Frau Seise kandidiert als Oberbürgermeisterin. Nett lächelt sie von Plakaten.
2009 sahen die Medien noch anders aus: Sie soll Kinder in der Schule gefesselt haben. Die Nachricht ging quer durch die Medien, OTZ, TLZ, sogar die Bild wurde hellhörig.
Hier der damalige Beitrag aus der TLZ:
Thüringische Landeszeitung
Raus aus der Schusslinie
Veröffentlicht: 7. Oktober 2009, 20:18:00
Jena. (tlz) Bewegung im „Fall Heike Seise“: Gegen die Lehrerin, die in der Westschule zwei Kinder gefesselt und vor der Klasse eine Stunde stehen gelassen haben soll (TLZ berichtete), ist ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Das bestätigte gestern Kultusministeriumssprecher Gregor Hermann. Nach seinen Worten wurde Heike Seise für die Verfahrenszeit an eine Schule außerhalb von Jena versetzt. Er wollte nicht die Meldung eines Radiosenders bestätigen, dass sich jene Bildungsstätte in Hermsdorf befinde. Im für sie schlimmsten Falle müsse Heike Seise mit der Entlassung aus dem Schuldienst rechnen. „Darüber möchte ich aber derzeit nicht spekulieren“, sagte Hermann.
Quelle: http://www.jenakompakt.de/web-aktuell/search.php (Suchwort „Seise“)
Das Verfahren wurde eingestellt. Frau Heise soll wieder in der Westschule arbeiten.
Für mich bleibt dennoch ein fader Beigeschmack.
Denn ich frage mich, ob sich unbegründet Menschen die Mühe machen, eine Dienstaufsichtsbeschwerde einzureichen. Und was ist mit den Kindern?
Übrig bleibt ein Gefühl, das mich an Herrn Wulff, unseren ehem. Bundespräsidenten erinnert. Für mich passt es irgendwie nicht, wenn solche Themen zu einem Oberbürgermeister, auch nur angenommen, zugeordnet werden könnten.
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