Dienstag mit Dienst, Comic, Podacst & Tagesfrage

Ein langer Dienstag mit viel Dienst. Aber ich kam ein gutes Stück weiter und morgen sieht die Welt anderes aus, da kommen anderer Hürden ( oder auch nicht).

Nach der Dienstrunde fuhr ich kurz in die Stadt rein und ging nochmal in den Buchladen, in dem ich das letzte Mal weder Ruhe noch Muße hatte, etwas auszusuchen. Diesmal fand ich etwas:

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Ich setzte mich auf die Terasse vom Renert und fiel regelrecht in das Buch. Es die Geschichte der vermeindlich hässlichsten Frau der Welt, die jedoch hübsch zur Welt kam, heiratete und fünf Kinder bekam. Während ihrer letzten Schwangerschaft brach eine seltene Krankheit aus, über die ich ein wenig recherchieren musste. Akromegalie ist ist eine endokrinologische Erkrankung, die durch eine Überproduktion des Wachstumshormons Somatotropin verursacht wird. Vor der Pubertät bewirkt sie Gigentismus, nach der Pubertät setzen andere Symptome ein. Es ist eine sehr rührende Geschichte über eine Frau, die alles nur erdenkliche tat um ihre Kinder durch zu bringen.

Als ich so da saß las und hier schon vorschrieb, fiel mein Blick auf einen Stuhl direkt neben mir:

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Die Spezies stirbt wohl nie aus…

Ich hatte so gar keine Lust zu kochen und ging ins Grand Café:

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Entrecôte mit Béarnaise, Spinat und grobem Kartoffelpüree.
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Dame Blanche
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Mir fiel auf, dass ich noch nie auf der äußeren Terrasse vom Grand Café von der Place d’Armes gesessen bin, da wo ich sonst immer daran vorbeilaufe. Und es kamen wieder Gedanken an längst vergangene Zeit hoch, als das Grand Café noch Académie hieß. Aber drüber habe ich schon mal vor sehr vielen Jahren geschrieben.

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Ein neuer Podcast ist da! Ab 8:00Uhr! Im Interview haben wir ein Kinder- und Jugendcoach. Was bitte ist das genau?

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Und weil der Tag sonst nicht viel zu bieten hatte, gibt es noch eine Tagesfrage über ein Thema über das ich sonst nie schreibe.

Welche Beziehung hat dich am meisten über dich selbst gelehrt?

Ich denke, dass es vor allem die letzte Beziehung war. Andere nennen das der Bund fürs Leben. Bis der Tod uns scheidet, ist eine für mich aussterbende Spezies… (so wie der Hintern, der halb aus der Hose hängt)

Die letzte Beziehung hat mich viel über mich selbst geleert, hinsichtlich meiner eigenen Sensibilität. Als der Partner die Beziehung beendete, brauchte ich fast ein Jahr um damit klar zu kommen. Ich hatte mich emotional und im gegenseitigen Vertrauen, soweit aus dem Fenster gelehnt, dass das Ende der Beziehung für mich wie ein gewaltiger Stoß war, bei dem ich ganz aus dem besagten Fenster fiel. Danach wurde ich vorsichtiger, so sehr, dass niemand mehr meinen Ansprüchen gerecht wurde. Seither gab es immer wieder amouröse Affären, die aber nie so weit führten, dass ich hätte sagen können; mit dem Mann möchte ich mein Leben voll und ganz teilen. Vielleicht findet sich irgendwann jemand, aber das ist dann wohl die berühmte Nadel im Heuhaufen.

Der letzte Schwumm im See für dieses Jahr

Am Morgen hatte ich eine eher fruchtlose Dienstrunde, bei der ich anschließend unverrichteter Dinge wieder abzog.

Es draußen waren fast 30°, sehr ungewöhnlich ist für diese Jahreszeit.

Und das, Meine Damen und Herren, war der letzte Schwumm im See für dieses Jahr! Morgen werde ich dienstlich so beschäftigt sein, dass es nicht hinhaut. Und ab dem 30. September ist eh Schluss, danach werden die Stege abgesperrt.

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Ich habe mir lange überlegt, was ich machen soll, und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich mir ein Abo im Thermalbad nehmen werde. Dort ist nämlich bei weitem nicht so viel Chlor im Wasser, und wenn ich zuerst meine Schwimmrunde absolviere und anschließend mich ins salzige Thermalwasser setze, ist es wahrscheinlich mit dem Chlorschnupfen nicht so schlimm.

Wieder zurück kaufte ich alles um mir etwas zu kochen was ich seit einer gefühlten Ewigkeit nicht mehr hatte. Rinderroulade. In Luxemburg und auch in Frankreich werden sie Roulade de Veau genannt oder Paupiettes de Veau. Richtig übersetzt würde es Kalbsroulade heißen. Man kann sie fertig gerollt kaufen. Und sie sind nicht mit Gurke, Rauchfleisch und Senf gefüllt, sondern mit Hackfleisch. Aber vom Prinzip her lässt man sie auch eine Weile in einem Topf schmoren.

Das gab es zum Abendessen mit einem Feldsalat und ein paar Kirschtomaten, beziehungsweise Dattel Tomaten.

Die Abendunterhaltung während ich kochte war ein Podcast von Emily D. Backer über einen Streit zwischen dem Manager von Dolly Parton und ihrem Neffen, der kurz nach dem Tode von Dolly schon los ging. Eine traurige Geschichte!

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Ich bin ein uneinschränkter Fan von Julien Baumgartner. Leute, die hier länger mitlesen, wissen, Baumgartner ist Kunstrestaurator. Ich frage mich manchmal, wie er es fertig bringt, dass er mich immer wieder mit seinen Videos fesselt, und immer wieder neue Dinge beziehungsweise Techniken präsentiert.

In dieser vierteiligen Folge, (die ich eigentlich erst verlinken wollte, wenn der vierte Beitrag raus ist, aber ich konnte einfach nicht mehr warten!) macht er etwas, dass ich noch nie gesehen habe und von dem ich gar nicht wusste, dass es überhaupt möglich ist. Was passiert mit einem Bild, dessen Leinwand so sehr beschädigt und nicht mehr zu retten ist? Kann man das Bild dann doch noch retten? Die Leinwand ist schließlich der Träger des Bildes. Und wenn der Träger futsch ist, ist dann auch das Bild auch futsch? Baumgartner zeigt, dass es machbar ist. Es wird nur sehr selten gemacht, weil es sehr aufwändig ist und mit erheblichen Risiken verbunden. In seiner langjährigen Karriere hat er es dreimal getan.

The fourth Miracle Teil 1 / Teil 2 / Teil 3 / Teil 4 kommt nächste Woche

(Teil 3 ist die Episode, wo das „Wunder“ passiert)

Sonntagsschwumm

Mit von der Partie war auch die D. Die Schwimmrunde war wunderbar. Wie immer.

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Und ratet mal, wer sofort zur Stelle war? Genau! Der Reiher! Immer wenn die D mitkommt, ist er auch da. So, als ob er sie vermisst hätte:

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Es fängt an, herbstlich zu werden.

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Nach dem Schwimmen gab es eine vegetarische Quiche mit Salat in der kleinen Guinguette Pier75.

Uns kamen noch ein paar Ideen für die nächsten Podcasts. Ich denke mal, dass die Folgen bis Ende des Jahres alle gesichert sind.

Auf dem Weg zurück hörten wir ein weiteres Hörspiel von Lester Powell, Die Dame schreibt.(Spotify Link)

Am Abend kam noch die K vorbei, die ich an meinem Geburtstag ebenfalls gesehen hatte, aber wenig Gelegenheit hatte mit ihr zu sprechen. Das holten wir nach.

Ich bin nach wie vor fasziniert von dieser Sky Channel Serie Landscspe/Portrait Artist of the year. Viele Episoden von all den letzten Jahren findet man auf BenijayArt, wenn auch nicht in einer logischen Reihenfolge. Davon schaute ich mir am Abend zwei Stück an, bis mir die Augen zu fielen und ich ins Bett ging.

Schwumm & Burlesque

Eine sehr kurze Dienstrunde am Morgen und gleich im Anschluss eine Fahrt zum See und eine Schwimmrunde. Das Wasser fängt jetzt wirklich an sehr kalt zu werden. Brr. Es braucht länger bis ich mich einigermaßen darin wohl fühle und dann auch nicht mehr raus will. Ich wüsste gerne wie kalt es wirklich ist, doch es gibt keine Temperaturanzeige.

Auf der Fahrt hin und zurück hörte ich von Lester Powell Die Dame mit den grauen Löckchen aus und fing Die Dame schreibt an. Die mit den grauen Löckchen war ab der Hälfte absehbar wer der Täter ist, weil die Indizien etwas zu offensichtlich waren. Auch als Phillip Odell, der Detektiv, am Ende preisgab, wie er es herausgefunden hatte, war nichts dabei was ich nicht schon wusste. Aber insgesamt ist es lustig und kurzweilig, was nichts Schlechtes auf langen Fahrten ist.

Im See dann:

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Am Abend lernte ich etwas neues in Luxemburg kennen. Die letzte Burlesque Show, die ich gesehen hatte, war vor fast zehn Jahren. Es war in Sydney in Australien, in einem der zahlreichen Veranstaltungssäle der Oper. Limbo Unhinged ging vom Burlesque aus noch einen Schritt weiter und verband auch Akrobatik und Zirkuselemente damit.

Was ich im Acra sah, war reines Burlesque. Der J hatte mich eingeladen.

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Fotos konnte ich keine von der Show machen, was völlig logisch war. Es gab schließlich viel Haut und Glitzer zu sehen. Aber ich lernte eine völlig neue Welt kennen, von der ich keine Ahnung hatte, dass es sie auch in Luxemburg gibt. Das Thema war alte Kinofilme. Unter anderem wurde Star Wars auf die Schippe genommen, die Vögel von Alfred Hitchcock und die Addams Family. Zu diesem Thema hatte man auch viele ausländische Burlesque Stars eingeladen.

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Ich erfuhr auch, dass es eine Burlesque Schule gibt in Luxemburg gibt. Wow! Auch für Männer gibt es einen Kursus.

Ich war kurz nach Mitternacht wieder daheim.

Ein letztes Mal?

