„Miteinander reden statt übereinander“
ZMD-Vize Samir Bouaissa übernimmt KRM-Sprecherfunktion – Auftakt am Tag der offenen Moschee und zu den offizellen Feierlichkeiten am Tag der Deutschen Einheit
Köln/Berlin, 05.10.2026 – Samir Bouaissa, stellvertretender Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), hat zum 1. Oktober 2026 erstmals die Sprecherfunktion des Koordinationsrats der Muslime (KRM) übernommen. Turnusgemäß wechselt der Vorsitz des KRM alle sechs Monate zwischen den Mitgliedsverbänden. Bouaissa vertritt den Koordinationsrat damit bis Ende März 2027. Mit Samir Bouaissa übernimmt eine Persönlichkeit die Sprecherrolle, die seit Jahren für Dialog und Verlässlichkeit steht und den Muslimen in Deutschland eine sachliche, zugleich klare Stimme gibt. Der ZMD sieht darin auch eine Anerkennung seiner Arbeit unter dem gemeinsamen Dach der großen islamischen Religionsgemeinschaften. Er wird den neuen Sprecher während seiner Amtszeit nach Kräften unterstützen. Den Auftakt seiner Amtszeit bildet ein symbolträchtiger Termin: Am 3. Oktober nahm Bouaissa an den zentralen Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit teil. Am selben Tag öffnen bundesweit Moscheegemeinden ihre Türen zum Tag der offenen Moschee (TOM), den der KRM in diesem Jahr zum 30. Mal ausrichtet. Das diesjährige Motto lautet „Moscheen als Orte der Teilhabe und gesellschaftlichen Verantwortung“.
„Der 3. Oktober verbindet für uns zwei wichtige Botschaften: die Einheit unseres Landes und die Begegnung seiner Menschen. Moscheen sind ein selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft"
Bouaissa rief Moscheen und islamische Zentren in ganz Deutschland auf, sich zahlreich zu beteiligen und Nachbarn, Bürgerinnen und Bürger sowie alle Interessierten willkommen zu heißen: „Der 3. Oktober verbindet für uns zwei wichtige Botschaften: die Einheit unseres Landes und die Begegnung seiner Menschen. Moscheen sind ein selbstverständlicher Teil unserer Gesellschaft – Orte, an denen Verantwortung, Austausch und gute Nachbarschaft gelebt werden. Deshalb rufe ich unsere Moscheen dazu auf, ihre Türen weit zu öffnen, und lade alle Bürgerinnen und Bürger ein, diesen Tag zum Kennenlernen und zum Gespräch zu nutzen. Gerade in herausfordernden Zeiten brauchen wir mehr direkte Begegnung – mehr Miteinander-Reden statt Übereinander-Reden.“ Für die kommenden Monate kündigte der neue KRM-Sprecher an, den Dialog und die Zusammenarbeit mit Politik, Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie der Zivilgesellschaft weiter zu stärken. Ziel bleibe die gleichberechtigte Teilhabe der Muslime als selbstverständlicher Teil der Gesellschaft in Deutschland. Mit Bouaissa setzt der ZMD eine gute Tradition fort: Bereits 2021 hatte der heutige ZMD-Vorsitzende Abdassamad El Yazidi die Sprecherfunktion des KRM übernommen. In dieser Rolle setzte er sich für den Abbau von Vorurteilen und Ressentiments gegenüber Muslimen ein.
Der Koordinationsrat der Muslime wurde 2007 gegründet. In ihm stimmen sich mehrere große islamische Verbände in Deutschland ab und arbeiten zusammen. Der KRM formuliert gemeinsame Positionen und vertritt zentrale Anliegen des muslimischen Lebens hierzulande. Ihm gehören derzeit an:Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB), Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland (IRD), Union der Islamisch-Albanischen Zentren in Deutschland (UIAZD), Zentralrat der Marokkaner in Deutschland (ZRMD) und Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD)