Dinge, die du gesagt hast.
Dinge, die du ernst gemeint hast.

Ich verbringe gerade zu viel Zeit mit mir selbst und trotzdem schaffe ich es, nicht die grüne Taste zu drücken und dich anzurufen. Nicht deine Nummer zu wählen und dir zu schreiben. Ich bin stolz auf mich, ein wenig. Und enttäuscht, ein wenig, von dir und vielleicht auch von mir.

Ich will mir etwas sagen, aber ich weiß nicht wie. Mir liegen die Worte auf der Zunge, die Worte, die du noch zu mir gesagt hast. Und es sind auch genau die Worte, die ich dir glaubte und an deren Falschheit ich immer noch zweifel.

Wie kleine Stiche bohren sie sich immer wieder in meinen Kopf. Und sie zwicken und wollen sagen, dass sie wahr sind. Das solche Worte nicht gelogen sein können. Wer so etwas sagt, der meint es ernst.
Worte, die man vorher sorgfältig auswählt, zurecht legt und vorsichtig auf der Zunge platziert ehe man sie zu leisen, klangvollen Tönen formt.

Du hast sie einfach raus geschmissen.
Hingeworfen. Mir an den Kopf geknallt.

Ja natürlich, vielleicht meintest du es ernst. In diesem einem Moment, aber was nützt mir dieser Moment, wenn er schon lange vorbei ist. Ich brauche keine wacklige Unterlage. Ich brauche etwas festes, etwas standfestes. Zum dranklammern.

Wenn man sich an deine Worte klammert, dann fällt man irgendwann um. Dann versinkt man.

Das habe ich getan.

Super Carl

Und in dem Moment, wo ich Wimperntusche auflege, weiß ich, es war ein Fehler. 

Und ich muss das hier jetzt schreiben. Ich muss dich so schnell wie möglich loswerden, ich muss mich von dir befreien. In Akkordzeit am besten. Ich will nicht aus der ganzen Sache heraus stolpern, eher sprinten, flüchten. Haken schlagen, dich abhängen.

Geht das?

Warum ist eingestehen oft so schwer? Warum ist an etwas einfach weiter zu glauben und zu hoffen, oft so viel leichter?

Wie oft hat meine Freundin gesagt „Man kann sich auch einbilden, dass er wirklich viel zu tun hat und vergessen hat sich zu melden.“ Und wie oft habe ich gemerkt, dass sie Recht hat? Und wie oft habe ich trotzdem an das Gute in dir geglaubt?

Um ein bisschen mehr an mich zu glauben, hier eine Zeichnung von mir als Super Carl.

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Ich, ich, ich.

Okay. Stopp.
Ich ziehe die Notbremse.
Ab hier ist Schluß.

Halt an, ich will aussteigen.

Ich will nicht mehr mitmachen. Ich will kein Teil mehr von einem imaginären „Wir“ sein, das auf dem Prinzip von „es gibt nur ein wir, wenn du Lust drauf hast“ beruht.

Ich will, dass du gehst. Ich will Abstand zwischen uns. Ganz viel, so viel dass ich wieder atmen kann. So viel, dass ich wieder weiß, wo meine Grenzen sind. Ich will keine verschwommene Linie, die ein Quasi-Wir andeutet. Ich will harte, klare Linien.  Eine Trennung mit Folgen.  Und ich will wieder so viel Platz haben, dass ich mich nicht mehr ohne dich einsam fühle. Mein Platz, gefüllt mit ich.

Ich, ich, ich, ich.

So viel von mir, dass ich nichts mehr von dir brauche.

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Einmal bitte zum Mitnehmen.

Weil wenn man jemanden liebt, dann bedingungslos.
Dann ohne Wenn und Aber.
Ich liebe dich. So wie du bist.
Du bist meine beste Freundin.
Und ich liebe dich.

Man kann dich nur so haben wie du jetzt bist?
Dann nehme ich dich einmal zum Mitnehmen, bitte.

