Wie die personelle Besetzung der Rennställe um UAE, Ineos und Lidl aussehen wird, ist noch offen. Die Strecke steht hingegen fest. Wie am Montag im Kunsthaus Graz präsentiert, umfasst sie rund 850 Kilometer und 11.000 Höhenmeter. Mit Gamlitz, Bad Kleinkirchheim und Langenlois gibt es drei neue Etappenorte. Andere wie Lienz, St. Johann und Steyr sind bereits traditionell Teil der Rundfahrt.
Gelegenheit zum Einrollen wird es keine geben. Bereits der Auftakt von Graz über 188 km nach Gamlitz bietet im steirischen Weinland zahlreiche Anstiege mit satten 2.700 Aufstiegsmetern. Die folgende Königsetappe in Kärnten von Bad Kleinkirchheim zur Franz-Josefs-Höhe wartet mit 189 Kilometern und fast 3.000 Höhenmetern auf. Der lange Schlussanstieg könnte eine Vorentscheidung um den Gesamtsieg bringen.
Etappenplan der Tour of Austria präsentiert
In Graz ist der Etappenplan für die diesjährige Tour of Austria präsentiert worden. Die steirische Landeshauptstadt spielt dabei keine unbedeutende Rolle, denn in Graz wird der Startschuss zur Österreich-Rundfahrt fallen, die heuer ihr 75-jähriges Jubiläum feiert.
Wien-Comeback nach neun Jahren
Die dritte Etappe mit neuerlich 189 Kilometern führt von Lienz über den Felbertauern bereits zum 16. Mal ins Alpendorf oberhalb von St. Johann im Pongau. Auch das vorletzte Teilstück mit Start und Ziel in Steyr (170,5 km) kennt man bereits aus vergangenen Ausgaben. Im Vorjahr jubelte dort Felix Großschartner über den ersten österreichischen Etappensieg nach zehnjähriger Pause.
Auf dem heurigen Finalschauplatz Wien gab es 2014 durch Marco Haller den jüngsten Heimsieg, Etappenzielort war die Bundeshauptstadt zuletzt 2017. Die Schlussetappe mit dem Start in Langenlois ist mit 109 Kilometern und 750 Höhenmetern die kürzeste und flachste.
Sieben österreichische Teams
Von den 22 antretenden Teams kommen sieben aus Österreich. Neben den Continental-Rennställen Feld am See, Hrinkow, Schwingshandl, Vorarlberg, Tirol und WSA wird erstmals seit 2004 auch ein österreichisches Nationalteam dabei sein. In diesem werden voraussichtlich die Red-Bull-Profis Alexander Hajek und Sebastian Putz vertreten sein.
Für Dauerbrenner Riccardo Zoidl gerät die heurige Auflage zur Abschiedsvorstellung, der Routinier möchte mit seinem Hrinkow-Team Akzente setzen. „Wir wollen offensiv in die Rundfahrt gehen. In der Gesamtwertung wird es sicher schwierig, aber wir wollen uns mit einer aktiven Fahrweise gut präsentieren“, sagte der 2013 als bisher letzter Österreicher beim Heimrennen siegreiche Oberösterreicher.
Zoidl und seine Landsleute in den österreichischen Teams um Philipp Hofbauer und Martin Messner werden es gegen die starke Konkurrenz erneut schwer haben. Angeführt wird das Feld vom UAE-Rennstall, die neuerliche Teilnahme von Großschartner ist noch offen. Sein im Vorjahr mit drei Etappensiegen und dem Gesamterfolg dominierender Teamkollege Isaac del Toro wird nicht wieder antreten. Die weiteren Teams aus der Topkategorie werden Alpecin (Michael Gogl, Tobias Bayer), Jayco (Patrick Gamper), Ineos, EF und Lidl (Patrick Konrad) sein.