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Posts Tagged ‘Advent’

Weihnachtsgedicht

Mittlerweile suche ich ja schon regelrecht nach Gelegenheiten, um Gedichte (oder Geschichten) vorzulesen. Irgendwie hatte ich noch gedacht, mich überfällt es und ich schreibe selbst noch eins… aber mein Erguss kam einst auf dem Weg zur Arbeit… und so blieben die Gedanken auf dem Weg zurück…

Das Gedicht hier habe ich dieses Jahr bei einer kleinen weihnachtlichen Zusammenkunft vorgelesen… und es hat definitiv einen weihnachtlichen Zauber inne…

Vom Himmel bis in die … (Theodor Storm)

Vom Himmel bis in die tiefsten Klüfte
ein milder Stern herniederlacht;
vom Tannenwalde steigen Düfte
und kerzenhelle wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken,
das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken,
in märchenstiller Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich nieder,
anbetend, staunend muß ich stehn,
es sinkt auf meine Augenlider,
ich fühl’s, ein Wunder ist geschehn.

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Und weil ich ja nicht genug bekommen kann…. hatte ich folgendes Gedicht für ein anderes Setting gedacht… aber es gab dann doch keinen Ort… keinen für mich passenden Moment…

Aber es wird noch einen anderen Platz finden… spätestens zu Heiligabend ist Gelegenheit, Gedichte und Geschichten vorzulesen…

Advent (Rainer Maria Rilke)

Es treibt der Wind im Winterwalde
Die Flockenherde wie ein Hirt,
Und manche Tanne ahnt, wie balde
Sie fromm und lichterheilig wird,
Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
Streckt sie die Zweige hin – bereit,
Und wehrt dem Wind und wächst entgegen
Der einen Nacht der Herrlichkeit.

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Advent…

Ich wünsche euch allen einen schönen und besinnlichen 1. Advent!

Den Adventskranz habe ich mit meinem Jüngsten zusammen gebunden und dann geschmückt. Das ist jedes Jahr ein Highlight. Dieses Mal sind noch Lebensbaum und Eibe neben der Nordmanntanne darin eingeflochten….

…Mal sehen, wie das am 4. Advent aussieht…. 🙈🤔 Aber wie ich uns kenne, kommt ja seit ein paar Jahren der Weihnachtsbaum eh schon 2 Wochen vorher geschmückt daher… da macht es also nicht so viel, wenn der Kranz etwas früher das Zeitliche segnet… 😁

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Dieses Jahr habe ich Lust, etwas zu unserer Weihnachtsfeier vorzutragen.

Weihnachtsfeiern sind meistens ja doch eher speziell… sonst hat man kaum etwas Privates miteinander zu tun und plötzlich soll man zusammen Lieder singen (am besten Arm-in-Arm schunkelnd), wie alte Freunde gemeinsam essen und trinken und möglichst unterhaltsam vom Anfang bis Ende auftreten.
Klar mag ich meine Kollegen näher kennen lernen und wie das immer so ist: Egal welche Beziehungen man pflegt: So wie es in den Wald reinruft, so schallt es raus.
Ich habe also beschlossen, mal wieder einen Schritt zu wagen und mich noch mehr persönlich zu zeigen. Und ja: Ich bin auch aufgeregt 😊

Ich mag es, schöne Gedichte und Geschichten vorzutragen. Nein, nicht auswendig, ich muss es ja nicht gleich übertreiben…
Im Privaten mache ich das schon ganz gern. Ich selbst liebe es ja auch, mich gemütlich einzukuscheln und dann zu lauschen und zu träumen.

Aber nun? Was für ein Gedicht??
Also was mit Völlerei, Bumserei oder dummer Blödelei kann ich in dem Setting nicht bringen und passt wohl auch generell nicht zu mir.
Also gegoogelt…
Hm. Und was finde ich?: Themen analog oben. Wie blöd…Nichts Gescheitetes, im wahrsten Sinne, oder dann richtig religiös, was für den Rahmen auch unpassend ist.

Also was suche ich?? Das Gedicht soll nicht zu schwer sein… nicht zu trübsinnig, nicht zu leicht, nicht zu flach, nicht zu religiös oder mystisch, möglichst viele ansprechend und doch auch unterhaltsam…

Und nun?

Ich habe nach langer Suche zwei Gedichte gefunden. Ob ich beide wähle oder nur eins… da überlege ich noch. Und auch mal sehen, ob sie immer noch passen, wenn es so weit ist, aber hier sind sie:

Joseph von Eichendorff
Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heilges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigts wie wunderbares Singen –
O du gnadenreiche Zeit!

Quelle: http://gedichte.levrai.de/weihnachtsgedichte/weihnachtsgedichte.htm

 

Advent
© Vicco v. Bülow alias Loriot

Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken,
Schneeflöcklein leis herniedersinken.
Auf Edeltännleins grünem Wipfel
läuft sich ein kleiner weißer Zipfel.
Und dort vom Fenster her durchbricht
den dunklen Tann ein warmes Licht.

Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
die Försterin im Herrenzimmer.
In dieser wunderschönen Nacht
hat sie den Förster umgebracht.
Er war ihr bei des Heimes Pflege
seit langer Zeit schon sehr im Wege.
So kam sie mit sich überein:
am Niklasabend muß es sein.

Und als das Rehlein ging zur Ruh‘,
das Häslein tat die Augen zu,
erlegte sie direkt von vorn
den Gatten über Kimm und Korn.
Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
zwei-, drei-, viermal die Schnuppernase
und ruhet weiter süß im Dunkeln,
derweil die Sternlein traulich funkeln.

Und in der guten Stube drinnen
da läuft des Försters Blut von hinnen.

Nun muß die Försterin sich eilen,
den Gatten sauber zu zerteilen.
Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
nach Waidmanns Sitte aufgebrochen.
Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied
(was der Gemahl bisher vermied) -,
behält ein Teil Filet zurück
als festtägliches Bratenstück
und packt zum Schluß, es geht auf vier,
die Reste in Geschenkpapier.

Da tönt’s von fern wie Silberschellen,
im Dorfe hört man Hunde bellen.
Wer ist’s, der in so tiefer Nacht
im Schnee noch seine Runde macht?
Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten
auf einem Hirsch herangeritten!
He, gute Frau, habt ihr noch Sachen,
die armen Menschen Freude machen?

Des Försters Haus ist tiefverschneit,
doch seine Frau steht schon bereit:
Die sechs Pakete, heil’ger Mann,
’s ist alles, was ich geben kann.
Die Silberschellen klingen leise,
Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
Im Försterhaus die Kerze brennt,
ein Sternlein blinkt – es ist Advent.

Quelle: https://www.deingedicht.de/weihnachten/adventsgedichte/advent.html

Übrigens gibt es dazu tatsächlich auch ein Video… 😊🎄

https://m.youtube.com/watch?v=Fn2FS6lkY3Q

Falls ihr noch weitere Ideen habt: Ich freue mich über passende Tipps und Links.

Meine Erfahrungen, wie es gelaufen ist, könnt ihr im Update nachlesen.

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