Es ist grad sehr viel was nicht verbloggt werden kann, und ich war froh dass ich ab der Mittagsstunde ein Schlupfloch hatte, das ich zu folgendem ausnutzte…schamlos!

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Der See in der Alten Heimat
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Und während ich den blauen Himmel mit den Fliegern ablichtete, dreht ich die Kamera einmal um.

Das Trocknen in der Sonne war bitter nötig denn das Wasser war empfindlich kühl und es brauchte eine gute Weile bis ich mich daran gewöhnt hatte. Ich schwamm die gewohnte Runde die ich den ganzen Sommer über gemacht hatte, und war im Anschluss quicklebendig. Zudem merkte ich wie die Sonne die oberen Schichten des Wassers aufwärmte. Ich war alleine mit einer einzigen Sonnenanbeterin, die schon vor mir da war, die aber später auch ins Wasser abtauchte.

Die Frage in der Überschrift stellte ich ganz provokativ, denn nein, es wird nicht das letzte mal sein. Morgen und Sonntag, wenn nichts dazwischen kommt, geht es noch mal an den See.

Eigentlich hatte ich beschlossen, am Abend dann doch noch einmal ein wenig vor die Tür zu gehen, aber ich war so elend müde, dass ich daheim blieb. Ich saß noch eine Weile auf dem Balkon, bis die Sonne verschwunden war. Später, dann hörte ich viele Sirenen und Alarmanlagen in der Nachbarschaft. Was das genau war, weiß ich nicht… Vielleicht lese ich es morgen in der Zeitung.

Eine Stippvisite nach Saarbrücken & Tagesfrage

… die einerseits dazu diente, endlich die B wiederzusehen. Wir hatten uns wirklich lange nicht gesehen. Doch wurde daraus leider auch ein Geschäftsessen weil es sehr viel Dienstliches zu besprechen gab. Aber es gab auch eine schöne Einladung für mich für nächstes Jahr.

Da der Weg von hier nach Saarbrücken und zurück wieder länger dauerte, suchte ich mir Zeug zum Hören für unterwegs. Von Fred von Hoerschelmann fand ich Caro (Audible Link), ein sehr schönes und lustiges Krimihörspiel, das aber kein Krimi im eigentlich Sinne ist, denn es gibt kein Toter. Also doch, es gibt einen toten Hund, der aber dann auch nicht wirklich… Ich war erstaunt, dass Hoerschelmann auch lustige Sachen geschrieben hat, denn alles andere was ich bisher von ihm kannte war zwar gut, ist aber immer sehr ernst und mit viel Tiefgang. Von Lester Powell begann ich Die Dame mit den grauen Löckchen.(Audible Link)

Der Tag war insgesamt mit so viel Dienst Zeug belegt, dass ich im Kopf keine Ruhe fand. Irgendwann beschloss ich etwas von dem Büchergutschein zu kaufen den die C mir geschenkt hatte. Doch im Buchladen hatte ich eine solche innere Unruhe, dass ich nichts fand was mir zusagte.

Im Renert und im Glèck schrieb ich Teile hier vor.

Und weil der Tag nicht sonderlich ergiebig war, gibt es noch ein Mini Rant oder wie Herr Rau es nennt, eine Kurzgrantlerei über KI bezüglich der Tagesfrage.

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Wie schreibst du, dass Leute es wirklich lesen wollen?

Erst mal habe ich die Frage oben, die immer aus dem englischen übersetzt ist, so hingeschrieben, dass man versteht, was damit gemeint ist. Irgendwo war ein „so“ zu viel. Dann war ich neugierig, was andere geantwortet haben und damit wusste ich auch schon, was ich antworten werde.

Erstens verwende ich keine generative KI Bildchen um solche Fragen bebildern und auch sonst nicht. Mich schreckt das ab bei anderen, es überhaupt zu lesen! Das sollte übrigens jeder beherzigen. Wenn die Frage dann auch noch so generisch beantwortet wird, dass einem die Haare zu Berge stehen, schieße ich das gesammte Blog gleich ab. Hier wäre so ein gruseliges Beispiel, von dem ich überzeugt bin, dass dort nur KI am Werk ist.

Ja, zu einem gewissen Zeitpunkt gab es auch bei mir KI Bilder, weil das alles neu und aufregend war und jeder damit herumspielte. Ich wollte damals wissen, wie weit KI schon gediegen ist. Ich wollte zum Beispiel wissen, ob KI mir ein Bild malen kann von einem apokalyptischen Luxemburg und ähnliches. Inzwischen bin ich gescheiter.

Aber darum ging es ja nicht, ich sollte ja erklären, was ich schreibe, nicht, was ich nicht schreibe. Ich schreibe über das, was mich bewegt und interessiert und was mir tagtäglich widerfährt. Natürlich filtere ich manches raus. Dritte Personen z.B. lasse ich immer ein wenig außen vor, oder sie werden so anonymisiert, dass sogar ich in späteren Jahren manchmal nicht mehr weiß, wen ich gemeint habe. Der Schreibstil spielt auch eine nicht zu unterschätzende Rolle. Das Schlüsselwort ist, denke ich, Authentizität, oder schlicht Ehrlichkeit! Das ist das, was Leute lesen wollen. Sie wollen wissen, dass dort ein Mensch aus Fleisch und Blut dahinter steckt und kein Faulpelz, der seinen Text durch den KI-Fleischwolf dreht.

Wellington, Malerbedarf & Krimi

Ein Mittwochsmarkt ohne mich. Es gab zu viel am Rechner und dienstlich zu tun. Zudem wollte ich alles vom Tisch haben denn am Nachmittag hatte ich einen Termin mit meiner Schulfreundin der D., die zu meiner Geburtstagsfeier gekommen war. Doch wie das so ist bei solchen Feiern, war natürlich nicht genug Zeit. Ich hatte sie mindestens 15 Jahre nicht gesehen.

Ich hatte auch angedacht schwimmen zu gehen, doch das ging, weil ich nicht auf die Homepage des Weihers geschaut hatte, schief. Er ist ab dem 15 September geschlossen. Mist! Die ganze Strecke umsonst gefahren.

Das Chalet jedoch hatte geöffnet.

Das Tagesgericht war eine Art Wellington aber mit Geflügel. Es sah wunderschön aus, die Soße jedoch hatte einen für mich zu säuerlichen Geschmack.

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Ein letztes Foto vom Weiher vom Chalet aus, für dieses Jahr:

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Die Musik im Chalet ist manchmal sehr daneben. Heute war es getragenes schwermütiges französisches Chanson. Aber vielleicht war das auch der Situation angemessen und dass ich dieses Jahr wahrscheinlich zum letzten Mal dort war.

Da ich nicht weit weg von Boesner in Perl war und noch nie dort war, besuchte ich zum ersten mal diesen Künstlerbedarf Laden. Und hier war ich dann leicht überfordert, denn die haben so viel Zeug dass man nicht mehr weiß was man nehmen soll.

Anschließend besuchte ich die D.

Auf den verschiedenen Fahrten hörte ich aus der Podcastserie Kein Mucks ! eine sehr tolle Doppelfolge „Mord im 31. Stock.“ Teil 1 / Teil 2. Sie ist ein bisschen anders als das was man sonst gewohnt ist von der Serie, weil es um einen Mord ganz anderer Art geht. Zudem zeigt sie eine dystopische Welt, und obwohl das Hörspiel aus den achtziger Jahren stammt, kommt sie unserer Zeit schon sehr nahe. Die Verblödung der Menschheit wurde damals schon prophezeit …

Dienstag

Tägliche Schreibanregung
Wie schaffst du dir Zeit für Self-Care?

Da ich einen Job habe in den es hü und hot geht, habe ich manchmal jede Menge Zeit dafür und manchmal überhaupt keine. Selbst wenn ich dann große Lust auf Wellness & Co. hätte, ist nicht daran zu denken. Wenn man darunter aber auch die kleinen Augenblicke versteht, die es jeden Tag braucht, wie die Körperpflege mit Haare ordentlich föhnen und sonstigem, und nicht bloß eine zwei Minuten Dusche und noch halb nass in die Klamotten steigen, dafür bin ich gewillt jeden Tag früher aufzustehen. Ich brauche morgens meine Zeit, sonst bin ich ungenießbar und nicht arbeitsfähig.

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Ich hatte zwar so so la la geschlafen, aber ich war sehr früh wach, so früh 5:30 dass ich eine Weile in der Wohnung herumschlurfte und wieder ins Bett ging, weil ich nichts anzufangen wusste. Ich schlief tatsächlich noch einmal ein.

Nach dem obligaten Internet leerlesen, ging ich raus. Der Wetter war herrlich! Ich wäre gerne losgezogen eine Runde schwimmen, aber gegen 15:00 hatte ich einen dienstlichen Termin und das wäre zu knapp geworden.

In der Mittagszeit sah ich zu meiner Überraschung die L wieder, die ja ganz nach Frankreich in die Cevennen gezogen ist. Große Wiedersehensfreude.

Um 15:00 kam dann dieser Termin, der vieles klärte und jetzt weiß ich auch wo wir für den Rest der Woche hinsteuern. Ich bestellte Dinge im Internet die dann hoffentlich zeitig da sein werden.

Den Rest des Tages dann wieder häuslich verbracht. Ich saß noch lange auf dem Balkon bevor es dann doch empfindlich kühl wurde.

Montag allein Zuhause

Am Morgen las ich einen ironischen, aber sicherlich den Tatsachen entsprechenden Text über das Oktoberfest in München, bei Frau Klugscheißer. Da wir unser „Oktoberfest“ in Luxemburg ja schon hinter uns haben und ich über die Hälfte davon nicht mitbekommen habe, weil ich im Baskenland war, möchte ich doch etwas dazu schreiben. Ich fand, dass hier gefühlt weniger Menschen auf der Schobermesse waren als sonst. Und wenn ich mich in meinem Umfeld umhöre, gab es sehr viele, die sie dieses Jahr gar nicht besucht haben. Liegt da etwa ein Umkehrtrend in der Luft? Den MünchnerInnen wäre zu wünschen, dass er auch dort eintritt. Denn dort scheint es ja immer unerträglicher zu werden.

Daheim räumte ich den Rest der Fete vom Samstag weg. Es war dann doch mehr als gedacht.

