tramps like us, baby we were born to run...[Bruuuuce1975]

Anmerkung: Wir stellen das Blog jetzt wieder online, um noch ausstehende Korrekturarbeiten abzuschließen.
Ausserdem sollen später Inhalte dieses Blogs in das neue Projekt übernommen werden.

[Arbeitstitel] ukrainisch/russiche Notizen 2016 unter blogger


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Freitag, 21. Februar 2014

Northernlights at it's best

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screenshot: auroraskystation.se
Tag 27 Warten, unruhig sein, sich selbst verrückt machen.
Viel passiert nicht in diesen Tagen. Einfach zu viel Zeit. 'Muß mich immer mal wieder schütteln und sagen "bist bald ein Jahr weg, kaum zu glauben"...

Die Narbe der Kiefer OP schmerzt, und ich versuche zu ergründen, ob es sich vielleicht doch entzündet hat. Wir sind beide aufgeregt. "Du hast nichts", " hab ich doch", "nichts zu sehen, alles blande", "drückt aber doch". "Oooh Du machst mich irre"! Nach den Erfahrungen im letzten Herbst ist das Vertrauensverhältnis zu umfangreichen Baumaßnahmen im Mundraum nachhaltig zerstört. Die Nerven liegen blank im Selbsterfahrungskurs Weltreise. "Jetzt stell' Dir einfach mal vor, Du fährst nicht los, weil da was ist und schon biste gesund", "basta". Hoffentlich hat sie recht.

Von Vorfreude zur Zeit nichts mehr zu spüren in diesen Tagen. Eher Panik.
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Source: loor.com Salla Tunturi webcam
Allenfalls daran, ein Jahr frei zu haben. Ein Jahr in der Fremde.
Was danach kommt, sehen wir dann.
Auch wegen der Aussicht auf die üppige Rente, yeah...
Ein wenig Fatalismus und Untätigkeit. Und in der Untätigkeit entstehen alle
irrsinnigen Gedanken.
Nur noch 11 Tage am uksh zu arbeiten. Ist ein luftiges Gefühl...

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Source: lookr.com Toronto City Airport
Der Frühling kommt mit Macht hier im Norden. Heute gab es das erste Vogelkonzert im Hof. Da wurde doch sogar mein felliger Freund auf seinem Sessel unruhig.

Der Blick auf die webcam bei lookr.com lookr.com zeigt immer noch Schnee in Toronto auf den Highways und dem City Airport. In Salla Tunturi scheint es sogar noch wesentlich mehr Schnee zu geben. Nix mit Frühlingsanfang im hohen Norden. Leider sind die Strassen dort nachts beleuchtet. So ist in der 24 Stunden Zeitraffer kein Polarlicht zu sehen.

In Abisko, in schwedisch Nordlappland haben sich gestern Nacht die Bildern fast überschlagen. Aufregende Bilder. Große Magnetfelder waren in Atmosphäre. Das hatte es dieses Jahr so ausdauernd noch nicht gegeben. Aurora Borealis at it's best. Jede webcam Aktualisierung Auroraskystation wurde grandioser. Es muß jetzt nur noch ein wenig anhalten. 27 Tage noch. Dann startet auch die Woman Solo northern light tour...
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Source: screenshot auroraskystation.se

Montag, 13. Januar 2014

Woman Solotour 2014 Looking for the Northernlight

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suddenly appearing Northern lights at Reykjavik-Thingvellir road, Iceland, 2011
This story contents something about our journey to Iceland 2011 to disover the Northern-Light. This winter we have very heavy elektromagnistic action in the northern hemisphere. If you are interested, check out Auroraskystation webcam in Abisko in swedish Lappland. 

Was braucht man denn nun wirklich? Es ist anstrengend. Meine Gedanken schwanken zwischen dem wenigen Komfort und dem Überschreiten der Freigrenze des Transatlantikfluges. Zur Zeit liegt das Gesamtgewicht ich bei 52kg. Weniger geht eigentlich nicht.
Auf dem Weg ins Baltikum spielte das nie eine Rolle, wenn Bike neben einem 40 to steht, ist der limitierende Faktor die Rampe am Kai hochzukommen und zugegeben auf der Heimfahrt schieben wir meistens.

