das Littledean Jail Museum habe ich vor acht Jahren in meinem Blog schon einmal geschrieben, doch der kleine Ort Littledean im Forest of Dean in der Grafschaft Gloucestershire weist noch eine weitere Besonderheit, oder besser Kuriosität, auf, die mit der Kirche St Ethelbert zusammenhängt. Benannt wurde die Kirche nach dem Heiligen St Ethelbert, der im 8. Jahrhundert im heutigen East Anglia lebte, und dem vor allem in dieser Region mehrere Kirchen gewidmet sind.

St Ethelbert’s Church in der Church Street in Littledean ist im 14. Jahrhundert gebaut worden, und die Dorfbewohner sind vor allem auf eine Kuriosität stolz, die andere Kirchen nicht zu bieten haben: Die Kirchenuhr schlägt niemals zur elften Stunde. Warum? Das Ziffernblatt der Turmuhr hat römische Ziffern von I bis XII, doch die XI fehlt; statt der XI ist an der betreffenden Stelle die IX zu finden; der Zeiger rückt also von der richtigen IX auf die X und dann auf die falsche IX vor, bis er schließlich auf der XII gelandet ist.
Irgendwann einmal ist bei der Gestaltung des Zifferblatts dieser Irrtum passiert, doch da war es zu spät, um den Fehler zu beheben. Die Dorfbewohner hatten sich mittlerweile daran gewöhnt. Als vor einigen Jahren im Zuge von Renovierungsarbeiten an der Kirche das Zifferblattproblem korrigiert werden sollte, stellten sich die Einwohner von Littledean aber quer und bestanden darauf, dass alles so bleiben sollte. Bei der Church of England wurde ein entsprechender Antrag gestellt, dem die zuständige Stelle auch stattgab (man zeigte also Humor), und die Kuriosität ist erhalten geblieben.

Dieser Drohnenfilm zeigt Littledean und die Kirche St Ethelbert.

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Photo © Jaggery (cc-by-sa/2.0)

Published in: on 3. Juni 2025 at 02:00  Kommentar verfassen  

Mein Buchtipp – Mark Cummings: Glorious Gloucestershire

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Foto meines Exemplares.

Es kommt nicht oft vor, dass die englische Grafschaft Gloucestershire in den deutschen Medien erwähnt wird; es war aber vor wenigen Tagen der Fall, als ein Deutscher das legendäre Cheese Rolling am Cooper’s Hill bei Brockworth gewonnen hat (ohne sich dabei die Knochen zu brechen).

Jemand, der sich wie kaum ein anderer in Gloucestershire auskennt, ist Mark Cummings, bis zum Jahr 2023 Rundfunkmoderator bei BBC Radio Gloucestershire. 30 Jahr lang hat er hier gearbeitet und ist vor allem durch seine Breakfast Show äußerst populär geworden. So lag es auf der Hand, seine Kenntnisse über die Grafschaft in Buchform zu verewigen. „Glorious Gloucestershire“ heißt sein Buch, das 2024 erschienen ist.

Mark Cummings hat durch seine Arbeit zahlreiche Prominente kennengelernt, von denen er in seinem Buch erzählt. Nun sind auch Gloucestershire und die Cotswolds Regionen, die viel Prominenz aus dem Showgeschäft und aus adeligen Häusern angezogen haben. Brian Jones von den Rolling Stones wuchs in Cheltenham auf und hat hier seine Spuren hinterlassen, der Drummer Cozy Powell verbrachte seine Jugend in Cirencester, Steve Winwood lebt in der Nähe von Northleach, und Michael Jackson hat sogar einmal einen Song über die Grafschaft geschrieben, „Days in Gloucestershire„.

