Hallo Leute, ich muss mal in aller Verschwiegenheit mit mit Euch reden. Es liegt bei mir ein Verdacht vor. Es hat sich eine konspirative Zelle gebildet, die mir mein Leben schwer machen will.
Wie ich darauf komme? Also da muss ich ein bisschen ausholen.
Mein Pflegezweibeiner, die Birgit aus Lübeck ist ja eine ganz Liebe. Als ich aus Spanien her kam, hat sie mich verwöhnt. Ist auf meine Fressvorlieben eingegangen. Mir wurden verschiedene Futter angeboten. Kuscheleinheiten wann immer ich wollte. Na gut, ich musste sie teilen, denn die ist ja eine Hundewohlfühlsucherin. Sie sucht für arme spanische Hunde, die schon ganz viel Schlechtes erlebt haben, ein neues Wohlfühlkörbchen, in das wir für immer unser Fell reinlegen können. Na jedenfalls hat sie mich ganz doll lieb gehabt und unter uns, ich war natürlich ihr absoluter Liebling. Sie konnte es nicht so zeigen, denn sie betreut ja viele Hunde.
So, nun habe ich ja durch ihre Hilfe ein neues, ganz tolles Endkörbchen mit lieben zweibeinigen Dosenöffnern gefunden. Hund, Leute mir ging es hier wirklich toll. Ich bekam sogar mein Lieblingsfressen, Hühnchen. Die Zweibeiner mussten Hühnersuppe essen. Ein ganzes Huhn ist für mich natürlich zuviel, ergo mussten die Zweibeiner den Rest des Vogels als Suppe essen. Jeden Tag wurde mir anderes Futter angeboten, ich hatte zwei Körbchen, eine Kuscheldecke, die verschiedensten Spielzeuge wurden mir angeboten, Kuscheleinheiten zu jeder Zeit. Kurz ich hatte hier den Himmel auf Erden.
Dann fing es an. Die Knochengespräche!
Also die Zweibeiner sind ja sowieso komische Wesen. Die haben Klingelknochen. So ein Knochen klingelt und sie sprechen da rein! Ich habe auch mal versucht in meinen Markknochen rein zu bellen, geantwortet hat er mir nicht. Na ja, also mein Frauchen, da war sie schon mein Frauchen. Man unterscheidet ja:
Kommt ein Hund in ein neues Haus sind da zweibeinige Dosenöffner. Merkt man, dass man gut behandelt wird, wechselt man zu der Ansprache, Zweibeiner. Frauchen oder Herrchen werden sie erst wenn man merkt das Verhalten ist konstant, sie sind vertrauenswürdig und man kann ihnen vorsichtig Liebe entgegen bringen.
Mein Frauchen also fing an in diesen Knochen zu sprechen und wenn sie fertig war, nahm sie mich in den Arm und bestellte mir ganz liebe Grüße von Birgit. Aber, und jetzt kommt es: Jedes Mal veränderte sich ihr Verhalten! Es fing ganz komisch an. Zuerst wurde ich aus dem großen Körbchen geworfen wenn ich Herrchen angebellt habe sobald er auch ‚rein wollte; dabei wollte ich ihm doch nur schon im Vorwege sagen, dass er sich nicht so dick machen soll.
Dann veränderte sich das Futtergebeverhalten. Sie hat mir HUNDEFUTTER gegeben! Hallo ! Das geht ja wohl gar nicht. Ich habe natürlich mit Verweigerung reagiert. Man kann ihr ja nicht alles durchgehen lassen. Sie lernte schnell und ich bekam wieder mein Lieblingsfutter. Na ja so einfach war es nicht, aber sie lernte halt.
Neues Knochengespräch. Und das ist ja wohl der dickste Markknochen … das Hundefutter blieb stehen! Ich bekam nichts anderes! Einen ganzen Tag stand das Futter da. So etwas kann ich mir nicht gefallen lassen! Meine Reaktion? Ich piescherte vor meine Fressstelle. Mein Frauchen reagierte so wie erwartet! Sie beschmuste mich, weil sie dachte ich hätte mir die Blase erkältet. Ich bekam Hühnchen!
Wenn wir ‚raus gingen, lief ich an der langen Leine, andere Hunde wurden verbellt, schließlich ist das hier mein Revier! Ich habe mir hier einen Namen geschaffen. Sie nennen mich den Tobinator! So etwas muss man sich erstmal verdienen! Als mir langweilig wurde erfand ich ein neues Spiel: Hackenschnappen. Es geht ein Zweibeiner an uns vorbei und ich knurre und schnapp‘ nach der Hacke des Menschen. Der Spass bei der Sache ist: Niemand weiß wann der Tobinator zuschlägt!
Knochengesräch! Resultat, ich musste an der kurzen Tobi – Frauchen Nabelschnur gehen sobald uns ein Hund oder Mensch entgegen kam!
Meinen Frust liess ich an Jacob aus sobald der in meine Wohnhütte kam. Wenn das Frauchen von ihm mich als Giftzwerg benannte, verteidigte mich mein Frauchen: „Der Tobster verteidigt doch nur sein Revier und das müssen sie ganz alleine ausmachen“, sagte sie. Na, den habe ich in seine Schranken verwiesen. Sind wir in die Wohnhütte von Jacob gegangen, habe ich beschlossen, dass auch das mein Revier ist und habe ihn verbellend gejagt! Liebevoll hat mich mein Frauchen auf den Arm genommen und gesagt:“ aber Tobi, nun laß‘ doch mal den Jacob in Ruhe. Er wohnt hier und das hier ist seine Wohnhütte.“ Sein Frauchen nannte mich Kampfzahnbürste! Ich bin doch der TOBINATOR!!!!!
Knochengespräch! Mit einem Mal wurde die Nabelschnur kurz genommen. Alarm für den Tobster, wo ist der Hund, wo ist der Zweibeiner? Nichts zu sehen! Mal lang, mal kurz, ohne einen Grund!
Merkt Ihr was? Jedes Mal wenn Lübeck und Hamburg knochierten, änderte sich hier etwas!
Ich habe den starken Verdacht, dass sich da eine konspirative Zelle entwickelt hat!
Der Tobinator behält das im Auge und hält Euch auf dem Laufenden!

Alles unter Kontrolle