Jedes neu in der EU zugelassene Fahrzeug hat heute ja Technik an Bord,
die natürlich nur der Sicherheit der Bevölkerung dient. Zum Glück
sichern sich die deutschen Behörden jetzt
Zugriff
auf eure Kameradaten, die genaueste Position, Kilometerstände, und was
sonst noch alles aufgezeichnet werden kann, wie die Gurtstraffungen -
auch bekannt unter: „Sitzt da jemand anderes mit im Auto?“
Was eigentlich noch schlimmer daran ist, als die Tatsache, dass sie die
Daten überhaupt abfragen dürfen, ist die Tatsache, dass sie dafür
einfach nur bei den Herstellern der Fahrzeuge anfragen müssen, weil die
diese Daten erfassen.
Erfassen die das Kamera-Signal einfach so? Neeeeee, natürlich nur auf
Nachfrage beim User. Da aber viele Menschen bei Nachfragen wie
Cookie-Bannern im Web schon auf „Ja komm, mach einfach!“ klicken, ist
die Chance recht groß, dass alle Daten durchgängig an die Hersteller
geschickt werden.
Ich gehe jede Wette ein, dass die Daten in irgendeiner Cloud liegen
werden, und in den nächsten zwei Jahren werden wir massenhaft Meldungen
hören, dass diese irgendwo öffentlich waren.
Und natürlich sind die Daten von Bundestagsabgeordneten von diesen
Regelungen ausgenommen. Wäre ja auch eine Frechheit, wenn man Artikel 3
Absatz 1 des
Grundgesetzes
einfach anwenden würde: „Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.“
Auch schön:
Alle Dienste des Güter- oder Personenverkehrs, digitale Dienste und
Zahlungsdienstleister sind ebenfalls erfasst.
Oder:
Auch Telekommunikationsanbieter und Postdienste müssen mitwirken.
Orwell war ein Optimist