„Aber bitte achten Sie darauf, dass Sie sie gut in Papier einwickeln, ich will nicht, dass was kaputt geht, dass was abbricht. Bitte packen Sie die Ecken und Kanten gut ein.“

Deine Ecken, deine Kanten, deine Macken. Das gehört alles da zu.
Ohne Wenn und Aber.

„Eine Tüte dazu?“ „Nein, danke, das geht so. Ich nehme sie in die Hand.“

In meine Hand, an meine Brust, in mein Herz.

Mit deinen Ecken und Kanten und Macken. So wie du bist, so bist du richtig, so bist du gut. Und so gehörst du in mein Herz und zu mir.

Ich liebe dich.

 

„Ich atme dich ein und nie wieder aus. Schließ‘ dich in mein Herz. Lass dich nicht mehr raus. Ich trage dich bei mir in meiner Brust.“

 

Schloss aus Sand.

Ich sitz so da und denke „Okay, rede, schreibe, sage, was du willst.“ Ich höre zu, aber ich glaube dir nicht.
Seit Tagen analysiere, interpretiere ich.
Um letztendlich zu dem Entschluss zu kommen:
Actions are bigger than words.

Und ich baue mir eine kleine Mauer auf, die mich schützen soll. Schützen vor all den schönen Sachen, die du sagst und vor all den Entschuldigungen und vor all den leeren Versprechungen, die du mir gibst.
Alles was du jetzt sagst, kann und wird gegen dich verwendet werden. Ich präge mir alles ein und lege die Wörter, die so schön einlullen, irgendwo ab. Da wo ich sie sehen kann, aber wo sie mich nicht wirklich erreichen.

Und jetzt, wo ich meine kleine Mauer habe, die vielleicht nicht ganz so standfest ist wie sie sein sollte und wo ich mir denke „never trust in words, only trust in actions“,  kommst du an und drehst alles um. Du drehst alles um und du vedrehst nicht nur meinen Kopf, sondern alles was ich mir vorgenommen habe.

Plötzlich stehst du da. Nicht mit Worten, aber mit Gesten.

Und diese Geste ist so viel größer als alles was ich erwartet habe. Viel zu groß als dass ich damit umgehen kann.
Meine Mauer zerbricht. Meine kleine Mauer fällt zusammen als wäre sie aus nichts als aus Sand. Und jetzt regnet es so heftig, dass sie zerfließt.

Und wenn ich jetzt so vor dem Sandhaufen stehe, ist das einzige was ich noch hoffen kann, dass du zu mir rüber  kommst und mit mir eine Sandburg baust.

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Gedankensammlung #4

1. Ich bin voll mit Liebe, bis zum Rand hin. Manchmal laufe ich über.

2. Ich bin mitteilungsbedürftig.

3. Ich bin naiv und glaube viel zu oft an das Gute im Menschen. Was nicht unbedingt schlimm ist.

4. Ich finde Prepress scheiße, besonders der Prof ist nicht sehr motivierend.

#wiesollichdieseprüfungüberleben

Lass mich gehen, bitte.

„Ich will zu dir.“
Ich klinge wie ein trotziges Kind.
Und ich sage es auch nicht wirklich zu dir. Ich sage es zu meinem Laptop. Weil du nicht da bist, weil alles was ich von dir habe leere Versprechungen sind. Oder Entschuldigen. Oder beides. Weil alles was ich von dir habe, Nachrichten sind, die in einem kleinen Fenster rechts unten auf meinem Bildschirm erscheinen. In dem kleinem Fenster erklärst du mir, dass ich nicht böse sein soll, dass du beschäftigt bist, dass du viel zu tun hast und dass du das Gefühl hast, dass ich enttäuscht bin.

Enttäuscht bin ich nur, weil ich zu viel erwartet habe. Das ist wohl meine eigene Schuld.
Und deine Schuld ist, dass du mir sagst, dass du keine Zeit hast, aber mir auch erzählst, wie du auf Flohmärkte gehst, auf Festivals.

Deine Prioritäten sind gesetzt.

Hör auf mich warm zu halten.

Lass mich einfach gehen, damit ich wieder ich sein kann.