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Montag, 10. Oktober 2011

Piret Jürgenson: Estlands Jugend auf dem Weg in die Zukunft

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Eine explorative Studie über Heranwachsende estnischer und russischer Herkunft. TREDITION Verlag, Hamburg 2011, 252 Seiten, ISBN: 978-3-86850-898-7, 39,80 Euro.

Verlagsinfo: 
Estland, seit 2004 neues Mitglied der Europäischen Union, durchläuft seit Ende der 80er Jahre eine gesellschaftliche Transformation. Die Studie konzentriert sich auf den Umgang Jugendlicher mit den daraus entstandenen gesellschaftlichen und kulturellen Bedingungen. Auf Basis einer qualitativen Exploration unterschiedlicher Lebenssituationen und Werteorientierungen von estnisch- und russischstämmigen Jugendlichen, werden Probleme und Chancen der Lebensführung herausgearbeitet, mit denen pädagogische Praxis und Erziehungswissenschaft in postsozialistischen Staaten konfrontiert sind.

Freitag, 13. Mai 2011

Eckhard Dittrich, Ingrid Oswald (Hg.): Jenseits der Städte

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Postsozialistische Lebensweisen in ländlichen Regionen Mittel- und Osteuropas
Reihe: Gesellschaftliche Transformationen/Societal Transformations. Bd. 16, Lit-Verlag, Münster 2010. 320 Seiten, 24.90 EUR, ISBN 978-3-643-10308-6.

Verlagsinfo: 
Zur sozialen Transformation der ehemaligen staatssozialistischen Gesellschaften liegen mittlerweile eine Reihe empirischer Studien und theoretischer Konzeptualisierungen vor. Über die Veränderungen in ländlichen Räumen wissen wir allerdings immer noch wenig, weil der wissenschaftliche Blick auf die urbanen Zentren fokussiert ist. In diesem Band werden Dörfer fernab von Ballungsräumen dargestellt, entsprechende Entwicklungsszenarien plausibel gemacht. Die Texte sind Resultat mehrjähriger empirischer Feldstudien von multinationalen Teams in Bulgarien, Estland und Russland, ergänzt um Untersuchungen in Ostdeutschland und in Armenien.

Montag, 27. September 2010

Gefährdete Jugendliche

ImageAspekte sozialer Arbeit in Lettland und in Deutschland. Aida Kruze, Dieter Schulz, Chr. v. Wolffersdorff (Hg.). Leipziger Universitätsverlag 2010. Schriftenreihe des Zentrums für Lehrerbildung und Schulforschung an der Universität Leipzig, Band 6. 308 Seiten, ISBN 978-3-86583-245-0, 28.00 Euro. 

Verlagsinfo:
In allen europäischen Ländern werden derzeit Fragen zur Bildung, Erziehung und sozialpädagogischen Betreuung von Jugendlichen heftig diskutiert. Eine erschreckende Serie von Kindesmisshandlungen in Deutschland hat zum verstärkten Nachdenken über neue Formen öffentlicher Kontrolle und staatlicher Intervention in die familiäre Erziehung geführt. Die fortbestehenden Probleme des deutschen Bildungssystems, dem im internationalen Vergleich wiederholt Versagen bei der Förderung sozial gefährdeter Schülerinnen und Schüler attestiert wurde, verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf. Hinzu kommen weitere pädagogische Problematiken wie Sucht, Delinquenz und Ausländerfeindlichkeit unter Jugendlichen vor dem Hintergrund zunehmender Armuts- und Ausgrenzungserfahrungen, die besonders in den Großstädten wahrnehmbar sind. Unter dem Druck öffentlicher Sparmaßnahmen taucht wiederholt die Frage auf, wer von der Hilfe profitieren soll. Gibt es 'Grenzen der Erziehung'? In all diesen Überlegungen treten dabei längst überwunden geglaubte Vorstellungen von Verwahrung und Disziplinierung auf. Aber welche pädagogische Methode ist die richtige?

Die in diesem Band enthaltenen Beiträge setzen sich intensiv mit den benannten Schwierigkeiten und deren Bedeutung für Schule, Jugendhilfe und Justiz auseinander und zeigen positive Entwicklungen anhand von sozialpädagogischen Angeboten in Lettland und Deutschland.

Dienstag, 25. November 2008

Vilnius im Wandel

ImageUntertitel: Wohnsegregation in einer ostmitteleuropäischen Hauptstadt
ISBN 10: 3-86573-184-8
ISBN 13: 978-3-86573-184-5
458 S. 46 EUR. 2006 (Diss.)
Wissenschaftlicher Verlag Berlin 2006

Verlagstext:
Die litauische Hauptstadt hat sich seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion grundlegend gewandelt. Die Innenstadt wurde saniert, neue Quartiere sind entstanden. Andererseits zerfallen die Großsiedlungen am Stadtrand zusehends. Jolita Lenkeviciute beschreibt, wie sich unter den gegenwärtigen Bedingungen der freien Wohnwahl eine neue Dynamik der sozialräumlichen Segregation entfaltet. Auf der Grundlage umfangreichen empirischen Materials, repräsentativer Umfragen und qualitativer Interviews erfasst sie das Wohnverhalten der Menschen in den Vilniuser Großquartieren in der Phase der Transformation.
Im Wandel offenbart sich zugleich die Kontinuität sozialräumlicher Ungleichheit, die noch aus dem Staatssozialismus stammt. Die in der Sowjetzeit erwachsenen städtischen Segregationsmuster bestehen fort, die Mobilitätsentscheidungen der Bewohner sind weiterhin von ihrer staatsozialistischen Erfahrung bestimmt. Jolita Lenkeviciute verweist auf die historischen Tiefenschichten der Dynamik sozialräumlicher Differenzierung und sie verdeutlicht - Georg Simmels stadtsoziologische Reflexionen aufgreifend - die kulturelle Dimension der Transformation. Denn der Wandel von Vilnius wird erst vor dem Hintergrund von Sozialisationsprägungen, Wahrnehmungsmustern und Handlungsstrategien der Bewohner verständlich.
Buchvorstellung durch INFOBALT in:
Baltische Stunde Nr.110, 20.November 2008 - Radioweser.tv