Es gab noch ein wenig Büroarbeit.

Am Nachmittag setzte ich mich auf den Balkon und blätterte das geschenkte Buch durch, 1001 Fotographien die Sie sehen sollten, bevor das Leben vorbei ist. Ein schönes und vor allem schweres Buch, für dass man sich schon in einen Sessel setzen muss oder an einen Tisch. Es auf einer Fahrt im Bus durchzublättern und zu lesen würde nicht funktionieren. Ich lernte, dass die Fotografie bald 200 Jahre alt sein wird. Ich lernte auch, dass es sehr verschiedene Verfahren gab, um Fotografien herzustellen, von denen mir nur das mit der Glasplatte geläufig war. Es werden so ziemlich alle Pioniere vorgestellt, die in ihrer Domäne die Fotografie ein Stück weiter brachten. Natürlich schaute ich auch, ob meine Lieblingsfotografin dabei ist, Vivian Meier. Doch sie fehlt leider, was ich aber nachvollziehen kann, denn sie war zeitlebens eine Unbekannte und wurde erst postum weltberühmt.

Habe ich mal erzählt, dass es in den ersten Jahren im Lycée Technique du Centre einen Fotografie Kursus gab, den ich für ein oder zwei Trimester besuchte? Ich hatte null Ahnung, war aber neugierig. Und so lernte ich, wie man mit Blenden und Belichtungszeiten umgeht, wie man Filme entwickelt und wie man Abzüge herstellt, mit Entwicklerbad und Stabilisatorenlösung und so weiter…. Das war noch alles weit vor der digitalen Fotografie. Warum ich da nicht dran geblieben bin, weiß ich heute nicht mehr, aber ich denke dass der finanzielle Aufwand auch eine Rolle spielte.

Am Abend machte ich mir ein Briam aus dem Gemüse, dass ich noch von der Party übrig hatte:

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Es war klar, dass ich die nicht ganz schaffen würde, denn er war viel zu groß. Aber ein Briam kann man auch ganz gut kalt essen.

Es war schön, mal wieder einen Tag häuslich zu bleiben. Durch die Geburtstagsparty habe ich gemerkt, wie gerne ich eigentlich meine Wohnung habe und wie viele Komplimente ich für die Einrichtung erhielt. Es wurde mir wieder bewusst, wie wohl ich mich hier fühle.

Ein letztes Foto am Abend vom Balkon:

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Ich wusste nicht, dass es ein Comedian gibt, der seine ganze Show darauf aufbaut, dass man Dinge in bekannten Songs falsch versteht. Der Trick dabei ist, dass er es falsch vorsagt und man es dann auch falsch hört. Ein paar sind nicht schlecht, andere sind ein wenig an den Haaren herbeigezogen.

Der Sonntag after

Ach ja. Der Tag nach der Party. Ich wurde verhältnismäßig spät wach zu meinen sonstigen Zeiten und im Kopf spürte ich den Alkohol, jedoch nicht so schlimm dass es nicht auszuhalten gewesen wäre.

Die Wohnung aufräumen und die Spülmaschine bemühen für eine Bewirtung von ( ich musste es nochmal nachzählen) 25 Gästen. 18 Flaschen Cremant und Wein, ohne die ganzen Softdrinks. Ein schönes Ergebnis; das kann sich sehen lassen. Ich räumte jedoch nicht alles weg, es war mir zu viel. Zudem schmerzte mein Fuß, weil ich gestern unentwegt die neuen Schuhe aus San Sebastian anhatte. Ich machte etwas anderes.

Am Nachmittag fuhr ich ins benachbarte Ausland, nach Frankreich. Dort waren am Samstag und Sonntag, die Journées du Patrimoine. Und in dem kleinen Dorf, wo die N wohnt, gibt es eine Besonderheit. Eine Kirche, die ganz aus Metall ist. Ich muss immer daran vorbeifahren, wenn ich zu ihr fahre, und ich wollte sie schon lange gerne einmal von innen sehen. An diesen Tagen sind solche Gebäude auch von innen zu sehen. Die N hatte mich darauf aufmerksam gemacht.

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Notre Dame de Fer.
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Die Kirche ist ein Trauerspiel. Erbaut wurde sie in den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Sie steht in einer Siedlung, die damals eigens für die Minenarbeiter gebaut wurde, zu einer Zeit als die großen Firmen sich noch für ihre Arbeiter verantwortlich fühlten, und ihnen innerhalb des künstlichen kleinen Dorfes auch andere Dinge zur Verfügung stellten, wie nur ein Dach über dem Kopf.

Die Kirche wurde entweiht und ist letztes oder vorletztes Jahr verkauft worden an ein Konsortium.

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Doch es stand schon einmal sehr schlecht um sie in den neunziger Jahren. Das Foto unten habe ich von einem Plakat abfotografiert, dass zu der Zeit gemacht wurde. Da sieht man deutlich, dass sie aus Metall ist und schwer von Rost befallen war.

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Gerettet wurde sie dann von einem Metallmagnaten, der sie im Jahr 2000 wieder Instand setzte. Doch das ist jetzt auch schon 25 Jahre her, und seitdem ist nichts mehr passiert.

Der schwere Steiner der Altar befindet sich immer noch im Innern:

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Die heilige Barbara die hingerichtet und geköpft wurde
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Die heilige Maria, bei der jemand fand, sie könnte eine modische Pediküre gebrauchen.

Ich lernte bei der Gelegenheit auch ein älteres Ehepaar kennen, die sich ehrenamtlich für sehr viele Dinge in dem kleinen Dorf engagieren,die uns viel über diese Kirche erzählten. Es soll in Zukunft eine kulturelle Begegnungsstätte werden, doch dafür braucht es erst noch einmal Renovierungsarbeiten.

Nach dieser Visite ging es ab nach Mondorf zu dem einzigen großen Thermalbad und Kureinrichtung, die Luxemburg zu bieten hat. Dort tauchte ich ab im Schwimmbecken mit dem salzigen Wasser. In dem Becken sind Massagedüsen an verschiedenen Wänden angebracht die eine Wohltat waren. Im Anschluss tauchte ich noch in das normale Becken und Schwamm, ein paar Runden, jedoch nicht so lange, denn das war Chlorwasser.

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Gleich neben dem Thermalbad steht eine der bekanntesten Skulpturen über das Märchen der Maus Kätty.

Später trafen wir dann noch die K auf einen kurzen Plausch in einem Café gleich nebenan. Es war ein schöner, angenehmer Nachmittag und früher Abend.

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Was hättest du im Leben gern viel früher angefangen?

Es gibt zwei Dinge, die mir dazu einfallen. Einerseits ist es das Aquarell malen, mit dem ich schon viel früher hätte beginnen sollen. Andererseits ist mein Beruf. Ich hätte mich in jungen Jahren gegenüber meinen Eltern viel energischer durchsetzen müssen. 

The Geburtstagsparty

Sehr früh wach. Und anstatt heute viel Text zu machen, mache ich heute sehr viele Fotos.

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Die Einladung.
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Auf dem Wochenmarkt Blumen gekauft. 
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Der Geburtstagskuchen. Ja, das Bild habe ich gemalt, abgelichtet und eingeschickt damit es auf den Kuchen gedruckt wird.
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Die beiden ersten Tabletts. Es gab noch jede Menge anderes Zeug.
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Das ganze Buffet.
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Und das sind alle Geschenke und Einladungen zu Restaurants und Events, und es gab auch etwas sehr schickes zu anziehen:
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Es war ein voller Erfolg. Doch wie immer bei solchen Feiern, war es viel zu kurz, um mit all denen zu sprechen, die ich schon lange nicht mehr gesehen hatte.

Vorbereitungen

Ich war spät eingeschlafen. Doch ich hatte vorsichtshalber den Wecker gestellt, den ich dann doch nicht brauchte. Kurz nach 8:00 Uhr stand bereits Meisterin Propper auf der Matte.

Den ganzen Vormittag räumten und putzten wir durch die ganze Wohnung. Die ganze Deco wurde weggeräumt, die auf den beiden Buffets stand. Ich kalkulierte zum ersten Mal, wie viele Sitzgelegenheiten nicht überhaupt in der Wohnung habe. Ich kam auf 23 Stück, wenn alle sich ein bisschen breiter auf die beiden Sofas setzen und nicht wie Sardinen in einer Dose. Das überraschte mich dann doch, denn ich hatte mit weniger gerechnet.

Als Meisterin Proper weg war, machte ich Eis. Meine zwei Lieblingssorten, also die zwei Sorten, von denen ich weiß, dass ich sie perfekt immer hinbekomme. Jedes Mal. Vanilleeis und Pistazieneis.

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Pistazieneis.
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Natürlich musste ich kosten.

Das kleine Buffet wird die Getränkestation werden, das große, die Fressstation:

Zwischendurch fuhr ich noch mal los und kaufte noch eine durchsichtige Plastiktischdecke, für das kleine Buffet. Ich möchte nachher nicht alles voller Wasser- und Weinflecken haben. Bei der N holte ich die große Auflaufform ab, in der ich das Tiramisu gemacht hatte, als ich auf ihrem Geburtstag war.

So sieht das jetzt aus.

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Als alles soweit fertig war, ging ich noch einmal im Kopf, durch was ich morgen alles machen muss. Ja, es wird viel werden, aber es ist zu schaffen.

Am Abend schwankte ich zwischen noch einmal ein wenig vor, die Tür gehen oder daheim bleiben. Ich entschied mich für die eigenen vier Wände , denn morgen wird ein langer Tag werden.

Friseur & Miso

Ein langer Tag mit ein wenig Rumgerenne, einem Friseurbesuch, Dumplings und Misosuppe:

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Für‘s Blog hatte der Tag wenig zu bieten. Am Nachmittag startete ich dann die große Einkaufsrunde für das Wochenende. Ich werde dann doch eine kleine Party geben, obwohl ich mich zu Anfang dagegen entschieden hatte. Und da es nicht so viel zu berichten gibt, gibt es ein paar Links.

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Eine der tollsten Werbekampagnen seit langem.

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Hast du schon mal einen Bösewicht mehr gemocht als den Helden? Wen und warum?

