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Wer steckt hinter der Rollilounge?

Ich bin Mel, geboren 1984, Ehefrau, Mutter und ausgebildete Gesundheits und Krankenpflegerin. Gemeinsam mit meiner Familie lebe ich am Rand des Schwarzwaldes.

Die Rollilounge ist mein Herzensprojekt. Sie ist entstanden, weil ich selbst lange gespürt habe, dass es kaum Orte gibt, an denen man ehrlich über Anziehung, Behinderung, Nähe, Körper und Begegnung sprechen kann.

Seit ich denken kann, spüre ich eine besondere Anziehung zu Menschen mit Behinderung. Nicht, weil ich Menschen auf ihre Behinderung reduziere. Sondern weil ich Schönheit, Stärke und Ausstrahlung auch dort wahrnehme, wo andere oft nur Unsicherheit, Mitleid oder Abstand sehen.

Lange war diese Anziehung etwas, über das kaum jemand offen gesprochen hat. Genau das macht es für viele Menschen so schwer. Wer so empfindet, fühlt sich schnell falsch, seltsam oder allein. Gleichzeitig erleben viele Menschen mit Behinderung, dass über sie gesprochen wird, aber viel zu selten mit ihnen.

Genau deshalb gibt es die Rollilounge.

Sie soll ein Ort sein, an dem ehrliche Gespräche möglich werden. Respektvoll, offen und ohne Scham. Ein Raum für Menschen mit Behinderung, für Menschen mit Anziehung zu Behinderung und für alle, die neugierig sind, verstehen möchten und bereit sind, Grenzen ernst zu nehmen.

Mir geht es nicht um Sensation. Nicht um Heimlichkeit. Nicht um Provokation um jeden Preis.

Mir geht es um echte Begegnung. Um Fragen, die man sich sonst vielleicht nicht zu stellen traut. Um Perspektiven, die sichtbar werden dürfen. Um Nähe, Würde, Respekt und manchmal auch um ein liebevolles Augenzwinkern.

Die Rollilounge ist mein Versuch, einen Raum zu schaffen, den ich selbst lange gebraucht hätte.

Einen Ort, an dem Menschen sich zeigen dürfen: neugierig, verletzlich, ehrlich und genauso, wie sie sind.

Du musst hier nicht sofort alles erzählen. Du darfst erst einmal ankommen.

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