Bei einer Explosion im Libanon sind laut UNO-Mission UNIFIL gestern drei Blauhelmsoldaten verletzt und in ein Spital gebracht worden. Die Explosionsursache ist bisher unklar. In der Vorwoche waren drei UNIFIL-Soldaten getötet worden. An der Libanon-Mission der UNO sind auch rund 170 Bundesheersoldaten beteiligt.
Die UNO-Mission erinnere „alle Akteure an ihre Verpflichtung, die Sicherheit der Friedenstruppen zu gewährleisten, unter anderem durch die Vermeidung von Kampfhandlungen in der Nähe, die sie in Gefahr bringen könnten“, sagte UNIFIL-Sprecherin Kandice Ardiel.
Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen worden. Damals feuerte die vom Iran unterstützte Hisbollah-Miliz als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei Raketen auf Israel ab. In der Folge griff Israel zahlreiche Ziele im Libanon an und schickte Bodentruppen über die Grenze.
Truppensteller halten an Mission fest
Trotz der drei Todesfälle und anderer Zwischenfälle halten die europäischen UNIFIL-Truppensteller vorerst an der Mission fest.
Nach einer Videokonferenz mit den truppenstellenden Ländern berichtete Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) am Donnerstag von der Einigkeit darüber, dass der Abzug nach Ablauf des Mandats Ende 2026 geordnet stattfinden solle. Die Libanon-Mission der Vereinten Nationen ist seit Jahrzehnten im Süden des Libanon im Einsatz.