Spontan fällt mir da die Serie mit Sherlock Holms mit Benedict Cumberbatch als Sherlock und Andrew Scott als Erzfeind Moriaty. Scott ist nicht unbedingt The Sexiest Man Alive im klassischen Sinne, aber hat eine sehr anziehende Wirkung.

Mittwoch, nicht mehr, nicht weniger

Es gab sehr viel zu tun, schon am Morgen. Alles mag ich nicht aufzählen, das wäre langweilig.

Ich sah am Morgen die Mail dass für die Re:publica 27 die Tickets bereits online sind. Für gewöhnlich bekam man die erst im November. Der Early-Bird Preis beträgt satte 287,00 €. Sorry aber davon abgesehen, dass ich zu der Zeit dienstlich eh beschädigt sein werde, ist der Eintritt auch in der Early-Bird billig Variante ein stolzer Preis. Wenn ich dann noch die Anreise und alles andere dazu rechne, lohnt sich das nicht mehr. Tja, das war’s dann wohl mit mir und der Re: Schade.

Büroarbeit gab bis in den Nachmittag hinein noch und nöcher, doch sie duldete keinen Aufschub mehr. Zudem malte ich ein Bild für Samstag, das mir so so, la la, gelang. Ich könnte es zeigen, doch ich weiß ja wer hier alles mitliest…

Am Nachmittag dann endlich eine Dienstrunde die Licht ins Dunkel brachte. Huiii! Es wird die nächsten Wochen sehr heftig werden und damit auch wahrscheinlich ruhiger hier. Abschätzen kann ich das nich nicht so richtig.

Nach so viel Gerede und Geplane, war ich ein wenig platt und brauchte Nahrung. Ich erinnerte mich an ein chinesisches Restaurant, das der G mir einmal empfohlen hatte. Le Zaï. Ich hatte Imperiales Hühnchen, das ich bei meinem ersten Besuch auch hatte und sehr lecker war.

Daheim ging ich noch mal die Liste durch mit allem was bis Samstag ansteht, und das ist so einiges.

Früh zu Bett.

Montag und Dienstag

Der Montag bestand hauptsächlich aus der Rückfahrt von Frankfurt nach Luxemburg. Ich hatte herrlich gut geschlafen in diesem 5Sterne Bett. Zudem hatte ich zum Frühstück ein wunderbares Eggs Benedict. Sonst ist ja Frühstück bei mir vergebene Liebesmüh, aber das konnte ich mir nicht entgehen lassen. Der Service und überhaupt alle Annehmlichkeiten in einem Fünfsternehotel sind schon sehr großes Kino, man könnte sich glatt daran gewöhnen… Das Hotel gehörte einmal bei Staygrand.com zu den besten Hotels weltweit. Die Plakette befindet sich noch immer an der Tür des Hotels, auch wenn es in der Liste auf der Homepage nicht mehr erscheint.

Da sonst nicht viel Gescheites an dem Tag passierte, (also es passierte schon so einiges, aber das gehört nicht hierher) machen wir mal wieder einen doppelten Tag. Ich flog und fuhr am Samstag, Sonntag und Montag zusammengerechnet in etwa 1750 km und war für den Rest vom Montag nicht mehr brauchbar.

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Ich erwachte am Dienstag dann sehr früh um 6:00 und fühlte mich erstaunlich ausgeschlafen. Es gab Wäsche à gogo für die Waschmaschine.

Am Vormittag ging es zum erstem mal seit langem zu einer kleinen Dienstrunde, die aber für mich wenig ereignislos war. Morgen erfahre ich mehr. Das verschaffte mir einen unverhofften freien Nachmittag den ich für mich nutzte, denn das Wetter war schön.

Ich fuhr zum See schwimmen. Als ich mich in die Sonne legte zum trocknen hatte ich Besuch:

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Die Schwimmrunde war herrlich. Ich muss gestehen die letzten beiden Tage hatte ich leichte Entzugserscheinungen.

Da so schönes Wetter war, hatte ich keine Lust nach Hause zu gehen. Ich setzte mich am späten Nachmittag dann noch einmal ins Renert und ließ den Tag mit einem Glas Vulpes Molaris ausklingen. Ein Wein, den es nur im Renert gibt.

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Ich entdeckte seltsame Wolken:

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Sie sehen aus wie Wolken, die sich in letzter Sekunde entschieden haben, nicht dorthin zu wandern, wo sie hin wollten, sondern wieder kehrt machten und in die andere Richtung flogen. Andererseits könnte man auch vermuten, dass es Kondensstreifen sind, aber dafür waren sie viel zu groß.

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Nachtrag:

Und wieder hätte ich es fast vergessen! Der neue Podcast ist da! „Das ist nicht mein Problem!“, eine Aussage, die sehr egoistisch daherkommt, aber manchmal ist es besser, sie zu beherzigen.

In der Oper: Mazeppa

Ich hatte mir den Wecker auf 6:30 Uhr gestellt. Doch ich war vor dem Wecker wach und die Nacht kam mir sehr kurz vor. Ich zog den kleinen Koffer aus dem Schrank, öffnete den großen Koffer, packte den Kulturbeutel um und ein bisschen anderes Zeug, damit ich heute Abend in der Oper einigermaßen aussehe. Schließlich ist es eine Premiere. Dass ich eine Oper ansehe, kommt eher selten vor. Aber es ist ein Geburtstagsgeschenk, und ich war neugierig, zumal ich noch nie in der Oper in Frankfurt war.

Kurz vor 7:30 Uhr stand ich dann bei dem G , der nur eine Straße weiter wohnt, vor der Tür und wir fuhren los. Ich war froh, dass ich nicht fahren musste.

Und dann, hallo Frankfurt:

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Ja das ist schon ein großer Unterschied in der Kultur, zu dem wo ich gestern noch war. Frankfurt empfing uns mit Regen.

Wir checkten im Sofitel. Der G hat es sich ausgesucht, weil es direkt neben der alten Oper war. Später stellte sich heraus, dass die Premiere nicht in der alten Oper war, sondern in der Oper, Frankfurt, also 13 Minuten zu Fuß vom Hotel entfernt. Ich musste ein bisschen lachen, weil das Hotel halt absichtlich ausgesucht hatte, weil weil es gleich daneben liegt.

Da es schon fast 1:00 Uhr war, beschloss ich, etwas zu essen in einem Restaurant gleich neben dem Sofitel. Hier bestätigte sich etwas, was ich dann doch sehr seltsam fand. Frankfurt ist in seiner besseren Klasse von Restaurants, teurer als Luxemburg. Ich bezahlte für ein Wienerschnitzel, eine Panna Cotta, ein stilles Wasser, ein Glas Chardonnay, und ein Espresso, rund 90 €. Peng! ich werde das Restaurant nicht namentlich erwähnen, denn als ich später die Menükarten von den anderen Restaurants nebenan studierte, ich wäre ich dort mehr oder weniger auf den gleichen Preis gekommen.

An einem Sonntagnachmittag im Regen eine kleine Erkundung durch Frankfurt zu machen, ist vergebene Liebesmüh. Es ist alles geschlossen und man steht im Regen rum.

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Am Abend ging es dann in die Oper, Frankfurt. Auf dem Programm, eine Tschaikowsky Oper, die ich nicht kannte: Mazeppa

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Die Musik ist von Tschaikowsky, die Geschichte von Alexander Puschkin. Gesangssprache, Russisch. Ich las also schön brav, vorab die Geschichte, damit ich zumindest mitbekomme, um was es geht, auch wenn es deutsche und englische Untertitel (bzw Übertitel) gab.

Ich bin, wenn ich am Theater arbeite, nicht unbedingt der große Fan von Opern. Aber diese hier war schon außergewöhnlich. Im Gegensatz zu vielen anderen Komponisten, mag ich die Opern von Tschaikowsky. Das Bühnenbild fand ich großartig. Auch die Inszenierung, ist schon heftig; des Plakat mit dem Blut verrät, dass es zur Sache geht. Es wird jedoch nie übertrieben. Es ist keine Splatter Oper. Die Oper ist mit ihren mehr als 3 Stunden und zwei Pausen (alles in allem fast 4 Stunden) doch recht lang. Ich hätte Angst, dass ich das nicht durchhalten würde, aber man hält es problemlos durch.

Da es die Premiere war, waren der G und ich im Anschluss noch zur Premierenfeier eingeladen. Kurz nach Mitternacht war ich wieder im Hotel.

Von St.Jean nach Luxemburg

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Beihnah wären wir nicht geschwommen. Im ersten Bild sieht man warum. Der Triathlon fand statt. Doch kurze Zeit später waren die Schwimmer vom Mini- und vom Semi Triathlon durch und wir kamen ungestört und ungehindert ins Wasser. Ich war überzeugt, dass der Delfin nicht da wäre wegen dem Ganzen Trubel. Doch sobald es wieder ruhig war, erschien er doch. Ich winkte ihm noch einmal aus der Ferne.

Zum Mittagessen gab es noch eine bretonische Gallette bei Piper Beltz und dann wurde es auch so langsam Zeit, sich auf den Weg zum Flughafen zu machen.

Ich nahm die C und die V mit, die D wird noch eine Weile bleiben.

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Und das wars für St.Jean dieses Jahr. Es ging wieder viel zu schnell.
Morgen geht es weiter nach Frankfurt.

60 und 1 Tag

Die Überschrift des Postings erinnert mich an einen Film. Eternity and a Day, mit Bruno Ganz in der Hauptrolle. Ein sehr philosophischer und poetischer Film, der damals die goldene Palme in Cannes gewann. Auch die Filmmusik (Spotify) von Eleni Karaindrou ist wunderschön.

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Die schönsten Schäfchenwolken der Welt.
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Ich kann es kaum glauben dass heute schon der letzte Tag vor der Abreise ist. Die Zeit fliegt vorbei wenn es einem gut geht.

Kurz vor Mittag trafen wir endlich den S und A die uns zum Mittagessen eingeladen hatten. Ich bekam ein Geschenk:

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Ein Zeichenblock mit Stift.

Der S hatte einen wunderbaren Fisch zubereitet mit einer herrlichen Sauce, dazu gedünstetes Gemüse und Kartoffeln mit einer Aioli Sauce. Für die Nachtisch von Henriet hatten wir gesorgt. Ein so genannter Fraisier, mit Erdbeeren wie in einem Traum:

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Anschließend ging es zurück in die Wohnung, wo ich mich für eine Weile hinlegte. Zum Schwimmen war ich nicht motiviert, zudem bei der Wellengang eine Idee zu heftig.