Während ich mir Gedanke mache, wie ich noch weniger mitnehmen kann, um auch nur annähernd in die Freigebäck kg-Grenze meiner Fluglinie zu kommen, ist Ellinor damit beschäfftigt ihre eigenen Reisevorbereitungen zu vervollständigen. Während Frank nach Westen fliegt, ist Ellinor einen Tag später auf dem Weg in den hohen Norden nach Salla. Und während wir hier immer noch den Winter erwarten, herrscht in am Salla Tunturi schon seit längerem wirklich Winter. Richtiger Winter.


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icewindy Gulfossen, majestic waterfall
Zu unseren beeindruckendsten Reisen der letzten 10 Jahre zählt zweifelsohne unsere Flugreise im Spätwinter 2011 nach Island. Das Land war gerade der schweren Rezession und nachfolgender drohender Staatspleite entronnen und uns empfing eine freundliche, herzlich provinziell anmutende Stadt Reykjavik, Hauptstadt des Landes, mit 120.000 Einwohner halb so groß wie Lübeck. Island tut gut. Auch im Spätwinter.
Preislich ähnlich wie Deutschland, geht das Leben gefühlt viel ruhiger voran. Es wirkt entspannter; den Kontrast spürt man dann schnell, wenn man wieder in Kopenhagen landet.

Wir waren gekommen um das Polarlicht, Aurora Borealis, zu sehen und naiv wie wir waren, glaubten wir wirklich, es genügt eine spärlich beleuchtete Stelle am Fjordufer in der Nacht mit Kaffekanne unter dem Arm am Rande der Stadt. Weit gefehlt. Nach zwei  enttäuschenden Nächten überließen wir das dann doch den Profis und fuhren weit in die Nacht hinaus nach Thingvellir in den Nationalpark.
ImageImageNun muß man wissen, dass das Nordlicht als elektromagnetisches Phänomen plötzlich erscheint und das heißt warten, warten und nochmals warten.
 Also warteten wir wie alle Exkursionsteilnehmer über Stunden indem in völliger Dunkelheit liegendem NP.
Und es gab nicht viel zu tun, außer den Himmel an zustarren, aber nichts passierte, wie stark wir auch den Himmel nach etwas absuchten.

Während wir nach Abbruch der Nordlichtsuche in der Buskolonne heimwärts nach Reykjavik fuhren, kam plötzlich Unruhe in die Funkgespräche der Fahrer auf und 2 min später standen die 4 Reisebusse in the middle of nowhere; das Nordlicht lukte so eben über einen Gebirgszug. Was für ein überwältigendes Schauspiel. Bis zu den Knöcheln im Tiefschnee, 2:00 h morgens in der isländischen Pampas und eine sich ständig änderte blaugrüne Lichtformation am schwarzen Nachthimmel. Sie hatten ihr Wort gehalten: Exkursion mit Nordlichtgarantie.
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Kartta sallatuntri.com
Dieses Jahr sind die elektromagnetischen Teilchenwirbel extrem stark. Ein besonderes Appetithäppchen ist die Webcam der Aurora Skystation nördlich von Abisko in Schwedisch Lappland Aurora Borealis, Abisko, Schweden

Und dieses Jahr wird alles noch besser (hoffentlich), deshalb muß Frau nochmal zurück zum Nordlicht.

Von Kopenhagen gehen täglich Flüge via Helsinki nach Kuusamo und von dort mit Bus nach Salla an den Polarkreis, nahe der russischen Grenze. Im Frühsommer 2011 besuchten wir die Region auf dem Weg durch Lappland zu den Lofoten. Die Hügel sahen kahl geschoren aus, die Saison war gerade erst vorbei. Wie überall in Lappland gehören nächtliche fellige Besucher in unmittelbarer Nähe zur Normalität.
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Rentdeer at Salla Tunturi Camping during Midsommer nights

Salla Tunturi ist im Winter eines der beliebtesten Skiresorts, sowohl für Finnen, als auch für Russen. Zugegeben ein wenig abgelegen ist es schon, und sind auch nicht die österreichische Alpen, aber ebenfalls mit Schneegarantie, Hüttenzauber, Apres Ski, Sauna mit viel russischer Seele.              Skiresort Sallatunturi
 
Der Blick fällt aus dem Fenster, es hat angefangen zu schneien in Lübeck. Also nun doch.