Ich finde es bedrückend, wie leichtfertig die systematische Ermordung von schwulen Männern im NS als Verfolgung von "queeren Menschen" und "eigentlich" transphob motiviert umgedeutet und damit unsichtbar gemacht wird.
Denn es muss immer um euer aller Lieblingsthema gehen.
Ein Mann greift einen Transmann tödlich an, der ihn davon abhalten will, Frauen lesbenfeindlich zu beschimpfen. Schuld daran sollen Rasikalfeministinnen sein, die sich für die Rechte von Frauen und Lesben einsetzten. Aha.
Ich wurde gerade wortwörtlich dafür aus einer Telegram-Gruppe für Ethnologie-Studierende gekickt, weil ich auf die Einschätzung der jüdischen Gemeinde Halle hingewiesen habe, dass eine Veranstaltung, die dort beworben wurde, antisemitisch ist.
Da haben Sie Ihre Leser schön vorgeführt, die nicht merken, dass die Verbeugung natürlich weniger extrem wird, wenn man "zurückdreht" und den Hintergrund einnordet.
Klasse Satire auf das eigene bewusstlose Klatschvieh, Herr Sonneborn! So war es doch sicher gemeint?
Linksjugend: "Glaubt den Betroffenen! Täter schützen heißt Probleme bekommen!"
Auch Linksjugend: "Wenn Frauen, die eine linke Veranstaltung von der falschen Seite eines Strömungskampfes besucht haben, von Gewalt berichten, verhöhnen wir das in 35 Tweets als Fantasy-Geschichte."
Junge, der ist 18 und schreibt Anzeigen gegen Falschparker. Der lässt keine Leute aus politischen Gründen ermorden, wegsperren oder foltern. Wie kann man sich so im Ton und in der Analogie vergreifen?
@dieLinke fordert die Bundesregierung auf, keine Leopard 2 Panzer und keine weiteren schweren Waffen in die Ukraine zu liefern.
die-linke.de/partei/parteid…
Es ist schon erstaunlich, wie weit man unter #Rowling scrollen kann, ohne auch nur den Versuch eines Belegs für die mannigfachen Vorwürfe gegen sie zu finden. Kein Zitat, keine Handlung, nichts von ihr wird angeführt. Sie ist halt transphob, weil alle sagen, dass sie es ist. Ok.
Vielleicht geht es auch weniger um Ihre Person, als vielmehr um Ihr Festhalten an widerlegten Thesen. Irgendwann muss man sich auch von einem Professor nicht mehr erzählen lassen, dass 2+2=5 sei oder die Ukraine zum jetzigen Stand in Verhandlungen Territorium aufgeben würde.
BesucherInnen einer Veranstaltung zu innerlinker Kritik in Leipzig wurden offenbar wahllos angegriffen. Mit einer demokratischen, antifaschistischen Linken hat diese Gewalt gegen Andersdenkende nichts mehr zu tun. Wer das rechtfertigt, hat schlicht keinen Anstand.
Linke weiterhin verwundert, dass "zur Arbeit kommen" für viele Leute eine existentielle Frage ist. Aber ihr habt natürlich alle nicht den Bezug zu normalen Leuten verloren.
Dass selbst tödliche homophobe Gewalt ohne guten Grund zu Transfeindlichkeit umgedeutet wird, ist leider nicht neu. Selbst die Schwulenverfolgung im NS wurde von einer Quelle, die bspw. Dana Mahr teilte, als Nebenprodukt von Transmisogynie umgedeutet.