Am Abend setzten wir uns noch einmal in diese kleine Guinguette oben am Meer und sahen dem Sonnenuntergang zu.

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Ein neues Jahrzehnt

Theoretisch würde es erst nächstes Jahr beginnen, aber der Mensch zählt nun einmal ab der Null, wenn es um Lebensjahre geht.

Mein erster Gedanke beim Aufwachen war, dass ich hier einen größeren Text schreiben würde, weil mich eine Welle der Melancholie überfiel. Das ist fast immer so, wenn mich etwas überwältigt. Ich dachte an Menschen zurück, die schon lange nicht mehr da sind. Manchmal wünschte ich mir, einige wären noch hier, nur um zu sehen, was aus ihnen geworden wäre oder damit sie sehen, was aus mir geworden ist. Aber vielleicht wissen sie es ja schon…

Ich beschloss, etwas anderes. Ich werde sehr viele Fotos zeigen.

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Erste Überraschung des Tages.
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Auf dem Weg zur ersten Schwimmrunde.
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Der Delfin war auch da und vollzog eine kleine Zirkusshow und sprang hinter der gelben Boje hervor. Foto von der D.
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Foto von der D.
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Good Morning Sunshine…

Nach einem ausgedehnten Frühstück im Suisse, legte ich mich eine Weile hin und schnitt dann noch fix den nächsten Podcast zusammen, der am Mittwoch rausgehen wird. Dann machte ich einen Spaziergang.

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Der kleine der zwei Leuchttürme mit den Trois Couronnes im Hintergrund.
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Der gleiche Leuchtturm von einer anderen Seite.
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Eigentlich wollte ich diese Blumen fotografieren, die mir sofort ins Auge fielen , weil sie ein Herzform hatten…
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…doch dann spazierte mir dieser kleine Geselle ins Bild, der sich keinen Deut darum scherte, dass ich gleich neben ihm stand.

Später gab es nochmal eine Schwimmrunde.

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Der Himmel so blau und wolkenlos…
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…und über die Wellen zogen die Segelboote dahin.

Am Abend, dann ging es ins Briketenia, ein Sternerestaurant, in Guéthary.

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Wir hatten das Sommer Menü.

Und so melancholisch, wie der Tag angefangen hatte, so schön endete er.

Ein Ausflug nach Bayonne

Die Tage ähneln sich im Ablauf, aber von dem, was wir zu sehen und zu essen bekommen, sind sie sehr unterschiedlich.

In der Nacht hatte es geregnet. Gestern Abend schon, als wir aus dem Restaurant kamen tröpfelte es kräftig; wir hatten Gott sei Dank einen Regenschirm dabei.

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Am Morgen, dann waren die Temperaturen etwas zurückgegangen, und der Himmel war bedeckt. Die C kam auch mit. Sie scheint mittlerweile auch Gefallen daran zu finden, wie die D und ich, sich jeden Morgen in die Fluten zu stürzen. Aber dieses Mal ohne Delfin. Es wäre spooky gewesen, wenn er wieder da gewesen wäre. Die Oberfläche des Meeres war ruhig, aber es war ein ziemliches auf und ab. Das merkte man auch an den Wellen, die auf den Strand schlugen. Lustig daran ist, dass man glaubt, man könnte schwimmen wie ein Weltmeister, weil man mit einem Schwimmzug drei bis vier Meter weiter ist, der nächste Schwimmzug macht man dann aber fast auf der Stelle.

Am späten Morgen ging es dann nach Bayonne. Die Stadt ist immer wieder einen Ausflug wert, und ich bevorzuge sie um Längen gegenüber Biarritz. Ich erstand eine neue Flasche Tobago der Marke Parfums et Senteurs du Pays Basque. Ein Duft, den ich das letzte Mal als ich hier war, schon gekauft hatte und den ich den ganzen Sommer über trug. Mittagessen gab es im Basa, ein kleines Restaurant, das in einem sehr schönen Hinterhof liegt.

Ich kam nicht drum herum ein pasr Fotos zu schießen weil Bayonne so viele schöne Ecken hat.

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Ich versuchte mich in Straßenphotografie

Es gab eine neue Ausstellung in Baskischen Kunstmuseum über Humboldt.

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Nein, nicht Alexander, sondern sein älterer Bruder Wilhelm. Dieser verbrachte nämlich viel Zeit im Baskenland, um die Natur, die Gegend und die Menschen zu studieren. Er schrieb auch ein Buch darüber, dass 1905 erschienen. 2010 wurde es nochmal veröffentlicht. Interessanterweise wurde es erst 2026 ins Französische übersetzt, woraus ich schließe, dass diese Ausstellung damit zusammenhängt. Ich hätte eine französische Ausgabe im Museum erwerben können, wollte aber das deutsche Original lesen. Ich werde bei Gelegenheit schauen, ob unsere Staatsbibliothek das nicht zur Verfügung stellt. Das Buch ist nämlich ganz schön teuer.

Am Abend gab es noch einmal eine kleine Schwimmrunde, die aber sehr kurz ausfiel, weil das Wasser etwas zu wild war. Zudem war es sehr windig, siehe Foto:

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Später saßen wir noch eine Weile der Bar du Cru, aßen eine Käse Planchette mit einen Glas Wein. Ich lag beizeiten flach.

Und morgen beginnt ein neues Jahrzehnt.

Ein Ausflug nach San Sebastian

Die Schwimmrunde am Morgen war wieder mit Delfin, fast so als ob wir uns verabredet hätten. Das ist schon sehr seltsam. Er schwamm an jedem von uns ganz nah, fast mit Körperkontakt vorbei und machte sich dann weiter auf die Suche nach Futter. Da das Meer heute ganz ruhig war, sah man nicht nur ihn sehr gut, sondern auch sein „Frühstück“ stellenweise aus dem Wasser springen. Es sind wirklich unglaubliche Begegnungen und Momente.

Nach einer Dusche zum entsalzen ging es mit dem Flixbus kurz vor Mittag nach San Sebastian. Es ist die einfachste Methode um hinzukommen. Ich habe zwar einen Leihwagen, doch um damit nach Spanien zu fahren zu können, kostet nochmal eine extra Versicherung und man muss sich zusätzlich auf einer Seite anmelden um in die Stadt reinzufahren. Alles neue Gebühren die es vor ein paar Jahren noch nicht gab.

Fotos von San Se (wie die Luzianer es abkürzen) gibt es zu Hauf im Blog. Hier ist eine Auswahl von Postings.

Ich kaufte mir ein paar neue Schuhe bei Camper. Es ist wieder ein paar, aus der Twins Serie, bei der die Schuhe absichtlich nicht aussehen einer wie der andere. Und dieses Mal sehen sie sehr anders aus. Fotos davon gibt wenn ich wieder daheim bin.

Im San Telmo Museum gab es dann eine große Ausstellung von Goya, von dem das Museum eine Reihe Zeichnungen erworben hat, 80 Stück an der Zahl. Die Zeichnungen zeigen das Elend des Krieges, als Napoleon Spanien angriff. Sie wurden in Dialog gesetzt, mit einem anderen Bild von einem amerikanischen Künstler, Morherwell, den ich gar nicht kannte. Diese Gegenüberstellung fand ich jedoch überflüssig, denn die Bilder von Goya sprechen eine klare und deutliche Sprache. Fotografiert habe ich nichts davon.

Mir fiel auf, dass wir gestern einen Film sahen, in dem ein ganzes Dorf ermordet wurde. Und heute ging es um den Krieg in Spanien. An dieser Stelle möchte ich sagen, dass ich die schrecklichen Dinge, die zur Zeit in der Welt passieren, wie das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt, oder der Zoll Krieg zwischen Kanada und USA, schon wahrnehme. Aber es lähmt mich und macht mich sprachlos. Auch diese unsinnige Pisa Studie, in der Luxemburg schlechter abschnitt als die Jahre davor. Hierzu möchte ich einen Tröt von Croco verlinken, der in seiner Aussage mit Sicherheit auch auf Luxemburg zutrifft.

Es gab noch eine weitere Ausstellung über Zeichnungen der Moderne, die ich sehr bemerkenswert fand, und dort machte ich auch ein paar Bilder.

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Wieder zurück nach Saint Jean ging es dieses Mal, mit der Tram und anschließend mit dem Zug. Das dauert um einiges länger, aber die Verbindungen sind häufiger.

Am Abend ging es dann in St.Jean zum Bar Basque, mit der C, der D, und der V. Danach fiel ich dann ins Bett wie ein Stein.

Schwimmen mit Delfin reloaded & Im Kino: Salvation

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Es war trübes Wetter und es nieselte auch ein wenig.

Für alle die, glauben, ich würde mir da was zusammenfaseln, mit dem Delfin, diesmal hatte ich zwei Zeugen! Fotos gibt es keine davon, wie sollte ich das auch anstellen. Die C war mit von der Partie für die morgendliche Schwimmrunde zum ersten Mal. Wir hatten ihr schon von den Begegnungen erzählt. Und als wir unsere gewohnte Strecke hinaus schwammen, war auch klar, dass wir ihn nicht unbedingt sehen würden. Die letzten Schwimmrunden war er nicht da. Und dann kam er doch. Er ging einmal kurz hoch vor uns und tauchte dann wieder ab. Die C schrie vor Aufregung. Ja, genau so ging es mir auch bei meiner ersten Begegnung. Keine 30 Sekunden später tauche er direkt neben mir auf, um einen sehr lauten Schnaufer durch das Blasloch zu geben, bei dem ich zugegeben sehr erschrak. Er hatte etwas rundes im Maul. Was es genau war konnte ich nicht erkennen, er wollte offensichtlich spielen. Doch es ihm aus dem Maul zu nehmen, hätte ich mich um nichts in der Welt getraut. Dann tauchte er zur C hinüber und anschließend zur D. Ich war inzwischen bei der weißen Boje angelangt, und er kam auch noch mal zu mir. Er hat ein sehr liebes Gesicht, irgendwie, wenn man das von einem Meerestier behaupten kann. Nach der Begegnung schwammen wir alle drei zurück.

