Dressed in the dark → Vier Forscher ließen einen Probanden im Negev jeweils 30 Minuten bei 35 bis 46 Grad in einem schwarzen und einem weißen Beduinengewand, einer hellbraunen Uniform sowie in Shorts stehen und maßen seine Wärmebilanz. Das schwarze Gewand absorbierte mehr Sonnenenergie, doch die zusätzliche Wärme erreichte die Haut nicht: Der lockere Schnitt führte sie durch Windbewegung und aufsteigende Luft ab, sodass schwarze und weiße Roben gleich viel Wärme übertrugen. Wer Farbe isoliert bewertet, verwechselt ein sichtbares Merkmal mit dem tragenden Mechanismus; erst das Zusammenspiel von Material, Schnitt, Luftstrom und Körper erklärt, unter welchen Bedingungen Schwarz tatsächlich kühl bleibt.