Gegen uns.

Betroffene im Gespräch über rechte Gewalt nach 1990 und die Verteidigung der solidarischen Gesellschaft

Die Lebensgeschichten von Menschen, die aus unterschiedlichen rechten Motiven angegriffen wurden, stehen im Mittelpunkt von „Gegen uns“. Ihre Perspektiven und Erinnerungen und die der ihnen nahestehenden Menschen sind dabei zentral. Sie machen sowohl die Auswirkungen deutlich, die die Gewalt auf ihr Leben hat, als auch die gesellschaftlichen Folgen von Rassismus, Antisemitismus und rechter Gewalt. Beim Zuhören wird deutlich: Rechte Gewalt richtet sich gegen die Betroffenen, und auch gegen uns alle.

In den einzelnen Episoden berichten Betroffene über ihre Erfahrungen von Gewalt, Ausgrenzung und Kriminalisierung, aber auch von gelebter Solidarität und erfolgreichem Widerstand. Fotos, zeitgeschichtliche Dokumente und Hintergrundtexte ergänzen die Erzählungen und zeigen den gesellschaftlichen Kontext, in dem rechte Gewalt stattfindet.

Bisher erschienen Episoden über den rassistischen Mord an Jorge Gomondai, über Rassismus, rechte Gewalt und Migrantifa in Erfurt, über den Mord an Marwa El-Sherbini, über die Baseballschlägerjahre in der Uckermark, über Neonazi-Gewalt in Nürnberg und über tödliche rechte Gewalt gegen Wohnungslose in Greifswald und über die gemeinsamen Erinnerungen von Gamze Kubaşık und Semiya Şimşek an ihre vom NSU ermordeten Väter, rassistische Polizeiarbeit und mangelnde juristische Aufarbeitung. 

Der Mord an Marwa El-Sherbini

„Leg das Kopftuch ab, sonst passiert dir das Gleiche wie Marwa.“

In Am Sayad Mahmood 2020, Sozialarbeiterin in Dresden. Dort wurde Marwa El-Sherbini 2009 im Landgericht aus antimuslimischen Motiven ermordet.
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Neonazi-Gewalt und rassistische Polizeiarbeit  in Nürnberg

„Solidarität. Das ist schon was. Also das Gefühl, nicht alleine zu sein.“

Berzan B., 2021. 2010 wurde er von einem vorbestraften Neonazi zusammengeschlagen und lebensgefährlich verletzt. Die Polizei verschwieg zunächst den politischen Hintergrund des Täters. Der NSU ermordete in Nürnberg drei Menschen. Auch hier ermittelte die Polizei nicht gegen rechts.
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Es erinnern sich:

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Luisa Nhandima Gomondai

Mutter von Jorge Gomondai

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Negla Osman

Erziehungswissenschaftlerin, arbeitet in der Migrationsberatung Dresden

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Rashid Jadla aka Sonne Ra

Musiker aus Erfurt

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Berzan B.

Aktivist Nürnberg

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In Am Sayad Mahmood

Ingenieurin für Elektrotechnik und Sozialarbeiterin in Dresden

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Christian Theuerl

Projekthaus Potsdam

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Hevin B.

Schwester von Berzan B.

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Olga M.

Freundin von Jorge Gomondai, ehem. Vertragsarbeiterin

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Danilo Starosta

in Sachsen aufgewachsen, seit den 80ern politisch aktiv

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Pita Gomondai

Bruder von Jorge Gomondai

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Seda Başay-Yıldız

Anwältin Familie Şimşek im NSU Prozess

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José Paca

Sprecher Dachverband der Migranteninitiativen in Ostdeutschland

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Carlotta Gomondai

Schwester von Jorge Gomondai

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Bethi Ngari

Women in Exile

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Youmna Fouad

Doktorandin und ehemalige Marwa-El-Sherbini-Stipendiatin

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Josina Monteiro

Sozialarbeiterin und Aktivistin

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Roman Kalex

als DDR-Oppositioneller aktiv gegen Nazis

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Nahla Medhat

Kreditanalystin in Dresden

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Emiliano Chaimite

ehemaliger Vertragsarbeiter, seit den 90ern politisch aktiv

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Christin Meile

Projekthaus Potsdam

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Olga Sperling

Sozialarbeiterin Interkultureller Frauentreff in Dresden

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Xavier João Gomondai

Bruder von Jorge Gomondai

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Andrea Hübler

RAA Sachsen

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Petra B.

Mutter von Berzan

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Marita Schieferdecker-Adolph

Ausländerbeauftragte Dresden 1990-2010

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Susanne Lang

Aktivistin Berlin-Brandenburg

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Katrin Krahl

Aktivistin „Kein Mensch ist illegal“

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Said

ehemals Flüchtlingsinitiative Uckermark

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Antonio Gomondai

Bruder von Jorge Gomondai

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Micha

organisierte Konzerte im Infocafé

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Jürgen K.

Bündnis gegen Rechts, Nürnberg

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Holger Zschoge

ehemals Infocafé Angermünde

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