Ein Erlebnis, das ich mein Lebtag nicht vergessen werde.

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Genau da war es.

Auf dieses Erlebnis hin gab es Kaffee und Frühstück.

Am Nachmittag ging ich mit der D ins Kino. auf dem Programm, ein türkischer Film, der den silbernen Bären dieses Jahr in Berlin gewonnen hat. Kurtuluş (Salvation).

Ich hatte wie sie so oft, weder Kritiken gelesen noch eine Zusammenfassung. Das einzige was die D mir erzählte, war, dass der Film keine leichte Kost ist. Und es war er in der Tat nicht. Im Nachhinein dachte ich, man könnte den Film auch anders nennen können, wie „Anatomie einer Fehde“. Er zeigt genau wie ein Wort das nächste gibt, wie eine Lüge, die nächste schürt und wie der Wahnsinn von Rache und Vergeltung immer schlimmer wird. Im letzten Drittel weiß man, wo die Geschichte unweigerlich hinführt und man sieht das schlimme Ende kommen, und es macht den Film ein klein wenig langatmig. Aber er ist sehenswert, man muss nur wissen, worauf man sich einlässt.

Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit, so steht es zumindest im Vorspann geschrieben. Das machte mich neugierig, und ich versuchte zu recherchieren, wo die Geschichte ihren Ursprung hat.

Im Jahr 2009 wurden in einem kurdischen Dorf in der Türkei bei einem Hochzeitsfest etwa 40 Dorfbewohner von bewaffneten Wachen ermordet.

Dieses Dorf das niedergemetzelt wird, gab es also. Doch die Ausgangsgeschichte im Film ist eine andere.

Am Abend gab es dann mal etwas „einfaches“:

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Eine Pizza aus der Mia Toscana.

Ein letztes Bild vom Meer.

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Und irgendwo da draußen ist die neue ‚Freundin‘, die mich vielleicht vor meiner Abreise noch einmal besucht.

Zu Gast bei einem Koch

Auch wenn ich es nicht jeden Tag erwähne, aber ich bin während der letzten Tage, jeden Tag zweimal im Meer gewesen. Man könnte meinen, ich schwimme auf Vorrat, denn wenn ich wieder in Luxemburg bin, wird der Spaß im Meer oder im See zu schwimmen, vorbei sein.

Die erste Schwimmrunde:

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Am Morgen war es sehr bedeckt und die Wellen ganz schön hoch. Doch an der Stelle, wo die D und ich immer ins Wasser steigen, geht es ganz gut und man wurde nicht umgeworfen. Denn wenn man bis einmal im Wasser ist, hinter den Wellen, ist es eigentlich sehr ruhig. Ich schwamm bis raus zu der weißen Boje, und merkte, dass es doch ein größeres auf und ab war, was eigentlich sehr lustig ist und mich je nach Welle, sehr viel schneller weiterbrachte.

Eine Weile später stießen die C und die V zu uns, denen wir am Tag zuvor gesagt hatten, dass wir jeden Morgen eine Schwimmrunde absolvieren. Die C versprach uns die Tage einmal mitzugehen.

Anschließend ging es in die Bar de la Marine zu einem kleinen Frühstück.

Ich legte einen etwas ruhigeren Tag ein. Zudem sollte es später sehr heiß werden.

Am Nachmittag ging ich dann noch einmal raus auf ein Eis. Als wir von Bargeton zurückkamen, war eine Art Aufruhr am Strand, von der wir aber sofort wussten, warum sie stattfand. Alle starrten wie gebannt aufs Meer hinaus.

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Das ist nur ein kleiner Ausschnitt. In Wirklichkeit waren es sehr sehr viele. Es war der Delfin, der wahrscheinlich kurz davor eine Kapriole vollzogen hatte.

Am späten Nachmittag zog ich mich dann auch noch einmal hinaus ins Wasser.

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Und dann kam das, auf dass ich mich schon den ganzen Tag gefreut hatte.

Am Abend fuhren wir zu viert nach Urrugne um dort bei einem Koch daheim zu speisen. Es war seit sehr langer Zeit mal wieder dass wir wieder einmal vom Koch der einst das Bidaian hatte, bekocht wurden. Schön dabei war, dass ich seine wunderbare Art zu kochen wieder fand. Fotos der Speisen habe ich nur eine gemacht und aber sonst keine Fotos; das hat seinen Grund. Wir waren in einem Privathaus und es waren noch sehr viele andere Leute zugegen.

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Das waren Shrimps dreimal verschieden angerichtet. Die Vorspeise.

Eines kann ich aber noch zeigen. Als wir dort ankam, ging ein Donnerwetter nieder, mit dem keiner richtig gerechnet hatte. Im Anschluss gab es einen wunderschönen Regenbogen:

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***

Wenn du ein Jahr deines Lebens noch einmal erleben könntest – welches wäre das?

Ich glaube, das wäre das 51. Lebensjahr. Das Jahr, in dem ich meine Weltreise gemacht habe und die ich abbrechen musste, weil ich in Neukaledonien mit einem geplatzten Blinddarm operiert wurde. Da der ja jetzt weg ist und nicht noch einmal platzen kann, würde ich dort weitermachen, wo ich damals aufgehört habe, und all die Orte, die ich damals noch im Südpazifik und Südamerika vorgesehen hatte, aufsuchen. Neuseeland habe ich ja ein paar Jahre später nachgeholt. Alles andere in Südamerika und Pazifik leider nicht. In Argentinien und in Chile war die politische und wirtschaftliche Lage in den darauf folgenden Jahren, alles andere als gut. Die Welt ist nach Covid eine andere geworden und ich weiß nicht, ob ich noch dahin will.

Ein Ausflug nach Labastide-Clairence

Ein Foto noch von gestern, dass ich bei der zweiten Schwimmrunde machte:

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Bei der heutigen Schwimmrunde war es übrigens auch diesig. Ich hatte nicht so gut geschlafen, denn irgendwann in der Nacht wurde ich wach, und wanderte zwei Stunden durch die Wohnung, bis ich wieder einschlafen konnte. Dementsprechend gerädert stand ich am Morgen auf. Aber, das ist nichts, was die Schwimmrunde nicht wieder in Ordnung bekäme. Als ich aus dem Wasser kam, war ich wiederhergestellt.

Wir hatten uns einen Ausflug vorgenommen zu einem Dörfchen, was wir nicht kannten, von dem die D aber schon viel gehört hatte. Labastide-Clarence, liegt ungefähr 35 Minuten von hier weg in Richtung Bayonne, aber mehr im Hinterland. Man hatte uns empfohlen, an diesem Wochenende hinzufahren, da dort der große, alljährliche Markt mit Keramik Künstlern stattfinden würde.

Es ist ein wunderschönes kleines Dörfchen, bei dem das Wort Idylle groß geschrieben wird. Als wir dort ankamen, wurden wir gleich von einer älteren Dame auf der Straße angehalten, die uns erklärte, auf welchen Parkplatz wir fahren müssten und wie es dann weiter zum Markt gehen würde. Ich erschrak ein bisschen, denn ich hatte mir das kleiner vorgestellt, aber es war alles hervorragend organisiert. 

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Und es gab in der Tat irrsinnig viel zu sehen. Bei vielen Objekten kribbelten mir die Finger, aber ich besann mich eines Besseren. Wie hätte ich die Schüsseln oder Vasen, mit denen ich alle liebäugelte, mit dem Flieger zurückgebracht. Auch die D war ein paarmal sehr versucht, zuzuschlagen.

Und dann entdeckten wir etwas, dass den Ausflug noch mehr aufwertete und mich bei den nächsten Malen, wenn ich hier bin, wahrscheinlich dazu verleitet, noch einmal her zu kommen. Wir fanden eine alte Mühle, in der Schokolade hergestellt wird. D.h. dort wird der Prozess der Schokoladenherstellung von der ganzen Bohne bis zur Schokoladentafel im Hause selbst gemacht.

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Der Besitzer erzählte uns, dass sein Ururgroßvater 1903 dort eine Schokoladenfabrik hatte. Sie wurde aber eingestellt. Der Ururenkel hat nun das ganze Areal vor zwei Jahren komplett renoviert, die Mühle restauriert, und während den Ausgrabungen, die alten Bilder wieder gefunden, die damals auf dem Papier der Schokoladentafeln waren.

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Und ich muss gestehen, die Schokolade schmeckt großartig! Ich habe mir eine Tablette Milchschokolade mitgenommen, die so stark im Geschmack ist, wie ich selten eine gegessen habe. Der Zuckergehalt ist weitaus weniger hoch als in anderen Schokoladen.

Wieder in St.Jean legte ich mich eine Weile hin und schrieb schon ein wenig vor.

Am Abend sahen wir dann die C und die V, die ebenfalls heute ankamen, um hier Urlaub zu machen. Um das zu feiern, hatten wir einen Tisch im Belardi bestellt. Es war sehr schön und sehr lecker.

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Galette, Überraschung & Fisch

Wenn man mich für diesen Tag fragen würde, was die Essenz davon gewesen ist, dann war es hauptsächlich fressen. Dabei war es gar nicht so sehr viel, also doch, am Abend war es schon ziemlich viel. Ich hatte mir nämlich beim Aufstehen fest vorgenommen, heute wirklich Schmalhans Küchenmeister walten zu lassen, doch letztendlich fällt einem das in Saint Jean sehr schwer.

Bei der Schwimmrunde am Morgen war der Delfin auch wieder da. Inzwischen freue ich mich, wenn er da ist, aberes ist nicht mehr die große Aufregung wie bei der ersten Begegnung. Er war auch dieses Mal sehr viel näher an mir dran, als gestern. Man schickte mir ein Foto, dass sie (ja, es ist eine Sie) bei einem der schönsten Sprünge in der Bucht zeigt. Manchmal macht sie das und ich frage mich, ob das nicht auch ein bisschen Zirkus ist um Aufmerksamkeit zu erregen. Man hat schon so einiges versucht, um sie wieder hinaus ins große Meer zu locken, aber nein, sie scheint sich in der Bucht pudelwohl zu fühlen. 

