Neues aus ESTLAND, LETTLAND und LITAUEN bringt die
BALTISCHE STUNDE
Informationen und Musik aus Estland, Lettland und Litauen
Dienstag, 22. November 2022, 19.00-21.00 Uhr
Unser Hörangebot diesmal
GESPRÄCHSGAST
Schirin Nowrousian(Dichterin, Autorin, Übersetzerin)
Ich bin Städterin und naturverbunden - und das habe ich auch in Litauen sehr stark gespürt !
Über das Ungewöhnlichste und das Unbekannte, über das gegenseitige Verwechseln der baltischen Staaten, Zeitenwende und drei Jahre Aufenthalt in Vilnius. Über die Arbeit als Lektorin, den Kater der Universität und die Idee zum Buch. Über Arbeitsweisen, Strukturen und Textschreiben, über litauische Lebensart und litauische Sprache. Über das Kontakthalten nach Litauen, den Wunsch nach weiteren Litauen-Aufenthalten und den direkten Kontakt vor Ort. Über Kaunas und Vilnius, litauische Spezifika, einen Aufenthalt auf der Kurischen Nehrung und eine Lesung in Klaipeda.
Über ins Litauische übertragene Gedichtfassungen, Stadtleben Vilnius und Landleben bei Bremen, aufwachsen im Ruhrgebiet und eine doppelte Haushaltsführung. Über die Liebe zur Natur in Litauen, Pilzesammeln im Herbst, Sprachenvielfalt in Spanisch, Portugiesisch, Französisch, Englisch und Italienisch. Über Sprachen als Leidenschaft, Litauisch lernen und weiterführen, eine Stellenausschreibung des DAAD, eine Verknüpfung zwischen Paris und Vilnius, die Philosophie von Emmanuel Levinas und die Idee, mal nach Litauen zu gehen.
Über Sprachengebrauch in Vilnius, das dortige Institute Français, litauische Buchläden mit französischsprachigen Büchern und Russisch als Alltagssprache. Über die Übersetzerin Austeja Merkevičiūtė, die Schwierigkeit Poesie in andere Sprachen zu übersetzen, schlechtes Musizieren und den Gesang einer Lerche.
Über Literaturübersetzung als hohe Kunst, die Planungen zum Buch und die Schwierigkeiten der Pandemie. Über die Zusammenarbeit mit den Verlagen, ein Buch als deutsches und als litauisches Projekt, und die litauische Buchmesse in Vilnius. Über das Murmeln des Litauischen, die Kennzeichen und Besonderheiten des Litauischen, Sprechen und Singen, und die Vokabeln fürs Tanzen. Über Litauisch-Hören als Gefühl des Nachhause-Kommens, die litauischen Trolleybusse und das sprachverspielte Schreiben. Zum Aufbau des Buches und zur Reihenfolge der Gedichte, das Ei in Vilnius, Gedichte wie Perlen aufsteigend im Glas, und die vielen traditionellen Sprachen in Vilnius. Über die Jahreszeiten in Vilnius, den kurzen litauischen Frühling und Herbst, kalte Winter und Gehen über zugefrorene Seen.
Über das scheinbar Surreale, wirkliche Erlebnisse, Orte als Thema und Litauen-Veranstaltungen in Deutschland. Über mögliche Aufenthalte in Lettland oder Estland und einen Besuch in Riga, Tallinn und Tartu.
zu hören sind auch folgende Gedichte von Schirin Nowrousian
Wilna siebenundzwanzig - Vince the Invincible
Wilna Zweiundzwanzig - Ein Lied den Höfen
Wilna Zwölf - Kita stotele
Wilna Sechsundzwanzig - Rožyte
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Vilniaus žodžiai. Übersetzung: Austėja Merkevičiūtė. Verlag Schiler & Mücke,
Berlin / Tübingen 2022. Zweisprachig deutsch-litauisch, teilweise
zusätzlich französisch und mit einem Gedicht in englisch. 114 Seiten,
ISBN 9783899304541, 18.00 €.
Verlagsinfo: Wilna-Worte ist eine Hommage an die Hauptstadt Litauens, an deren
Einwohner und an Schirin Nowrousians eigene Zeit vor Ort. Drei volle
Jahre hat die Lyrikerin im Herzen von Vilnius gelebt und gewirkt, hat
zahlreiche Menschen kennengelernt und unermüdlich die Straßen, Gassen
und Höfe der Stadt sowie die Außenbezirke und umliegenden Orte
durchstreift. Der Blick aus ihrem Küchenfenster fiel auf den Ort, wo
einst die große Synagoge von Vilnius stand.
