Bald ist es wieder soweit!
Monat: Dezember 2014
C-A-R-O-L-I-N-A
„Carolina.“ Immer wieder muss ich daran denken, wie du meinen Namen sagst. Dabei läuft System von Lary. Davon hast du gerade einen Ohrwurm und deswegen höre ich das jetzt irgendwie, ein bisschen.
„Du musst raus aus meinem System.“
„Carolina.“ Nochmal, ich fahre ein bisschen zusammen, die Bar ist dunkel. Eigentlich ist es ein Café, es ist auch erst 18 Uhr, aber weil es schon dunkel draußen ist, haben sie die Musik lauter gedreht. Kaffee trinken wir trotzdem. Du redest, mal wieder ein bisschen zu viel und ich höre dir nicht zu, weil ich ganz andere Gedanken habe. Wie verrückt ist es, dass wir hier spontan sitzen, dass ich mich dabei erwische, wie ich dich fasziniert beobachte. Jedes Mal wenn du aufstehst, überraschst du mich auf’s Neue mit deiner Größe. Dein Rucksack liegt neben den Stühlen, neben meinem, es sind die gleichen. Vor ein paar Minuten sind wir noch damit nebeneinander auf dem Rücken durch die Stadt gelaufen. Du hast auf mich gewartet und als du mich gesehen hast, hast du gesagt: „Hey Carolina, schau mal!“ Dann hast du dich umgedreht und mir deinen Rucksack gezeigt. Ich habe gelacht, ich glaube, ich fand das ziemlich süß.
Als wir uns das erste Mal getroffen haben, hast du gesagt, dass du mich bei meinem ganzen Namen nennen willst. Ich habe dir gesagt, dass mich niemand so nennt. Nur die Lehrer, wenn sie mich in der Schule aufgerufen haben. Weil ich zu viel geredet habe oder sie mein Handy unter dem Pult entdeckt haben. Oder weil ich mal wieder in meine Hefte gekritzelt und schon lang nicht mehr aufgepasst habe. Jetzt mischt sich dieses seltsame Gefühl, dass du mir gibst mit dem Gefühl aus der Schule. „Carolina.“ Du sagt meinen Namen und ich fühle mich ertappt, so als hättest du mich erwischt, aber bei was?
#itsreallyhardtoputthisintowords
Felt it.
EDIT: auf thoughtcatalog gelesen und einige Dinge zitiert, von denen ich mich angesprochen gefühlt habe.
- Sometimes being stuck in my own head is so exhausting that it makes me want to cry.
- I don’t even want a boyfriend. I just want someone who wants to hang out all the time and thinks I’m the best person in the world and wants to have sex with only me.
- I’m an individual and I feel how I feel when I feel it.
- I can’t be surrounded by your negativity while I’m trying to grow into a fully formed woman.
- I’m attracted to everyone when I first meet them. And then it wears off. It always wears off.
– thoughtcatalog
True or nah!?
Some people — especially those from different generations — do not believe these experiences count as “relationships,” that they lack intimacy, and that they shouldn’t be considered an “ex” as such. But just because you didn’t officially date someone doesn’t mean you weren’t intimate with them. That guy you slept with a handful of times? You know things about him that his family and friends don’t and never will. You know how his body feels against yours and what his bedroom looks like at 2AM. You know how he sounds during sex and the face he makes when he orgasms. That girl you went out with once or twice? You know her life story. You’ve likely talked for hours about her past experiences and what potentially lies in her future. There are questions you could ask her, and a life narrative you could easily follow. That guy you dated for a month? You could have had real feelings for him. You could have been imagining a future with him before he threw it all away, and nobody should be allowed to discount how you felt about him because it was only a month. You may never see any of these people again, but they’re still exes. The intimacy was real; it just came without any sort of commitment.
H
Du hast etwas gefunden, das dich lebendig fühlen lässt und jetzt sollst du es aufgeben?
Die ganze Zeit war da so ein dumpfes, stummes Gefühl in dir, manchmal wie ein Brummen, manchmal waren es auch Stimmen, die zu dir gesprochen haben und ganz manchmal, da war es einfach nur die Kälte, die durch das nicht ganz so dichte Fenster zog und zu dir unter die Decke kroch.
Aber das ist alles Vergangenheit, das ist nicht mehr und das soll auch nicht mehr sein. Du hast etwas gefunden, das dich lebendig fühlen lässt. So lebendig, dass du öfter als manchmal das Gefühl hast, du könntest die ganze Welt umarmen. Und öfter als manchmal willst du einfach laut schreien vor lauter Glück. So viel Glück, dass du es nicht fassen kannst. Ein Gefühl als würdest du über dir schweben.
Aber du sollst es aufgeben, sagen sie. Du bist süchtig, sagen sie. Es ist nicht gut, sagen sie.
Es macht dich kaputt und du merkst es nicht. Du kannst dich nicht los reißen, weil viel zu schön das Gefühl von Glück, weil viel zu oft traurige Gedanken. Jetzt, genau da, wo es immer kalt war, da ist jetzt Wärme. Es fühlt sich zumindest an wie Wärme. Du sagst, dass es Feuer ist. Sie sagen, dass du dich verbrennst. Verbrennen oder nicht, es ist warm, wohlig warm. Heimat? Sie sagen, es ist keine Heimat. Sie würden niemals von dir verlangen, dass du deine Heimat aufgibst. Sie sagen, Heimat ist nicht sich lebendig zu fühlen. Heimat ist kein Gefühl, Heimat ist ein Befinden. Kein Brennen, kein Feuer, sondern Sicherheit.