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Nach dem Schwumm ging es auf den Wochenmarkt. Madam‘ Gascar war auch wieder da, und ich versorgte mich mit Vanille. Zudem besuchten wir die M, die Malerin ist. Große Wiedersehensfreude. Wir tranken zusammen Kaffee, plauderten über dieses und jenes und Gott und die Welt. Dabei zeigte sie mir so nebenher ihre neuesten Bilder, und was ich davon halten würde. Und dann kam eine Riesen Überraschung, so groß, dass ich zu einem Moment gar nichts verstand. Wie, wo und was das genau ist, werde ich die Tage berichten.

Zu Mittag aßen wir bei Piper Beltz (FB Link), dem besten bretonischen Restaurant im Baskenland.

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Ich kaufte noch Kaffeebohnen bei Deuza, vor allem für daheim, weil ich vor meiner Abreise mit den allerletzten Bohnen eine allerletzte Tasse Kaffee zusammen gebraut hatte.

Bei Bargeton, so hatte ich gestern erfahren, gab es heute eine neue Eissorte. Schwarzer Sesam mit ein klein wenig Honig. Köstlich. Wenn man einmal Bargeton Eis gegessen hat, will man kein anderes mehr.

Am Nachmittag nahmen wir einen Podcast auf. Ein tolles Thema, und ich denke er ist richtig gut geworden.

Später ging ich noch einmal Schwimmen. Denn dafür bin ich ja auch hier und wenn ich schon das Meer vor der Tür habe, dann ist zweimal Tag Schwimmen gehen das mindeste.

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Am Abend und da hatte ich ich mich den ganzen Tag darauf gefreut, gab es FISCH!!! Ein ganzer Steinbutt. Abgelichtet habe ich den Fisch nicht, aber er war göttlich gut gegrillt auf Holzkohle, ganz langsam, mit Olivenöl und Knoblauch, und dazu gab es Kartoffeln in Scheiben, die ebenfalls ganz langsam mit gekocht wurden. Herrlich!

Als Nachtisch gab es eine Brioche, die karamellisiert war, mit einer süßen Milch,soße und einer Kugel Vanilleeis.

Später fiel ich ins Bett und schlief sofort ein.

Ein Ausflug nach St.Jean-Pied-de-Port

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Schwimmrunde am Morgen mit dem Delfin, der immer noch da ist und von weitem grüßte, mit einem perfekten Hopser.

Ich hatte gestern nicht erwähnt, dass ich diesmal ein Leihwagen habe und das machte den Ausflug heute überhaupt erst möglich. Theoretisch würde es auch mit dem Zug gehen, aber es ist eine irrsinnig umständliche Fahrt, die man an einem Tag hin und zurück nicht hinbekommt. Es gibt hier mehr als ein St.Jean und wenn ich das meistens abkürze, dann ist damit immer St.Jean-de-Luz gemeint. Aber es gibt nicht weit von dort noch ein anderes, St.Jean-Pied-de-Port. (Port bitte mit t schreiben. Wenn man es mit c, wird aus dem Hafen ein Schwein und es wäre ein Heiliger Johann der Schweinsfüße) Es liegt eine gute Stunde von dem anderen St.Jean entfernt im Hinterland. Es ist ein mittelalterliches Städtchen, mit einer Zitadelle und einer Festungsmauer.

Als wir dort ankamen, gingen wir vom Parkplatz aus, gleich gegenüber zur Markthalle, in der noch alles geöffnet hatte. Ein paar von den Marktständen, kannte ich von meinem St.Jean. Wir kauften Wein von einer kleinen Bio Produzentin. Und da es schon fast Mittag war, machten wir auch gleich neben der Halle in einem kleinen Restaurant halt für ein Mittagessen. Le Chaudron, hat eine urgemütliche Terrasse. Anschließend ging es in die Stadt hinein. Es folgen Fotos:

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Der kleine Fluß Nivelle, der bis nach Bayonne fließt und den ich dort schon oft abgelichtet habe.
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Ein wenig unterhalb der Zitadelle sah man auf der anderen Seite dem Berg mit all den Weinreben.
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Erwähnenswert ist noch das St Jean Pied-de-Port ein Etappenort ist, um nach Santiago de Compostela zu kommen. Im Büro, wo man den Stempel bekommt, standen viele Pilger Schlange.

Es war ziemlich heiß, und wir kehrten nach der dem kleinen Rundgang noch einmal in ein Café ein und tranken einen wunderbaren hausgemachten Apfelsaft zusammen mit einer Flasche Pérrier. Wir bastelten uns die Apfelschorle selbst zusammen, denn das kennt man hier nicht.

Ich fand einen herrlichen Gewürzladen und kaufte mir zwei neue Pfefferssorten, die ich bis dato nicht kannte und die es so oft nicht zu geben scheint. Das gehört alles zu den Mitbringsel und die werden gezeigt, wenn ich wieder in Luxemburg bin.

Anschließend fuhren wir wieder über Stock und Stein zurück. In der Wohnung legte ich mich ein wenig hin und wartete darauf, dass die Sonne ein bisschen tiefer stehen würde, um noch einmal ins Meer abzutauchen. Derweil lud ich ein paar Fotos hoch und schrieb schon mal Text für dieses Posting vor.

Am Abend hatten wir uns vorgenommen, dass wir nur eine Kleinigkeit essen würden und hatten uns die Buvette da la Halles dafür ausgesucht. Doch wurden wir dort vom Chef selbst derart barsch empfangen, dass wir uns sofort umentschieden. Wenn er keine Lust auf quasi einheimische Klientel hat, er muss kein Geld mit uns verdienen!

Wir fanden dann einen Tisch im Petit Escargo, und dort bekam wir auch Kleinigkeiten.

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Das sieht jetzt nach sehr viel mehr aus, als es tatsächlich ist und es war sehr angenehm dort. Zudem sahen wir den J wieder, der Chefkoch, der einst das kleine Restaurant Bidaian besaß. Große Wiedersehensfreude und wir werden uns diese Woche noch einmal sehen aber darüber schreibe ich, wenn es soweit ist.

Auf nach St.Jean

Der Flieger ging um 11:00 Uhr. Der Wecker klingelte um 6:00 Uhr. Irgendwo muss ich mich verrechnet haben, denn das war eine gute Stunde zu früh. Aber was soll’s, schlafen kann ich auch noch im Flieger. Und so entschied ich, wenn ich schon so früh mit allem fertig bin, dann auch gleich zum Flughafen zu fahren und mir dort ein gescheites Frühstück zu gönnen, in dem Restaurant im ersten Stock. Ein Restaurant, das die wenigsten kennen. Nicht später als gestern, sprach ich, noch mit meiner Friseuse, der L darüber, die auch ein großes Fragezeichen im Gesicht hatte.

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Der Flieger war proppenvoll. Neben mir saß eine Frau mit einem unmöglichen Parfum. Ich bin ja sonst ein Parfumfreak, aber der hier hatte so etwas an sich, als ob die Dame, untenrum nicht ganz sauber gewaschen wäre. Brrrr!

Zwei Stunden später. Oh yeah!!!

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Anschließend zogen wir uns fix um ein Konzert zu besichtigen.

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Zur Zeit findet hier das Ravel Festival statt. Ich habe das über die Jahre immer so am Rande mitbekommen, hatte mir aber noch nie etwas angesehen. Heute war es dann soweit. Die D hatte schon vor etlichen Wochen Karten besorgt für ein Kino Konzert. Auf dem Programm standen zwei Filme von Louis Buñuel mit Livemusik.

Der erste Film war ein Dokumentarfilm und ziemlich heftig. Terre sans Pain – Les Hurdes. (Land ohne Brot- Die Hurdes) in dem es um eine Reihe von Dörfern ging, mitten in den Bergen von Spanien, wo die Bewohner, die Hurdes die ein sehr einsames Dasein fristeten und vor allem recht wenig zu essen hatten, weil die Böden so karg waren, dass sie nicht sehr viel hergaben.

Der zweite Film, dann war der berühmte Klassiker von Buñuel, den ich schon einmal gesehen hatte, die D aber noch nie. Un Chien Andalou. Die für beide Filme neu geschriebene moderne Musik, von Martin Matalon passte hervorragend dazu, vor allem beim andalusischen Hund, ein Film, der so surreal ist, konnte man sich keine andere Musik vorstellen.

Am Abend ging es dann als hohen Einstieg in die kulinarische Kunst, ins Instincts.

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Der Koch Hugo hatte sich wieder einmal selbst übertroffen. Das was der kocht ist schon sehr Sterne würdig.

Ach, es ist schön wieder hier zu sein und den Sommer noch ein wenig zu verlängern. In Luxemburg war er zu schnell vorbei.

Zwei Tage & Verleser

Es gibt manchmal so Tage, an denen ich mich mit tausend kleinen Dingen beschäftige und keine davon ist es Wert separart im Blog erwähnt zu werden. Es geht von bis. Eine davon war, dass ich ein dem Doomscrolling verfiel, wobei ich eine Entdeckung machte.

Max Miller kocht historisches Gerichte aus aller Welt und es ist sehr spannend ihm dabei zuzusehen. Ein paar von seinen Gerichten haben mich so sehr getigert, dass ich gewillt bin, sie nachzukochen.

Den Abend verbrachte ich im Grand Café, denn ich hätte wahnsinnig Lust auf ein gutes Stück Fleisch. Und so gab es Entrocôte medium mit Béarnaise, Pommes und Salat.  Es war ein angenehmer, lustiger Abend, und ich war erst kurz vor Mitternacht wieder daheim.

***

In der Überschrift steht es. Ich mache heute seit langem mal wieder einen doppelten Tag im Blog, weil der Tag davor sehr spärlich war.

Gleich am Morgen meldete sich Meisterin Proper, ob sie heute schon vorbeikommen könnte. Das spielte mir sehr in die Karten, dann könnte sie nämlich noch alles aufbügeln, was in den Koffer soll.

In der Mittagspause einen schneller Friseurbesuch:

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Danach gab es den Mittagstisch beim Renert…

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… und noch ein paar Einkäufe, wie zum Beispiel so etwas banales wie Haarspray. Ja, meine Haare bleiben nicht von allein so perfekt liegen. Es ist aber das einzige Stylingprodukt das ich benutze.