Der Band besingt und
feiert auf vielfältige Weise Vilnius und seine Menschen und er endet
(und beginnt zugleich) mit einem Abschiedstext, der in Juodkrantė auf
der kurischen Nehrung entstanden ist und eine Art Traum-Versprechen
darstellt: das Versprechen nämlich einer Fortsetzung ihres Gesangs –
ein Einstimmen auf das Besingen vieler weiterer Orte des südlichsten
der drei baltischen Länder.
Schirin Nowrousian, geboren 1975 in
Bochum, ist Lyrikerin, Autorin und Übersetzerin (aus dem Englischen,
Französischen und weiteren romanischen Sprachen). Sie ist
Rezitatorin, Moderatorin, Dramaturgin, Sprachlehrerin und
Forscherin. Neben Deutsch ist Französisch ihre Leib- und Lebenssprache.
Der lebendige Umgang mit Sprachen begleitet sie, wohin auch immer es
sie trägt. Von September 2014 bis August 2017 forschte und lehrte sie am
Lehrstuhl für Deutsche Philologie an der Universität Vilnius in
Litauen. Sie lebt bei Bremen auf dem Land.
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Geschwisterbeziehungen im deutschbaltischen Adel des 18. und 19. Jahrhunderts. Reihe: Veröffentlichungen des Nordost-Instituts, Band 28, Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 2022. ISBN: 978-3-447-11865-1, 219 Seiten, 35.00 Euro (D) / 36.00 Euro (A).
Verlagsinfo:
Bis anhin herrschte in der Familiengeschichte vorwiegend eine vertikale,
hierarchische Perspektive. Anhand von autobiografischen Schriften
deutschbaltischer Adliger untersucht Denise von Weymarn-Goldschmidt die
horizontale Ebene in Familiengefügen, nämlich die
Geschwisterbeziehungen. Dabei unterscheidet sie zwischen
Vollgeschwistern, Halbgeschwistern, Stiefgeschwistern und illegitimen
Kindern. Gerade der Umgang mit den illegitimen Kindern verdeutlicht den
Unterschied zwischen nominellem und gelebtem Familienverständnis.
Fokussiert wird zudem der häufig große Altersunterschied zwischen den
Kindern, wodurch die Geschwister teilweise erst im Erwachsenenalter
miteinander vertraut wurden. Weitere Themenfelder, die die Familien
prägten, sind Lieblingskinder, Aufwachsen von Geschwistern in getrennten
Haushalten, das gemeinsame Wohnen von erwachsenen Geschwistern und der
Umgang mit dem Tod von Geschwistern. Der große Altersunterschied
zwischen den Geschwistern führte zu Generationenverschiebungen und in
einigen Fällen zu Ehen zwischen Onkeln und Nichten. Die Folgen für das
familiäre Machtgefüge bei einer generationenübergreifenden Ehe und die
(fehlenden) Bezüge zum Inzestdiskurs werden genauso diskutiert wie die
Rolle von Onkeln und Tanten. Die vorliegende Untersuchung von
Geschwisterbeziehungen liefert ein neues Element zum Verständnis
historischer Familienformen.
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M-U-S-I-K-S-C-H-W-E-R-P-U-N-K-T
AIN AGAN
- Ramp 1 -
Ain Agan - Gitarre
Raul Sööt - Saxophon
Raul Vaigla - Bass
Toomas Rull - Drums
Helmut Aniko - Vibraphon
Meelis Vind - Klarinette
- Soodung -
Ain Agan - Gitarre
Raul Vaigla - Bass
Ivo Varts - Percussion
Raivo Tafenau - Saxophon
(aus dem Album "Ramp")
- no cigar -
- Hämarik / Twilight -
- when the sun goes home -
- picture V -
- river -
Mihkel Mälgand
Mika Kallio - Drums
Teemu Viinikainen - Gitarre
Ain Agan - Gitarre
(aus dem Album "Pictures")
- Deepest river -
- Syys -
Ain Agan - gitarre
Teemu Viinikainen - gitarre
Mihkel Mälgand - bass
Mika Kallio - drums
(aus dem Album "Now I know")
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VORSCHAU
DIE BALTISCHE STUNDE
Nächster Sendetermin:
Dienstag, 20. Dezember 2022 - 19.00 - 21.00 Uhr
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DIE BALTISCHE STUNDE
im Radio im Bremern Raum auf UKW 92.5
& ÜBERALL ZU EMPFANGEN im Internet
unter (
Audio-Stream)
oder auf
www.baltische-stunde.de
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