Im ersten Kapitel seines Buches schreibt Mark Cummings von einer „Book Lovers‘ Tour of Gloucestershire“ und informiert, welche Schriftsteller eine Beziehung zu der Grafschaft haben/hatten wie der „Peter Pan“-Autor James Matthew Barrie, die Bestsellerautorinnen J.K. Rowling und Jilly Cooper und natürlich Charles Dickens, dem man eigentlich überall im Süden Englands begegnet.
Es sind die vielen Details, die man erfährt und die die Lektüre so interessant machen: Die Stenografie wurde in Gloucestershire von Sir Isaac Pitman entwickelt, der Staubsauger von Hubert Cecil Booth erfunden und einige der Lieblingspubs der Prinzen William und Harry liegen hier wie The Rattlebone in Sherston und The Cat and Custard Pot in Shipton Moyne.

Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle, die sich für diese Region Englands interessieren!
Dieser Film zeigt ein Interview mit Mark Cummings.

Mark Cummings: Glorious Gloucestershire. The History Press 2024. 190 Seiten. ISBN 978-1-80399-753-7.

Published in: on 2. Juni 2025 at 02:00  Kommentar verfassen  

Das Happisburgh Lighthouse an der Küste von Norfolk – Der einzige Leuchtturm Englands, der nicht unter der Aufsicht des Londoner Trinity House steht

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Photo © Colin Park (cc-by-sa/2.0)

Das Trinity House am Tower Hill in London hat die Aufgabe, die Leuchttürme in England und Wales zu verwalten und zu beaufsichtigen. Hier unterzeichneten auch der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius und sein britischer Kollege John Healey am 23. Oktober 2024 das Trinity House Agreement, in dem es um die Zusammenarbeit in der Verteidgungs- und Sicherheitspolitik ging.

Für die heute 66 Leuchttürme ist das Trinity House zuständig…nur für einen nicht (mehr): Das Happisburgh Lighthouse an der Küste von Norfolk. Bei dem Namen Happisburgh denkt man unwillkürlich an die Küstenerosion, die in diesem Teil Englands ganz besonders stark ist. Den kleinen Ort wird es irgendwann einmal nicht mehr geben, es sei denn, man baut ihn weiter zurück. Mehr und mehr Häuser rücken durch die Erosion der Klippen immer weiter an den Rand und drohen abzustürzen.

Der 26 Meter hohe Leuchtturm ist bereits 1790 gebaut worden (ein zweiter existiert nicht mehr) und ist heute der älteste, noch in Betrieb stehende Leuchtturm an der Küste East Anglias. Eigentlich sollte er, wenn es nach dem Willen des Trinity House gegangen wäre, in den 1980er Jahren stillgelegt werden, doch die Bewohner Happisburghs wehrten sich mit allen verfügbaren Mitteln dagegen. Für sie war und ist der Turm ein ganz bedeutender Teil ihres Dorfes. Eine Petition wurde an den damaligen Master of Trinity House, der damals Prince Philip war, gerichtet, und es fruchtete tatsächlich. Trinity House entließ das Happisburgh Lighthouse aus seiner Aufsicht und übergab den Turm an den neu gebildeten Happisburgh Lighthouse Trust, somit ist der Leuchtturm nun als einziger in ganz England und Wales unabhängig von der Aufsichtsbehörde.
Hier ist ein Film über den Leuchtturm.

1990 erhielt der Turm einen neuen Anstrich, innen wie außen, und zwar im Zuge der BBC-Realityshow „Challenge Anneka„. Die Herausforderung bestand darin, dass Anneka und ihr Team diese Aufgabe in 33 Stunden bewältigen sollten, was natürlich gelang. Hier ist die Episode zu sehen.

Happisburgh Lighthouse diente auch als Kulisse für das Musikvideo „The Writer“ von Ellie Goulding.

Vor zwölf Jahren schrieb ich schon einmal einen Blogeintrag über Happisburgh, damals in Zusammenhang mit Sir Arthur Conan Doyle.

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Photo © David Pashley (cc-by-sa/2.0)

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Photo © Colin Park (cc-by-sa/2.0)

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