Ich las folgende Überschrift bei RTL:

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Mein Verleser des Tages

Es wird in der Tat eine neue App kommen, die europaweit eingeführt wird. Unsere alte App Payconiq die zwischen allen Banken in Luxemburg funktionierte, wird bis Ende des Monats eingestellt. Ins Deutsche übersetzt steht oben: Wie funktioniert die neue Bezahlapp „Wero“? Ich jedoch las Belzebub App. Nun ja… wahrscheinlich war das gar nicht so verkehrt.

Am Abend alles soweit fertig vorbereitet, damit es morgen losgehen kann.

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Einen hab ich noch: Es ist Mittwoch, wenn dieses Posting rausgeht und wie gewohnt kommt alle 14 Tage ein neuer Podcast. Es geht ums Lesen ums Schreiben und ums Verlegen. Ab 8:00 Uhr ist er online.

Ein häuslicher Sonntag

Am Morgen beim leerlesen des Internets:

In letzter Zeit fällt mir auf, (wahrscheinlich, weil ich mehr darauf achte als davor) dass ich über dieses System der Tagesfrage von Jetpack, verstärkt Blogs vorgeschlagen bekomme, die alle mit generativen KI Bildern arbeiten. Wenn ich dann lese, was sie schreiben, kommt mir das auch alles sehr KI vor. Sind diese Blogger zu faul zum Schreiben oder die eigenen kleinen grauen Zellen anzustrengen? Ich habe beschlossen, diese Blogs jetzt grundsätzlich zu ignorieren, und wenn ich eine Trick finde, mit der ich diese Vorschläge ausschalten kann, werde ich das auch tun. Das Level der KI steigt und der IQ der Menschheit geht zurück. Ich bin froh, dass ich über die Hälfte meines Lebens hinter mir habe, denn das, was auf uns zukommt, fühlt sich gar nicht gut an.

Nach so vielen, düsteren Gedanken musste ich etwas machen, aktiv werden, mich ablenken.

Ich malte:

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Das ist jetzt nicht wirklich zum herzeigen, aber es sind Übungen, in denen ich versuche, meine Kontrolle über das, was ich malen will, ein wenig loszulassen, Farben ineinander fließen zu lassen und zusehen, was dabei entsteht. Im zweiten Bild ist der Kontroll-Joël wieder mehr da.

Zudem wartete ein Berg Wäsche auf mich beziehungsweise auf die Waschmaschine.

Zwischendurch war ich wieder fasziniert von den Wolken. Das könnte ein Bild werden:

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Hier sieht gut die einzelnen Helligkeiten. Oben fast weiß und nach unten hin werden sie dunkler.
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Eine die mir extra gut gefiel und wie aus dem Bilderbuch aussah war diese hier.

Ich machte mir am Abend ein Gericht das ich schon am Tag davor entdeckt hatte. Wer Knoblauch mag, bitteschön:

Fotos davon hab ich nicht gemacht, aber man muss Knoblauch mögen. Ich sag’s noch einmal.

Malen & Austausch übers Malen

Erzähl von einem Hobby, das du dir erst kürzlich angeeignet hast – wie bist du dazu gekommen?

Wer schon länger hier mitliest, weiß es: Aquarelle malen. Das kam, als ich die gewaltige Zahn OP letztes Jahres hatte. Da konnte ich fast drei Wochen nicht vor die Tür. Und weil ich daheim nicht wahnsinnig werden wollte, brauchte ich eine weitere Beschäftigung. Ich hätte nicht gedacht, dass es mich so faszinieren und dass ich weitermachen würde. Inzwischen ist es ein Hobby geworden, von dem nicht nur ich profitiere, sondern auch meine Mitmenschen. Jedes Mal, wenn ich eingeladen werde, ist das Mitbringsel meist ein kleines Bild. Durch Zufall (wir sprachen ja gestern über Zufälle), sinnierte ich noch heute Morgen kurz nach dem Aufstehen über meine Herangehensweise. Ich bin ja jemand, der sehr präzise ist und alles muss irgendwie unter Kontrolle sein und seine Ordnung haben. So funktioniert Aquarell aber nicht. Bei Aquarell liegt das Schöne im Unpräzisen. Es ist somit auch eine gute Übung loszulassen, das ich nicht besonders gut kann. Ich zeige es mal an einem Beispiel. Nehmen wir das Foto von vorgestern, wo ich zwei Lesezeichen so gemalt habe, die, wenn man sie zusammenlegt, ein Bild ergeben:

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Die Schattierungen in den Bergen, (bei den Wolken ist es noch mal was anderes) sind per Zufall entstanden. Manchmal werden sie richtig gut, so wie hier, manchmal gehen sie komplett daneben, aber das passiert meistens dann, wenn ich versuche die Schattierungen zu kontrollieren. Auch die Perspektive erschließt sich mir nicht sofort. Da ich hier den oberen Teil zuerst gemalt habe und den unteren mit einem Stück Malerkrepp abklebte, entsteht eine gerade Linie dort, wo die Berge aufhören und das Wasser anfängt. Der kleine weißliche Bereich dazwischen ist gewollt, denn wenn ich den unteren Teil male, klebe ich mit Malerkrepp von oben her, ein ganz klein wenig über den Fuß der Berge hinweg. Dabei entsteht die Illusion, dass da irgendwie wie ein Strand ist. Das kommt dann dem superpräzisen, alles unter Kontrolle haben wollenden Joël zugute. Und im Moment arbeite ich daran, mir andere Motive zu suchen, in denen das nicht geht.

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Die Tagesberichterstattung:

Nachdem ich diese sehr ausführliche Antwort oben geschrieben hatte, zog ich los zum Wochenmarkt.

Ich kaufte ein wenig Obst aber sonst nicht viel, weil ich nächste Woche ja schon wieder unterwegs bin.

Ich traf den Y den ich schon eine Weile nicht gesehen hatte. Er malt auch aber völlig andere Dinge und wir zeigten und gegenseitig was wir in letzter Zeit zustande brachten. Wir aßen zusammen Mittag im Renert.

Am Nachmittag fing ich wieder an mit einem Editing von einem Podcast an, obwohl ich ja noch Zeit hätte damit, doch ich will mich damit nicht beschäftigen müssen wenn ich wieder unterwegs bin.

Am Abend hatte ich Lust auf leichte Kost für den Kopf und da es zwischendurch immer wieder regnete blieb ich daheim. Ich schaute mit einen Sherlock Holmes an, einer von den ganz alten mit Basil Rathbonre. Prelude to Murder.

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Das Lied hörte ich auf der Rooftop Terrasse on Duisburg und ging mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf. Ein loungiges Teil und sicherlich nicht jedermanns Geschmack, aber ich mag es.

Zufälle & 1984

Ein verregneter Morgen. Schwimmen im See oder im Weiher, war keine Option.

Dann sah ich die Tagesfrage, die aber mal wieder nach dem seltsamsten, größten, dicksten, längsten und was weiß ich noch alles, fragt. Ich hätte ja vor einer Weile geschrieben, dass ich diese Art von Fragen, die einer Klassifizierung unterliegen oder einer Hitparade, nicht mehr beantworte, weil mein Leben nun mal nicht so funktioniert. Und doch machte mich diese Frage neugierig. Es geht um Zufälle.

Was war der seltsamste Zufall, den du je erlebt hast?

Ich war neugierig, ob man Zufälle erforschen kann. Nach ein bisschen Recherche – ja, man kann. Interessieren würde mich, ob man über Zufälle geforscht hat, die wie oben in der Frage, so unglaublich oder seltsam sind, dass sie nicht wie Zufälle aussehen, sondern aus der Erklärungsnot heraus einer unbekannten, höheren Macht zugeschrieben werden, weil man sich anders nicht erklären kann, wie das passieren konnte.

Und ja, da gibt es natürlich ganz viel Forschung darüber. Und je mehr ich mich in diesem Thema beschäftigte und mich in einzelnen Foren und Berichten fest las, umso bewusster wurde mir, dass das ein sehr gutes Thema für ein Podcast ist. Also werde ich hier nicht weiter darauf eingehen. Ein interessanter Bericht über einen Workshop der Uni Münster der bereits 2012 stattfand, findet ihr hier. Der Text ist ein bisschen trocken, aber man merkt doch, wie breitgefächert dieses Thema ist.

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Nachzutragen von der kleinen Stippvisite nach Cloppenburg und Duisburg wäre noch ein schon etwas älterer Podcast über George Orwell aus der Langen Nacht im DLF, den ich während der Fahrt hörte. Außer Animal Farm und 1984 kannte ich nicht viel von ihm. Ich wusste nicht, dass er nicht George Orwell hieß, sondern Eric Blair. Ich wusste lediglich, dass die Verfilmung, die 1984 in die Kinos kam, mich sehr beeindruckt hatte. Gelesen hatte ich das Buch damals noch nicht. Es war übrigens der letzten Filme mit Richard Burton.

Zwischendurch sah ich dass eine Mail übers Blog reingekommen war. Es ist ein Konto das ich seltener checke als die anderen. Darin fragte mich eine Person ob ich ihr Tipps geben könnte was man sich in Luxemburg ansehen soll und wo man essen soll. Da diese Person nett angefragt hatte, gab ich ihr ein paar Tipps wo sie alle gute Adressen und Anlaufstellen findet, nur damit ich nach dem Absenden, einen Mailer-Deamon bekomme, dass die Mail nicht angekommen ist. Da die Person hier offensichtlich mitliest, werde ich die beiden Links hier einsetzen. Ein Link der für die Stadt sehr verlässlich ist, wo auch ich ab und an nachsehe was es Neues gibt. https://www.luxembourg-city.com/de Ein anderer für das ganze Land ist der hier. https://luxembourg.public.lu/de/tourismus.html Beides vertrauenswürdige Seiten, die nichts versprechen was sie nicht halten können. Beide Seiten arbeiten auch mit den Jahreszeiten, den Luxemburg hat andere Dinge im Sommer zu bieten, als im Winter.

Am Nachmittag ging ich raus. Das Wetter war zwar nicht sonderlich chic aber für eine Runde draußen reichte es. Ohne Fotos.

Im Glèck gab es einen falschen Apérol, der übrigens richtig lecker ist. Ja, er ist rötlicher.

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Im Red Face gab es Hühnchen mit rotem Curry das ebenfalls gut schmeckte.

Ich machte früh Schluss.